Eishockey

Dezimierten Eisbären geht am Ende die Luft aus

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Kevin Thau (rechts) gelang der einizge Treffer für die Eisbären gegen Herford.

Ausgerechnet vor dem NRW-Pokalfinale am Dienstagabend in Hamm gegen Ratingen gehen die Hammer Eisbären auf dem Zahnfleisch. Beim 1:7 gegen Herford ging den Hammern im Schlussdrittel die Luft aus.

Hamm - Schwarzes Wochenende für die Hammer Eisbären. Zum Abschluss der Vorrunde der Eishockey-Regionalliga West kassierte die Mannschaft von Ralf Hoja zwei bittere Heimniederlagen. Dem 2:4 von Freitag gegen die Dinslakener Kobras folgte am Sonntagabend  vor 459 Zuschauern in Werries eine 1:7 (1:2, 0:1, 0:4)-Klatsche gegen den Herforder EV. 

Kein Vorwurf an die Mannschaft

Weil die Gastgeber mit dem letzten Aufgebot antraten und während der Partie auch noch Kevin Orendorz vom Eis musste, gab es vom Trainer nach dem Ende der Partie keinen Vorwurf. „Es ist des Guten einfach zu viel. Was uns derzeit an Personal fehlt, kann man nicht mehr kompensieren“, erklärte der Coach. „Die Mannschaft hat, so lange es ging, gekämpft. Mehr war einfach nicht möglich.“ 

Eine lange Ausfallliste

Durch die Ausfälle von Sebastian May, Dustin Demuth, Ibrahim Weißleder, Milan Svarc, Tim Pietzko und Oliver Kraft war Hoja einmal mehr dazu gezwungen, zu improvisieren. So beorderte er die etatmäßigen Verteidiger Thomas Ehlert und Jonas Hoppe in die dritte Angriffsformationen, um wenigstens mit drei Sturmreihen durchspielen zu können.

Die Gäste aus Herford erwischten den besseren Start, gingen nach nur zwei Minuten in Führung. Einen Scheibenverlust von Tomas Lichnovsky nutzte Jan-Niklas Linnenbrügger eiskalt zum 0:1 aus. Nur wenig später erhöhte Luca Häufler auf 0:2 (6.). Die Eisbären waren anschließend zwar bemüht, aber glücklos. Im Angriff fehlte die Durchschlagskraft. So dauerte es bis zu 16. Minute, ehe Kevin Thau aus spitzem Winkel auf 1:2 verkürzte. 

Auch Orendorz geht vom Eis

Deutlich mehr Zug zum Tor zeigten die Eisbären im zweiten Abschnitt, doch trotz zahlreicher guter Möglichkeiten kamen die Hammer nicht zum Ausgleich. Zunächst scheiterte Michal Spacek freistehend an Herfords Goalie Kiren Vogel, dann fand auch Oliver Kraft im Schlussmann der Ostwestfalen seinen Meister. Und auch Igor Fura gelang es nicht, aus aussichtsreicher Position den Puck im leeren Gästetor unterzubrigen. Die kalte Dusche folgte dann genau zwölf Sekunden vor der Drittelsirene, als Ulib Berezovskij bei Herforder Überzahl mit einem Schlagschuss das 1:3 erzielte. Zu diesem Zeitpunkt war Orendorz, der leicht grippegeschwächt in die Partie gegangen war, schon nicht mehr auf dem Eis, weil er einfach keine Luft mehr bekam. 

Kräfte sammeln für das Pokalfinale

Im Schlussdrittel hatten die arg dezimierten Eisbären den Herfordern nichts mehr entgegenzusetzen. Maximilian Droick (46.), zweimal Nils Bohle (41. und 60.) sowie Fabian Staudt (60.) sorgten am Ende noch aus Hammer Sicht für ein kleines Debakel, wobei die letzten beiden Tore sogar bei Hammer Überzahl fielen. Jetzt geht es für die Eisbären darum, schnell zu regenerieren, denn schon am Dienstag (20 Uhr) steht in Werries das NRW-Pokalfinale gegen die Ratinger Ice Alien an.

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