Eisbären starten mit breiter Brust in die Play-offs

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Martin Köchling bestritt zuletzt in Lauterbach sein 500. Spiel für eine Hammer Eishockey-Mannschaft.

Hamm -  „Alles, was war, zählt jetzt nicht mehr. Die Saison beginnt praktisch neu.“ Mit diesen Aussagen will Ralf Hoja, Trainer der Hammer Eisbären, die volle Konzentration seiner Mannschaft auf die beginnende Play-off-Runde um die Eishockey-Regionalliga-Meisterschaft lenken. Erster Gegner im Viertelfinale sind die Dinslakener Kobras, die den hohen Favoriten am Freitagabend ab 20 Uhr in der Eissporthalle am Maximilianpark ärgern wollen. Es wird nach dem Modus „best of three“ gespielt. Die zweite Begegnung findet am Sonntag um 19 Uhr in der Dinslakener Schlangengrube statt. Sollte eine dritte Partie notwendig werden, stehen sich beide Teams am Dienstag ab 20 Uhr in Hamm erneut gegenüber.

Die Eisbären feierten in der Endrunde der Regionalliga zuletzt acht Siege in Folge, gehen daher mit breiter Brust in die entscheidende Saisonphase. „Wir nehmen die Rolle des Favoriten sehr gerne an“, sagt Coach Hoja, der sich allerdings ein bisschen darüber verwundert zeigt, dass im Viertelfinale maximal nur drei Spiele stattfinden, erst danach wird im Modus „best of five“ gespielt. So steht seine Mannschaft schon gleich im ersten Heimspiel unter Druck. „Ich habe mir Videos vom Gegner angesehen“, erzählt Hoja. Deshalb warnt er seine Mannschaft davor, den Kontrahenten auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die Kobras sind ein sehr unangenehmer Gegner. Mein Kollege Krystian Sikorski ist ein Fuchs, der sich immer wieder etwas einfallen lässt.“ Und ihm steht ein sehr erfahrenes Team zur Verfügung. „Die meisten Dinslakener Spieler haben eine sehr gute Ausbildung bei den DEL-Klubs in Düsseldorf und Krefeld genossen. Sie wissen schon, wie gespielt wird“, zeigt der Hammer Trainer großen Respekt vor den Kobras. Wenn es nach Hoja geht, soll seine Mannschaft den angestrebten Sprung in das Halbfinale möglichst in zwei Partien schaffen. Doch ein Spaziergang wird das nicht.

Zuletzt in Lauterbach haben die Hammer zwei Drittel lang ein tolles Eishockey gezeigt, den Gegner schwindelig gespielt. An diese Vorstellung möchte das Team auch vor heimischem Publikum anknüpfen. Fehlen werden Andre Kuchnia, der am Montag an der Schulter operiert wurde und in den Play-offs nicht mehr zur Verfügung steht, sowie Kai Domula, der weiter über Knieprobleme klagt. Kapitän Tim Pietzko hat nach überstandener Bauchmuskelzerrung wieder mit dem Training begonnen. Ob es für einen Einsatz reicht, wird sich kurzfristig entscheiden.

Eine besondere Auszeichnung steht für Routinier Martin Köchling an. Der Verteidiger absolvierte zuletzt in Lauterbach sein 500. Spiel für eine erste Mannschaft im Hammer Eishockey. „Wir werden ihn dafür vor dem ersten Bully ehren“, kündigt der 2. LHH-Vorsitzende Jan Koch an.

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