Hammer Jonas Ems bei der WM Fünfter mit der Staffel

+
Wechsel in der Staffel bei der WM in Moskau von Ronald Rauhe auf den Hammer Jonas Ems.

MOSKAU - Was für eine Kanu-Weltmeisterschaft in Moskau. Mit „Licht, aber auch viel Schatten“, wie es Thomas Konietzko, Präsident des Deutschen Kanu-Verband, formulierte. „Unsere Erwartungen waren andere. Mit wenigen Ausnahmen haben alles in allem die Enttäuschungen überwogen“, so Konietzko nach den entscheidenden Finals.

Analysen sind nun von Verbandsseite angesagt, warum die Ergebnisse hinter den eigenen Erwartungen lagen. Wie berichtet hatte der Hammer Jonas Ems im Einerkajak über 200 m das A-Finale verpasst. Im C-Endlauf belegte er dann den vierten Platz. Nicht das Ergebnis, das er sich erhofft hatte. Aber es wurde in Moskau deutlich, dass die Weltspitze weiter zusammen gerückt ist, gerade auch im Sprint. Da entscheiden Bruchteile von Sekunden gleich über mehrere Platzierungen. Die Aufgabe für Jonas Ems und seinen Trainer Arndt Hanisch wird nun sein, den derzeit zu großen Abstand zur Weltspitze zu verkürzen.

Zum Abschluss stand für Jonas Ems die 4 x 200m-Staffel mit Ronald Rauhe (Potsdam) und Tom Liebscher (Dresden), die Vizeweltmeister im 200m-Zweier wurden, sowie mit Martin Schubert (Friedrichshafen) an, der ansonsten in Moskau im 1 000m-Viererkajak an den Start gegangen war und mit dem Flaggschiff auch das Finale verpasst hatte. In der Staffel nun konnte das Quartett das Finale erreichen. Am Ende kam das Team dann als Fünfter in dem hochkarätig besetzten Sprinterfeld ein. Nicht das vielleicht erhoffte Traumergebnis, aber ein durchaus versöhnlicher Abschluss der WM in Moskau.

„Das war nicht meine WM. Aber es war auch das, was momentan meine Leistung ist. Darauf gilt es aufzubauen und die nächste Saison anzugehen. Speziell mit der Staffel bin ich eigentlich zufrieden, auch wenn es mit einer Medaille nicht geklappt hat. Aber wir haben uns gut verkauft“, ließ Ems die WM Revue passieren. Noch ist die Saison für Jonas Ems nicht beendet. Schon übernächste Woche geht es nach Hamburg zu den Deutschen Meisterschaften. Für alle einerseits nicht ganz einfach, sich nach dem internationalen Höhepunkt noch einmal zu motivieren, andererseits aber auch ein Spaß, mit den Vereinspartner gemeinsam an den Start zu gehen. - ufr

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare