Eisbären gegen Lauterbach ohne drei Stammspieler

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Routinier Igor Furda steht gegen Lauterbach wieder auf dem Eis.

Hamm - Die 3:7-Heimniederlage gegen die Ratinger Ice Aliens löste bei den Hammer Eisbären einige empfindliche Nachwehen aus. Bitter war es natürlich für den Tabellenzweiten der 1. Eishockey-Oberliga West, ausgerechnet vor der Saison-Rekordkulisse von 750 Zuschauern die erste Niederlage nach sechs Siegen in Folge zu kassieren.

Gravierender dürfte allerdings sein, dass für das heutige Heimspiel gegen den EC Lauterbach (20 Uhr) gleich drei Leistungsträger der Mannschaft gesperrt ausfallen.

Robin Loecke erhielt gegen die Ratinger seine dritte Zehn-Minuten-Strafe und muss deshalb ebenso zusehen wie Tim Pietzko (Spieldauer). Sogar eine Matchstrafe kassierte Mikael Paunio. In diesem Fall muss erst eine Schiedsgerichtsverhandlung klären, wie lange der Finne gesperrt wird. Der soll angeblich den Schiedsrichter absichtlich umgefahren haben. Es gibt allerdings Zeugen, die fest behaupten, dass der Unparteiische rückwärts gelaufen und dabei in Paunios Laufweg geraten sei. Ohnehin hatten die Eisbären am vergangenen Sonntag Probleme mit einigen Entscheidungen der Schiedsrichter, fühlten sich deshalb benachteiligt.

Die waren allerdings laut Trainer Daniel Galonska nicht der Grund dafür, dass die Hammer die Partie gegen den Spitzenreiter nach einem starken ersten Drittel und einer hochverdienten 3:0-Führung am Ende noch aus der Hand gaben. „Im ersten Abschnitt haben wir das Power-Eishockey gespielt, was ich mir so vorstelle“, schwärmte der Eisbären-Coach. „Auch im zweiten Durchgang haben wir uns noch recht gut verkauft.“

Was dann allerdings im Schlussdrittel passierte, war dann absolut nicht mehr nach dem Geschmack Galonskas. „Da haben wir uns das Spiel der Ratinger aufzwingen lassen. Die haben uns ständig provoziert. Davon hat sich meine Mannschaft zu sehr beeinflussen lassen, nicht mehr so diszipliniert agiert und eine Zeitstrafen nach der anderen kassiert. Das haben die Gäste gnadenlos ausgenutzt.“

Gegen den EC Lauterbach soll daher heute eine neue Serie gestartet werden. Von einem Hammer Rumpfteam will Galonska angesichts der Sperren von Loecke, Pietzko und Paunio allerdings nicht reden. Zumal die Routiniers Ibrahim Weißleder und Igor Furda heute wieder auf dem Eis stehen werden und auch Andre Mangolds Schulterverletzung abgeklungen ist. „Mit den Förderlizenzspielern werden wir erneut drei gute Reihen stellen können“, betont Galonska, der allerdings davor warnt, den Gegner allzu leicht zu nehmen. „Wir hatten schon bei unserem knappen 3:2-Erfolg im Hinspiel große Probleme mit den Lauterbachern. Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert agieren.“ Das sollte nicht schwerfallen, schließlich bestreiten die Eisbären am Wochenende nur ein Spiel. Am Samstag folgt von 9.30 bis 12 Uhr eine Autogrammstunde im Obi-Baumarkt in Heessen, anschließend geht es zur Brauereibesichtigung nach Warstein. „Eine Teambuilding-Maßnahme ohne Trainer“, betont Galonska. „Die Jungs sollen sich ruhig einmal ohne ihren Coach ein Bierchen trinken.“

Nach einem Sieg gegen den EC Lauterbach dürfte das wohl besonders gut schmecken.

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