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Eisbären-Neuzugang Kevin Lavallee nimmt die Mehrarbeit gerne in Kauf

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Von: Patrick Droste

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Kevin Lavallee, hier noch im Trikot der Eispiraten Crimmitschau , wird neuer Kapitän der Eisbären.
Kevin Lavallee, hier noch im Trikot der Eispiraten Crimmitschau , wird neuer Kapitän der Eisbären. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Gawlik

Das Team der Hammer Eisbären wird in der neuen Saison von Kapitän Kevin Lavallee und den Assistenzkapitänen Chris Schutz und Michal Spacek sowie Artur Tegkaev angeführt.

Hamm – Dass auf ihn ein wenig mehr Arbeit zukommt, war Kevin Lavallee sofort bewusst. Und dennoch sagte der 37 Jahre alte Neuzugang des Eishockey-Oberligisten Hammer Eisbären sofort zu, als ihm die Aufgabe zugetragen wurde, in der kommenden Saison das Kapitänsamt zu übernehmen. „Natürlich muss man da im Hintergrund ein bisschen mehr tun, und man geht nicht nur so einfach aufs Eis“, sagt Lavallee. „Aber ich bin auch stolz, dass ich die Möglichkeit habe, Kapitän in Hamm zu sein. Daher habe ich das gerne angenommen.“

Für Ibo Weißleder, den Sportlichen Leiter der Eisbären, war es die naheliegendste und auch logischste Lösung, den Routinier zum neuen Leader der Eisbären zu machen. „Kevin ist ein Spieler der älteren Generation. Und wir wollten ja ein wenig mehr Erfahrung ins Team hineinbringen“, sagt er. „Und daher waren wir uns im Team schnell einig, dass ein Spieler mit so viel Eishockey-Sachverstand unser Kapitän werden muss.“

Lavallee, der im Sommer vom DEL2-Klub Eispiraten Crimmitschau nach Hamm gekommen war, stehen mit Chris Schutz und Michal Spacek sowie Artur Tegkaev drei Assistenz-Kapitäne zur Verfügung, sodass sich die Arbeit neben der Eisfläche durchaus auf mehrere Schultern verteilen lässt. „Die Jungs sollen das Team führen und ziehen und das Bindeglied für die Kommunikation zwischen Vorstand und Mannschaft sein“, betont Weißleder. „Wir vom Management haben genug getan, haben den Etat für die neue Saison fast verdoppelt. Jetzt ist die Mannschaft gefordert.“

Und das bereits am Sonntag, wenn um 18.30 Uhr das erste Spiel der neuen Oberliga-Saison gegen die Moskitos Essen in der Eishalle in Werries angepfiffen wird. „Das ist zum Auftakt gleich ein Derby. Ich bin gespannt, was das für ein Spiel wird. Wichtig wird aber sein, dass wir uns auf uns und unsere Stärken fokussieren“, erklärt Lavallee, der zuletzt wegen einer Viruserkrankung pausieren musste, am Sonntag aber wieder fit sein wird.

Denn mit seiner Erfahrung und seinen Skills ist er eine wichtige Größe im Team von Trainer Jeff Job. So war der gebürtige Kanadier 2011/12 nicht nur der Toptorjäger der Oberliga West, sondern hat auch in der DEL2 seine Spuren hinterlassen. Und als im Frühsommer die Anfrage der Eisbären kam, hatte er auch nicht sofort zugesagt, sondern überlegt, ob er vielleicht doch weiter in der DEL2 spielt. „Aber am Ende hat das Angebot der Hammer gut gepasst“, sagt er. Seitdem pendelt er zwischen Bad Nauheim, wo seine Frau und sein Sohn wohnen, und Hamm, wo er nun Eishockey spielt und wo er eine kleine Wohnung bezogen hat, hin- und her. „Wenn ich frei habe, bin ich bei meiner Familie, ansonsten in Hamm“, verrät der Stürmer, der vor vielen Jahren mit Weißleder in Freiburg zusammen gespielt hat und seitdem immer in Kontakt mit seinem alten Mannschaftskollegen stand.

Und den Wechsel zu den Eisbären hat er bislang nicht bereut, fühlt sich in dem neu zusammengestellten Team wohl und ist auch davon überzeugt, dass die Mannschaft genügend Potenzial hat, um nach zwei letzten Plätzen in den beiden vergangenen Jahren in dieser Spielzeit den Blick weiter nach oben zu richten. „Ich denke, wir haben ein gutes Team“, betont er. „Und dass die Mannschaft zuletzt zweimal Letzte war, interessiert mich überhaupt nicht. Das ist jetzt ein neues Jahr. Und da kann viel passieren.“

Auf ein bestimmtes Ziel, wie zum Beispiel dem Erreichen der Pre-Playoffs, will er sich allerdings nicht festlegen, sondern will vielmehr die neue Saison auf sich zukommen lassen und schauen, wohin ihn und die Eisbären der Weg führen wird. „Ich will einfach Eishockey spielen und gut in die Saison starten“, stellt er klar.

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