Eisbären sind nur im letzten Drittel gleichwertig

ESSEN - Ohne Chance waren die Hammer Eisbären im Auswärtsspiel der Eishockey-Oberliga in Essen. Bei den Moskitos verlor das Team von Trainer Daniel Galonska mit 1:7 (0:3, 0:3, 1:1). „Im letzten Drittel haben wir 1:1 gespielt. Das war in Ordnung, darauf lässt sich aufbauen. Das Positive nehmen wir mit“, meinte der Coach nach der Schlusssirene.

Wie erwartet drückten die Moskitos von Beginn an aufs Tempo und bestimmten das Geschehen. Die Eisbären lauerten – ähnlich wie zuletzt bei der 2:5-Niederlage in Duisburg – auf Konter, waren anfangs aber kaum einmal in der Lage, für Gefahr vor dem Essener Gehäuse zu sorgen. So gingen die Moskitos zwar verdientermaßen, aber auch überaus umstritten in Führung. Denn Hamms Goalie Thomas Mende hatten einen Schuss abprallen lassen, und während der Puck deutlich vor der Linie lag, setzte er sich auf die Scheibe. Anschließend wurde Mende vom Essener McLeod angegangen – und der Schiedsrichter gab zum großen Ärger und unter großem Protest der Eisbären das Tor zum 1:0 (11.). Anschließend verloren die Gäste ein wenig die Ordnung, so dass die Treffer zwei und drei fast folgerichtig fielen. Deske nutzte ein Unaufmerksamkeit der Eisbären zum 2:0 (18.), ehe McLeod einen Zweikampf an der Bande gewann, zum Tor zog und das 3:0 markierte (19.).

Auch im zweiten Durchgang waren die Essener zielstrebiger, effektiver – und bestraften vor allem jede Nachlässigkeit der Gastgeber. So machte McLeod in der 23. Minute mit dem Treffer zum 4:0 seinen Dreierpack perfekt. Fünf Minuten später ließ Marvin Deske sein zweites Tor folgen und erhöhte auf 5:0. Für den Schlusspunkt im zweiten Drittel zum 6:0 sorgte Jan Barta (34.) – und zeigte damit endgültig, dass für die Eisbären an diesem Abend nichts zu holen gibt. Sicherlich trugen auch die Unparteiischen mit zwei, drei zweifelhaften Zeitstrafen gegen die Hammer ihren kleinen Teil dazu bei, insgesamt aber fanden die Eisbären überhaupt nicht ins Spiel und hatten den Essener Aktionen nichts entgegenzusetzen.

Dass aber auch die Gäste gutes Hockey spielen können, zeigten sie in der 46. Minute, als Nemanja Vucurevic ein feines Tor erzielte und auf 1:6 verkürzte. Als dann aber McLeod seinen vierten Treffer erzielte (55.), war die 1:7-Niederlage der Hammer perfekt. Bitter, dass Mike Ortwein nach einer Schlägerei mit Robby Hein in der Schlussphase für das Heimspiel am Sonntag (18.30 Uhr) gegen Neuwied gesperrt ist. - WA

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