Eisbären ohne Druck gegen Essen und Grefrath

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Auf Goalie Henning Schroth muss Trainer Milan Vanek am Freitag in Essen verzichten.

HAMM -  Zwei Begegnungen hat der Spielplan für die Hammer Eisbären in der Eishockey Oberliga West noch vorgesehen. Wenn man nur den Kampf um die Qualifikation für die Endrunde nimmt, sind beide für die Mannschaft von Trainer Milan Vanek nur noch Freundschaftsspiele.

Denn in der Tabelle sind die Hammer nach dem berauschenden 8:1-Kantersieg über den ESC Moskitos Essen zur Premiere des neuen Coaches zumindest vom sechsten Rang nicht mehr zu verdrängen. 27 Punkte weisen die Hammer vor den letzten beiden Spielen bei den Essener Moskitos am Freitag (20 Uhr) und zuhause gegen die EG Grefrath am Sonntag (18.30 Uhr/Eissporthalle am Maximilianpark) auf, und während Herne mit zwei Siegen noch an den Eisbären vorbeiziehen könnte, hat sich das Thema für Essen (19 Zähler) bereits erledigt.

Dass seine Mannschaft die Hauptrunde dennoch nicht zur lockeren Vorbereitung des Weihnachtsfestes nutzen wird, steht für Vanek fest. „Wir müssen weiter richtig Gas geben“, fordert Vanek. „Wir sind zwar durch, aber ich möchte noch Vierter werden. Denn das ist von Vorteil, weil wir dann in der Endrunde dreimal dienstags zuhause antreten dürften – als Fünfter hätten wir aber nur zwei Dienstagsspiele in eigener Halle.“ Vaneks Rechnung, wie sein Team den Königsborner JEC noch von Rang vier verdrängen kann, ist relativ einfach. „Nach meiner Meinung stolpert Unna gegen Duisburg“, sagt er. „Und wir gewinnen mindestens eine unserer letzten beiden Partien.“ Derzeit weist Unna als Vierter (29 Punkte) noch zwei Zähler Vorsprung vor den Eisbären (27) auf, hat aber nur noch ein Match zu absolvieren – eben das gegen die starken Duisburger.

Sollten die Hammer also beide Begegnungen am Wochenende für sich entscheiden, wäre sogar das Unnaer Ergebnis unwichtig, denn die Gefahr, dass das Vanek-Team noch die Zähler aus dem am Grünen Tisch mit 5:0 gewerteten Spiel gegen den Herner EV wieder verlieren könnte, ist mittlerweile gebannt. Der Verband hat den Herner Einspruch gegen die Wertung abgelehnt.

So gilt es für den 65-Jährigen nur noch daran zu arbeiten, dass seine Mannschaft konzentriert in die Partien geht. „Wir dürfen beide Teams nicht unterschätzen“, weiß Vanek. „Denn Essen hatte zuletzt zwar gegen uns keine Chance, aber sie haben einen neuen Trainer. Und immer wenn ein neuer kommt, weht der Wind ganz anders.“ Für Markus Berwanger, der in dieser Woche beurlaubt worden ist, stehen nun der Sportliche Leiter und Manager Michael Rumrich sowie der bisherige Trainer-Hospitant Marc Dlugas an der Bande.

Mit Thomas Richter (Schmerzen nach Daumen-Operation), Andre Grein (Schleimbeutelentzündung in der Hüfte) sowie Goalie Henning Schroth (mit Iserlohn nach Berlin gefahren) fallen drei Spieler sicher aus. Doch unabhängig davon will Vanek in Essen erneut eine offensive Spielweise vorgeben. „Die Moskitos werden sicher etwas defensiver als zuletzt beim 8:1 auftreten“, sagt Vanek. „Aber darauf sind wir vorbereitet und werden auch ein wenig anders spielen.“ Vor allem, was die Chancenverwertung angeht, bei der sich das Team noch zu nachlässig zeigte. „Gegen Essen haben wir fünf hundertprozentige nicht getroffen“, sagt er. „Da muss sich die Mannschaft verbessern – denn das könnte gegen Frankfurt und Kassel schade sein.“ - güna

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