Eishockey

Starke Eisbären erkämpfen ein viertes Finale

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Da kommt Freude auf: Die Hammer Eisbären feiern einen 8:3-Erfolg über Herford.

Mit einer eindrucksvollen Leistung haben die Hammer Eisbären vor 1540  Zuschauern ihre Meisterschaftschance gewahrt und mit einem verdienten 8:3 (2:1, 3:1, 3:1)-Erfolg über die Herforder Ice Dragons in der Finalserie  auf 1:2 verkürzt. Am Sonntag (18.30 Uhr) kommt es Herford zum vierten Spiel.

Hamm – Warum nicht gleich so? Das hat sich ein Großteil der 1540 Zuschauer am Freitagabend in Werries gefragt. Mit dem Rücken zur Wand zeigten die Hammer Eisbären im dritten Finalspiel der Eishockey-Regionalliga West gegen die Herforder Ice Dragons eine eindrucksvolle Leistung und erzwangen mit dem 8:3 (2:1, 3:1, 3:1)-Erfolg gegen die Ostwestfalen zumindest erst einmal ein viertes Spiel, das am Sonntag um 18.30 Uhr in Herford stattfinden wird.

Nach den beiden 2:7- und 1:4-Niederlagen gegen den Vorjahresmeister stimmten bei den Eisbären diesmal Einstellung und Körpersprache. Der Vorrundenerste kämpfte bis zum Umfallen und hat in dieser Verfassung auch am Sonntag die große Chance, die Serie auszugleichen. Ein mögliches entscheidendes fünftes Spiel würde dann am kommenden Freitag (20 Uhr) in Werries stattfinden.

„Wir sind wieder zurück im Geschäft“, freute sich Trainer Ralf Hoja nach der Partie. „Endlich hat die Mannschaft Play-off-Eishockey gespielt. Die kämpferische Einstellung hat diesmal gepasst, die Spieler haben sich in jeden Schuss geworfen. Wir haben Herford mit deren eigenen Mitteln besiegt.“ 

Bedingungslosen Einsatz von der ersten bis zur letzten Minute, eine Minimierung der individuellen Fehler und eine bessere Chancenverwertung hatte der Eishären-Coach im Vorfeld des dritten Endspiels gefordert, um die Serie noch zu drehen. Zumindest im ersten Drittel setzten die Gastgeber ihr Vorhaben auch auf dem Eis um. Die Eisbären gingen entschlossen in die Zweikämpfe, standen in der Defensive sehr stabil und erarbeiteten sich gleich zu Beginn der Partie gute Chancen. So scheiterte Robin Loecke schon nach 22 Sekunden am Herforder Schlussmann Kieren Vogel, und auch Kevin Thau (9.) ließ eine gute Möglichkeit aus. Aber auch Hamms Torhüter Sebastian May reagierte nach einem Konter der Ice Dragons gegen den Versuch von Killian Hutt großartig. Doch es war der Kanadier, der die Ostwestfalen in Führung brachte. Jan-Niklas Linnenbrügger war in aussichtsreicher Position von Thau regelwidrig gestoppt worden. Hutt verwandelte den fälligen Penalty sicher. 

Doch die Antwort der Eisbären ließ nicht lange auf sich warten. Loecke war, als Hutt auf der Strafbank saß, zum 1:1 (14.) erfolgreich. Gleich das nächste Überzahlspiel nutzten die Gastgeber zum Führungstreffer (17.). Diesmal war der Tscheche Michal Spacek nach Vorarbeit von Kevin Orendorz erfolgreich. Auf Grund der Leistungssteigerung gegenüber den ersten beiden Finalbegegnungen war der knappe Vorsprung zur ersten Pause nicht unverdient, sorgte vor allem für gute Stimmung auf den gut besetzten Rängen.

Die wurde noch besser, als Spacek direkt zu Beginn des zweiten Durchgangs das 3:1 markierte. Danach wurde die Partie immer hektischer und ruppiger. Nach einem Foul von Spacek fuhr Herfords Hutt vom Eis und musste in der Kabine behandelt werden, kam aber später zurück. Linnenbrügger war es, der nach 25. Minuten den Anschlusstreffer erzielte, doch nur wenige Sekunden später stellte Thau mit einem Abstaubertor den alten Abstand wieder her. Vogel ließ zuvor den Schuss von Lukas Novacek abprallen. Nach dem 4:2 waren die Hammer fast ständig in Unterzahl, was natürlich reichlich Kraft kostete. Doch die Eisbären kämpften, warfen sich in jeden Schuss, sodass die Ice Dragons nur selten gefährlich wurden. 31 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels kannte der Jubel auf den Rängen dann keine Grenzen mehr, als Thau nach einem Konter die Scheibe zum 5:2 in das kurze Eck knallte. 

Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts ließen die Eisbären keine Zweifel mehr aufkommen, dass sie diesmal als Sieger vom Eis gehen wollten. Orendorz (43.) und Novacek (45.) sorgten mit ihren Treffern zum 7:2 für die endgültige Entscheidung. Herfords dritter Treffer durch den Ex-Hammer Sven Johannhardt war nicht mehr als ein kleiner Schönheitsfehler (48.). 

Dem diesmal überragenden Tschechen Spacek war es vorbehalten, zwei Minuten vor dem Ende mit seinem dritten Treffer in dieser Partie für den 8:3-Endstand zu sorgen.

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