Eisbären Hamm melden Teams im Landesverband NRW

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Zukunft im Landesverband: Dennoch ist unklar, ob die Eisbären in der kommenden Serie in der Ober- oder Regionalliga spielen werden.

HAMM - Die Hammer Eisbären bleiben unter dem Dach des Eishockey-Landesverbandes (LEV) Nordrhein-Westfalen. Der Verein Lippe-Hockey-Hamm meldete wie in der vergangenen Saison zwei Senioren- und fünf Nachwuchsteams. Unklar ist jedoch, in welcher Spielklasse die erste Herren-Mannschaft an den Start gehen wird – ob es wie zuletzt die Oberliga sein wird oder nur die Regionalliga.

Der Club sieht sich aus finanziellen Gründen nicht in der Lage, unter dem Dach des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) anzutreten. „Im Vergleich zur Kostenstruktur im LEV ist ein Start in einer DEB-Oberliga für uns derzeit nicht finanzierbar“, erklärte Jan Koch, Pressesprecher der Eisbären. „Wir werden in der kommenden Saison mit der ersten Mannschaft in der höchsten Spielklasse des LEV NRW antreten. Ob diese Liga dann Oberliga West heißt, steht derzeit noch nicht fest.“

Der DEB hat in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eine Satzungsänderung beschlossen, wonach er das Recht hat, die „Oberliga“ als dritthöchste deutsche Spielklasse auszurichten. Allerdings hat die Änderung noch keine Rechtskraft erlangt, weshalb aktuell auch denkbar ist, dass es in der kommenden Saison – dann zum letzten Mal – wie bisher eine Oberliga West unter Federführung des Landesverbandes gibt.

„Die DEB-Oberliga ist im Moment für uns nicht planbar. Es ist nicht klar, wie viele Mannschaften in der Oberliga Nord antreten, und ob es eine Teilung in zwei Gruppen gibt. Wenn es eine Teilung gibt, wie sieht diese aus? Das sind für uns zu viele Unklarheiten, um konkret – auch finanziell – planen zu können. Wir sehen uns derzeit im LEV NRW gut aufgehoben“, sagte Koch.

Er fuhr fort: „Sieht man einmal von den deutlich höheren Reise- und Schiedsrichterkosten ab, müssten wir unseren Kader derart umstrukturieren, dass wir in der Lage sind, beispielsweise an einem Freitag in Rostock anzutreten.“ Und das hieße im Umkehrschluss: „Wir benötigen eine Profimannschaft, die wir mit unserem Etat nicht stemmen können“, so Koch weiter. - WA/sst

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