Eisbären gehen selbstbewusst ins zweite Halbfinale gegen Dortmund

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Kevin Trapp (links) möchte mit den Eisbären im Rückspiel in Dortmund den Final-Einzug feiern.

Hamm - Von bisher 39 Meisterschaftsspielen in der langen Saison der 1. Eishockey-Liga West haben die Hammer Eisbären 27 gewonnen, allerdings nur zwei davon ohne Gegentor. Dass das ausgerechnet im ersten Play-off-Halbfinale gegen die Dortmunder Eisadler gelang, freut Anhang und Trainer besonders. Doch trotz des 4:0-Erfolges warnt Daniel Galonska sein Team eindringlich davor, das Rückspiel am Freitag (20 Uhr) in Dortmund als Selbstläufer zu betrachten: „Vier Tore sind im Eishockey schnell geschossen. Wir müssen erneut über 60 Minuten konzentriert auftreten.“

Und dabei auf keinen Fall an das mögliche erste Finale denken, das nach dem 4:1-Hinspielerfolg der Ratinger in Lauterbach vermutlich am Sonntag (18 Uhr) im Rheinland bei den Ice Aliens stattfinden wird. „Wir müssen erst einmal die Aufgabe in Dortmund meistern. Das wird noch schwer genug“, sagt Galonska.

Sowohl beim 7:0-Erfolg in Neuss als auch beim 4:0 gegen die Eisadler stand Sebastian May zwischen den Pfosten der Eisbären. Zwei Shoot-outs sind allerdings keine Einsatzgarantie für das zweite und entscheidende Halbfinale. „Ich bin froh, dass wir mit Sebastian und Marc Fleischer zwei sehr gute Torhüter haben“, betont der Coach. Bisher hat Galonska an jedem Wochenende immer beide Goalies jeweils eine Partie bestreiten lassen. „Ich werde mich kurzfristig entscheiden“, hält sich der Coach diesmal bedeckt.

Niederlage kein Problem

Im direkten Vergleich zählt am Ende die Tordifferenz. In Dortmund könnten sich die Hammer am Freitag sogar eine Niederlage mit drei Toren Unterschied erlauben, bei einer mit vier Treffern würde es direkt ein Penaltyschießen geben. Trotz des komfortablen Vorsprungs wollen sich die Eisbären im Eissportzentrum neben der großen Westfalenhalle aber nicht von Beginn an im eigenen Drittel einmauern. „Wir haben doch im Hinspiel gezeigt, dass wir die richtige Taktik gewählt haben. Deswegen haben wir ja auch klar gewonnen“, beteuert Galonska, der seine Mannschaft glänzend auf den Gegner eingestellt hatte.

Auch die Stürmer der Eisbären arbeiteten gegen die Dortmunder sehr aggressiv in der Defensive. Das dürfte im entscheidenden zweiten Halbfinale erneut der Schlüssel zum Sieg sein. „Wir werden nicht abwartend agieren, sondern wollen unseren Matchplan auch bei den Eisadlern durchziehen“, erklärt der Hammer Trainer, der zudem auf die lautstarke Unterstützung der großen Fangemeinschaft baut.

Comeback feiern

Personell sieht es gut bei den Eisbären aus, zumal der Finne Mikael Paunio nach langer Verletzungspause wegen einer Rippenprellung sein Comeback feiern wird. Die Förderlizenzspieler aus Iserlohn stehen hingegen nicht zur Verfügung, da sie selbst in den Play-offs beschäftigt sind. Fraglich ist der Einsatz von Dustin Demuth, der sich am vergangenen Sonntag gegen die Dortmunder eine Schulterverletzung zuzog. „Es wird sich kurzfristig entscheiden, ob es für Freitag oder aber erst für Sonntag reichen wird“, betont Galonska. Der möchte auch am Sonntag mit seiner Mannschaft noch im Wettbewerb sein. Im ersten Play-off-Finale – vermutlich in Ratingen.

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