Tollhaus Maxi-Eissporthalle

Eisbären überraschen Kassel mit 5:3-Sieg

HAMM - Die Hammer Eisbären haben sich selbst, ihren Fans und ihrem Trainer Milan Vanek ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk bereitet. Gegen die Kassel Huskies sorgte der Außenseiter vor 520 Zuschauern in der Maxi-Eissporthalle, die sich nach der Schlusssirene in ein Tollhaus verwandelte, für eine faustdicke Überraschung.

Die Gastgeber gewannen mit 5:3 (1:1, 2:0, 2:2) und sind damit in der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga-West nach zwei Spielen ungeschlagen. „Die Mannschaft hat 100-prozentigen Einsatz gezeigt und bis zum Ende daran geglaubt, dass wir das Spiel gewinnen können“, sagte der strahlende Coach nach der Partie.

Von Beginn an hatten die Eisbären den favorisierten Gästen ein Duell auf Augenhöhe geliefert. Zwar bestimmte Kassel die ersten acht, neun Minuten, weil die Hammer nicht so offensiv angriffen wie sonst üblich. Dafür standen sie aber in der Defensive ungemein kompakt und sicher, ließen kaum eine Torchance der Huskies zu. Dafür zeigten sich die Gastgeber aber selbst treffsicher, als Joseph Lewis mit einem feinen Pass Ibrahim Weißleder bediente, der direkt abzog und das keineswegs unverdiente 1:0 markierte (11.).

Mit diesem Treffer im Rücken wurden die Hammer anschließend mutiger, traten den Gästen immer selbstbewusster gegenüber – und mussten ausgerechnet in der Phase, als sie die Partie im Griff zu haben schienen, den Ausgleich hinnehmen. In Unterzahl eroberte Kassels Christian Billich den Puck und passte zu Austin Wycisk, der Eisbären-Goalie Christian Wendler beim 1:1 keine Abwehrchance ließ (13.).

Im zweiten Durchgang drehten die Hammer dann mächtig auf, wobei sie auf kuriose Weise zum 2:1-Führungstreffer kamen. Huskies-Keeper Kai-Patrick Kristian fing den sicher Puck ab und legt die Scheibe aufs Eis, um das Spiel schnell zu machen. Weißleder aber schnappte dem Goalie den Puck weg und schob ins Kasseler Tor (22.). Elf Minuten später erhöhten die Hammer gar auf 3:1. Nach einer schönen Vorarbeit von Michael Maaßen und Lewis, der hinter dem Tor stand, jagte Dennis Palka den Puck zum 3:1 ins Netz. Erst danach fanden die Gäste wieder zu ihrem Spiel, wurden aber auch davon begünstigt, dass die Gastgeber drei Zeitstrafen nacheinander kassierten. Kassel war zwar drückend überlegend, aber nicht zwingend genug in seinen Aktionen, so dass die Eisbären mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in das letzte Drittel gingen.

Die Führung schrumpfte jedoch schon eine Minute nach dem Wiederanpfiff auf einen Treffer zusammen. Auf Vorlage von Christ und Klinge zog Fabian Pyszynski von der blauen Linie unhaltbar ab und verkürzte auf 3:2 (41.). Und in der 54. Minute herrschte dann großer Frust bei den Hammer, als Manuel Klinge zum 3:3 traf. Kurz nachdem die wegen Zeitstrafen dezimierten Eisbären wieder zu viert waren, war der Kasseler erfolgreich. Doch in den Schlussminuten überschlugen sich die Ereignisse.

Zuerst war es Weißleder, der für das viel umjubelte 4:3 sorgte, als er im Fallen mit der Rückhand das Tor machte (59.). Als Kassel dann Kristian aus dem Tor nahm, um mit einem Mann mehr noch den Ausgleich zu erzielen, war es Karl Jasik, der zum 5:3 ins leere Gehäuse traf (60.), eine ausgelassene Eisbären-Party auf dem Eis und auf den Rängen einläutete – und dafür sorgte, dass die Hammer unter Vanek weiter ungeschlagen sind. „Die Chemie zwischen mir und der Mannschaft stimmt einfach, da kann man was aufbauen“, sagte der Eisbären-Trainer. - St

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