Eine Partie der besonderen Art für Lohauserholz in Ahlen

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Michael Scheffler

HAMM - Selbst für einen erfahrenen Trainer wie Michael Scheffler war der 5:4-Auswärtssieg bei Vorwärts Ahlen ein Spiel, „an das man sich noch in Jahren erinnern wird“, so der Coach des TuS Germania Lohauserholz: „Ich muss lange zurückdenken, wann ich so eine Partie schon einmal erlebt habe." Dass seitdem ein Vierteljahrhundert verging, unterstreicht, was für eine Partie sich am Sonntag in Ahlen ereignet hatte.

Das Spiel, das Scheffler meint fand 1989 oder 1990 statt: "Ich glaube, das war 1989 oder 1990 im Spiel Wiescherhöfen II gegen VfL Mark II. Wir führten lange Zeit mit 4:0, am Ende stand es 4:4.“

Zwei Elfmeter und eine Rote Karte musste der TuS an diesem Tag verarbeiten. „Bis zum zweiten Elfer haben wir das Spiel klar kontrolliert und super kombiniert. Durch die Rote Karte kamen wir dann aus dem Rhythmus“, erklärt Scheffler. Zuvor dachte wohl jeder der Anwesenden, dass dieses Spiel bereits nach 24 Minuten entschieden war. Zu diesem Zeitpunkt führten die Hölzkener mit 4:1. „Ich habe mich nach der hohen Führung mit meinem kranken Spieler Irfan Uzunglis am Seitenrand unterhalten, der war sich schon sehr siegessicher“, erzählt Scheffler, „aber so ist es manchmal im Fußball.“ Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie und Ahlen kam zum 4:4 Ausgleich. Doch das Scheffler-Team zeigte Moral und setzte sich kurz vor Schluss doch noch durch und feierte so einen vielumjubelten Auswärtssieg.

„Wir hatten das glückliche Ende auf unserer Seite“, freut sich der Coach: „Bei dieser Begegnung war alles dabei, was den Fußball ausmacht. Aber, wenn du eine Partie wie diese verlierst, dann ist die Moral im Keller. So ist es eine coole Sache.“ Jeden Sonntag müsse er so eine Dramatik nicht haben, so Scheffler. „Das ein oder andere graue Haar kam seit dem Wochenende bestimmt dazu. Durch diese Partie bin ich gefühlte fünf Jahre gealtert“, lacht der TuS-Coach.

Und auch sonst gibt es für den Trainer derzeit viel Grund zur Freude: Kam der TuS zu Beginn der Saison nur schwer aus den Startlöchern, zeigt die Formkurve nun deutlich nach oben. In den vergangenen sieben Partien verlor die Scheffler-Elf nur gegen Lippstadt II und befindet sich nun mit 20 Punkten aus 14 Partien im gesicherten Mittelfeld der Bezirksliga – mit Tendenz nach oben. - gru

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