1012 Fans feiern den Saisonabschied der Eisbären

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Im letzten Saisonspiel unterlagen die Hammer Eisbären gegen die Hannover Indians mit 3:5.

HAMM - Geht es nach den heimischen Anhängern, denn sollte es auch in der kommenden Saison Oberliga-Eishockey in Hamm geben. Am Sonntagabend strömten noch einmal 1012 Besucher in die Eishalle am Maximilianpark, um mit den Eisbären den Saisonkehraus zu feiern.

Einzig die ebenso unnötige wie unglückliche 3:5 (1:1, 1:3, 1:1)-Niederlage gegen die Hannover Indians trübte die Stimmung unter den Hammer Fans, die aber am Ende die Mannschaft doch noch für eine der sportlichen besten Runden der vergangenen Jahre bejubelten. „Schade, wir hätten unseren Anhängern die Abschiedsparty gerne mit einem Sieg versüßt“, meinte Hamms Trainer Milan Vanek nach der Schlusssirene. „Meine Mannschaft hätte das auch sicherlich verdient gehabt.“

Erst in den kommenden Wochen wird sich entscheiden, ob und wie es überhaupt in Werries weitergehen wird. Nach dem angekündigten Rücktritt des Sportlichen Leiters Thorsten Licht, der nach dem Rückzug der beiden GmbH-Geschäftsführer Thiel und Koschei in den vergangenen Wochen nur noch als Alleinunterhalter unterwegs war, müssen jetzt erst einmal neue Führungskräfte gefunden werden.

Nach der 0:11-Klatsche von Frankfurt am Freitag hatten sich die Eisbären für die Partie gegen die Indians, die von über 200 Fans begleitet wurden, einiges vorgenommen. Im ersten Drittel drückten auch beide Teams auf das Tempo, zeigten durchaus attraktives Eishockey. Aaron Reckers brachte die Gastgeber in Überzahl mit einem Schlagschuss von der blauen Linie nach sieben Minuten in Führung. Die Vorarbeit hatten Ibrahim Weißleder und Igor Furda geleistet. Die Niedersachsen zeigten sich aber unbeeindruckt und glichen kurz vor der ersten Drittelsirene durch den starken Brendan Sanders aus.

Sanders war es auch, der direkt zu Beginn des zweiten Drittels die Indians erstmals in Führung brachte. Martin Köchling glich mit einem kuriosen Treffer (32.) aus. Seine Hereingabe prallte vom Schlittschuh des Hannoveraner Torhüters, Christoph Oster, ins Netz. Doch die Gäste schlugen gleich doppelt zurück. Zunächst traf Karan Moalim (35.) zur erneuten Führung, dann erhöhte Christoph Koziol (37.) auf 2:4.

Die Eisbären warfen im Schlussdrittel noch einmal alles nach vorn. Und nachdem Dennis Palka in der 51. Minute den Anschlusstreffer erzielt hatte, kochte noch einmal die Halle. In der letzten Minute nahmen die Gastgeber dann sogar noch Torhüter Christian Wendler für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Doch der Mut und der Einsatz wurden nicht belohnt. Erneut Sanders gelang zwei Sekunden vor dem Ende ein Empty-Net-Goal zum 3:5-Endstand. - St.

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