3.2 gegen Moskitos

Hammer Eisbären gewinnen Abwehrschlacht in Essen

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Hamms Ibrahim Weißleder gelang gegen Essen das entscheidende Tor.

ESSEN - Daniel Galonska war nach 60 irren Minuten am Essener Westbahnhof nassgeschwitzt – und überglücklich: „Wenn du mit Herz und Verstand arbeitest, kannst du jeden Gegner in der Liga schlagen“, jubelte der Trainer der Hammer Eisbären, die genau das soeben bewiesen hatten – mit einem sensationellen 3:2-Erfolg bei den klar favorisierten Moskitos Essen.

Die Partie vor 560 Zuschauern hatte gut begonnen für die Gäste: Zwar waren die Essener im ersten Drittel überlegen und hatten gute Chancen, in Führung zu gehen. Doch auf die Eisbären-Abwehr um den überragenden Rückhalt Thomas Mende war Verlass. Der Goalie bewahrte sein Team in einigen brenzligen Situationen vor dem Rückstand. Nach vorn spielten die Gäste schnörkellos, schnell und erfolgreich. Ibrahim Weißleder (10./Assist von Karl Jasik) und Myles Mark Mitchell (16./Andre Mangold, Mike Ortwein) schossen Hamm 2:0 in Front.

Diese Führung war zu Beginn des Mitteldrittels schnell dahin. Zwei Unkonzentriertheiten führten zum Ausgleich der Moskitos. Erst verkürzte Robby Hein auf 1:2 (31.), und keine 60 Sekunden später war es Eugen Alanov, der zum 2:2 zuschlug. Die Zuschauer bekamen nun Einbahnstraßen-Eishockey zu sehen, doch mit Glück, Geschick und Mende im Kasten überstanden die Hammer auch eine Unterzahlsituation und retteten das Remis in die zweite Drittelpause.

Zu Beginn des Schlussabschnitts zog der angesäuerte Spitzenreiter das Tempo noch einmal an und schnürte die Gäste phasenweise in deren Drittel ein wie beim Powerplay. Doch die Mauer hielt. Was durchkam, fischte der überragende Mende weg, Hamms Turm in der Abwehrschlacht. „Sieben Minuten vor Schluss habe ich in einer Auszeit gesagt, dass wir auf Sieg gehen“, sagte Galonska und wunderte sich darüber im Nachhinein selbst: „Es ist eigentlich vermessen, sowas in Essen zu sagen, aber das war mein Bauchgefühl.“ 1:35 Minuten waren noch zu spielen, alles richtete sich bereits auf die Overtime ein, als Mitchell im Essener Drittel den Puck eroberte, ihn zu Weißleder passte und der ihn mit der Rückhand zum 2:3 im Torwinkel versenkte. - sst

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