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Die Hammer SpVg präsentiert ihren neuen Trainer und zwei weitere Zugänge

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Von: Patrick Droste

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Heiko Hofmann ist der neue Trainer der Hammer SpVg. 
Heiko Hofmann ist der neue Trainer der Hammer SpVg.  © Zöllner, Frank

Einen Tag nach dem letzten Saisonspiel bei Westfalia Herne und dem endgültig feststehenden Abstieg in die Fußball-Westfalenliga hat die Hammer SpVg mit Heiko Hofmann ihren neuen Trainer für die kommende Saison vorgestellt.

Hamm – Heiko Hofmann fiebert seinem ersten Arbeitstag bereits jetzt schon voller Ungeduld entgegen. „Ich habe eine Riesenlust darauf und freue mich, ein Teil der Mannschaft zu sein. Denn die HSV ist für mich immer noch der größte Verein der Stadt Hamm, weil er ein Traditionsklub ist“, sagt Hofmann, der Anfang Mai beim Landesligisten SV Hilbeck entlassen worden war und nun mit der Hammer SpVg in der Westfalenliga einen Neuanfang starten will.

Holger Wortmann, der Sportliche Leiter der Hammer SpVg, zeigte sich erleichtert, dass er die von ihm als „Königspersonalie“ bezeichnete Verpflichtung eines neuen Trainers in Zusammenarbeit mit Abteilungsleiter Dirk Blumenkemper noch vor dem offiziellen Saisonende am kommenden Wochenende klären konnte. „Es wurden mit einigen Kandidaten wirklich gute Gespräche geführt. Heiko hat uns mit seiner mitreißenden Art schnell überzeugt. Das Anforderungsprofil war klar: Wir wollen einen Trainer für diesen Verein, der das nicht als Job sieht, der die Hammer Spielvereinigung lebt, sich einbringt und der gerne mit jungen Talenten arbeitet und sie entwickelt. Der darüber hinaus auch eine sehr motivierende Ansprache hat“, betont Wortmann. „Das hat Heiko sowohl als Co-Trainer in Lippstadt, als auch als Cheftrainer beim SV Hilbeck bewiesen.“

Hofmanns Vertrag läuft zwei Jahre

Der 47 Jahre alte Hofmann wohnt in Unna, ist in der Immobilienbranche tätig und war bis Anfang Mai fast drei Jahre lang beim SV Hilbeck tätig gewesen, ehe sich der Landesligist von ihm getrennt hatte. Zuvor hatte der Inhaber der A-Lizenz unter anderem zweieinhalb Jahre als Co-Trainer unter Chefcoach Daniel Berlinski beim SV Lippstadt 08 gearbeitet und will nun im Hammer Osten in den kommenden zwei Jahren, denn so lange läuft sein Vertrag, seinen Teil dazu beitragen, dass die HSV nach dem Abstieg in die Westfalenliga schnell wieder auf die Füße kommt und in der neuen Umgebung eine erfolgreiche Rollen spielen kann. „Ich denke, dass bei der HSV zuletzt gut gearbeitet worden ist, auch wenn am Ende der Abstieg steht. Ich sehe das jetzt als Chance für mich, aber auch für den den Verein, um sich zu positionieren und um wieder nach oben gucken zu können“, betont Hofmann.

Er war am Sonntag sogar nach Herne gereist und hatte sich beim 2:1-Sieg der Hammer ein erstes Bild von seiner neuen Mannschaft gemacht. „Da hat man gesehen, dass da schon gute Qualität im Team drin steckt. Die Jungs hätten ja durchaus zwei oder drei Tore mehr schießen können“, sagt der Nachfolger des Anfang Mai entlassenen Steven Degelmann. „Es ist natürlich schade, dass der eine oder andere aus der Truppe geht. Aber wir müssen dann zusehen, dass wir die neuen Leute schnell integriert bekommen.“

Wortmann: „Wir werden nicht hinausposaunen, dass wir sofort wieder hoch wollen“

Daher will er bereits in dieser Woche das Gespräch mit seinen neuen Schützlingen suchen, die Akteure kennen lernen und sich auch bei einigen noch ausstehenden Personalentscheidungen einbringen: „Holger hat da schon viel vorgearbeitet. Aber wir wollen uns möglichst zeitnah zusammensetzen.“

Wortmann kennt Hofmann schon seit vielen Jahren, hatte sich aber auch noch einmal beim Hilbecker Urgestein Dieter Bethlehem über den Coach und die Gründe für dessen Demission beim Landesligisten erkundigt – und dabei nur Gutes über den Trainer in Erfahrung bringen können. „Heiko ist sehr aktiv und extrem agil an der Linie. Er ist fast besessen und wird viel Leidenschaft bei uns reinbringen“, sagt der Sportliche Leiter der HSV, der sich in Sachen Ziele für die kommende Spielzeit derzeit noch zurückhält. „Wir werden jetzt nicht hinausposaunen, dass wir sofort wieder hoch wollen. Wir wollen uns weiter konsolidieren und mit unserer jungen Mannschaft attraktiven Offensivfußball spielen, mit dem sich unsere Zuschauer identifizieren können. Und ich denke, dafür haben wir mit Heiko Hofmann genau den richtigen Trainer verpflichtet.“

Zwei weitere Neuzugänge

Neben einem neuen Trainer hat die Hammer SpVg am Montag auch zwei weitere Neuzugänge präsentiert. So werden aus der Westfalenliga die beiden Offensivspieler Justin Miezsczak (21 Jahre) vom SV Sodingen und Thala Temur (23) vom SC Wacker Obercastrop zum Oberliga-Absteiger wechseln. „Miezsczak ist ein Offensivallrounder, der sowohl in der Spitze als auch auf beiden Flügeln Akzente setzen kann. Temur wohnt in Hamm und fühlt sich im Angriffszentrum und auch als hängende Spitze wohl. Beide Jungs werden uns guttun. Sie sind schnell, trickreich und wissen, wo das Tor steht“, sagt Holger Wortmann, der Sportliche Leiter der HSV. Zuvor hatte die HSV Jannis Ritter (TuS Wiescherhöfen), Mohamed Lamine Kouruma (Westfalia Soest), Davin Wöstmann (SV Neubeckum), Thorben Beckmann (SC Sönnern) und Giuliano Nieddu (SVE Heessen) als externe Zugänge vorgestellt. Aus dem aktuellen Kader haben nun auch Tim Breuer und Patrick Nemec zugesagt, weiter für die HSV aufzulaufen. Den Verein verlassen werden neben Vincent Ocansey (FC Gütersloh), Tim Oberwahrenbrock (ASC 09 Dortmund), Marcel Todte (Union Minden), Andrei Lorengel (SVF Herringen) und Frederik Falk (SV Herbern) auch Emre Cakir und Halil Dogan (Ziel unbekannt).

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