Eisbären patzen gegen das Liga-Schlusslicht aus Neuss

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War sauer: Eisbären-Trainer Daniel Galonska.

Hamm - Die Hammer Eisbären haben den anvisierten Sprung an die Tabellenspitze der Endrunde der 1. Liga West verpasst. Völlig überraschend unterlag das Team von Trainer Daniel Galonska Mittwoch Abend vor 734 Zuschauern in der Maxi-Eissporthalle gegen Liga-Schlusslicht Neusser EV mit 3:4 (1:2, 1:2, 1:0).

Entsprechend sauer war der Coach nach der Partie. „So etwas kommt davon, wenn man den Gegner auf die leichte Schulter nimmt. Dabei hatte ich extra noch davor gewarnt“, schimpfte Galonska. „Diese Niederlage war völlig unnötig.“

Dabei hatte es vor der Partie personell für die Eisbären wieder deutlich besser ausgesehen als zuletzt. Denn Galonska standen 17 Akteure zur Verfügung, so dass er mit drei Reihen agieren konnte. Doch schon nach vier Minuten gab es für die Hammer die kalte Dusche. David Bineschpayouh schlenzte die Scheibe in den Knick – und es stand 0:1. Tim Pietzko hatte dabei seinem Torwart Sebastian May die Sicht genommen. Was folgte, waren wütende Angriffe der Eisbären, denen in der neunten Minute der Ausgleich gelang. Nach einem Schuss von Oliver Kraft stand Thomas Ehlert goldrichtig – er staubte zum 1:1-Ausgleich ab. Doch die Gäste ließen die direkte Antwort folgen. Noch in der gleichen Minute war Thimo Dietrich erfolgreich und erzielt die erneute Gästeführung. Anschließend waren die Eisbären drückend überlegen und nahmen das Gästetor unter Dauerbeschuss. Doch mehr als ein Treffer von Kevin Thau an das Lattenkreuz (12.) sprang nicht heraus.

Zu Beginn des zweiten Drittels lief dann bei den Gastgebern nicht mehr viel zusammen. Nutznießer dieser Schwächephase war Pascal Rüwald, der zuerst nach einem Solo auf 1:3 erhöhte (25.) und nur eine Minute später gar nach einer 2:1-Angriffssituation zum 1:4 traf (26.). Galonska nahm sofort eine Auszeit, in der er lautstark auf seine Akteure einredete. Seine Worte kamen an, denn in der 29. Minute verkürzte Martin Köchling nach einem Alleingang auf 2:4. Und anschließend hatten die nun wieder besser aufspielenden Eisbären zweimal Pech, als Robin Loecke nur die Latte (35.) und Igor Furda den Innenpfosten (37.) trafen.

Im letzten Abschnitt kassierte Loecke zuerst einmal eine 10-Minuten-Strafe, ehe den Eisbären der Anschlusstreffer gelang. Nach einem Schuss durch Mike Ortwein von der blauen Linie versenkte Furda den Abpraller zum 3:4 (51.). Was folgte, war mehr Kampf als Krampf, so dass lediglich Thau noch eine Möglichkeit auf dem Schläger hatte (52.). „Ich denke, meine Jungs hatten die Partie schon vor der dem ersten Bully gewonnen. Die Neusser haben hier verdient gesiegt, sie sind viel gelaufen, haben gut verteidigt und klasse gekämpft“, bilanzierte Galonska.

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