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Eine Führung reicht: ASV setzt sich mit 30:29 gegen den HSC Coburg durch

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Von: Rainer Gudra

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Am Ende feierte der ASV nach einem packenden 30:29 gegen Coburg.
Am Ende feierte der ASV nach einem packenden 30:29 gegen Coburg. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Der ASV Hamm-Westfalen hat am Freitag in der 2. Handball-Bundesliga auch das zweite seiner vier Spiele binnen elf Tagen gewonnen.

Hamm – 1207 Zuschauer peitschen die Mannschaft von Michael Lerscht in der Schlussphase des Spiels gegen den HSC 2000 Coburg zum Sieg. Dani Baijens traf vier Sekunden vor dem Ende zum 30:29-Erfolg (14:17), nachdem die Mannschaft von Michael Lerscht im gesamten Spiel nicht einmal in Führung lag.

Der ASV begann mit Matej Mikita für den verletzten Abwehrchef Markus Fuchs im Innenblock neben Jan Brosch. Doch weder dieses Duo noch die Paarungen Brosch/Meschke oder Mikita/Meschke wirkten im Verlauf der ersten Halbzeit stabil. Immer wieder stießen die Coburger nach schnellem Spiel im Rückraum zwischen oder neben ihnen an den Kreis. Zudem erwischte Felix Storbeck zwischen den Pfosten nicht seinen besten Tag, kassierte nach zwei starken Paraden genauso zwei Schüsse durch die Hosenträger – Vladimir Bosic löste ihn ab. So liefen die am Angriff oft ideenlosen Gastgeber fast der gesamten ersten Halbzeit einem Rückstand hinterher.

Ausgleich zum 7:7 und 11:11

Lediglich zweimal gelang der Ausgleich – zum 7:7 durch Marian Orlowski und zum 11:11 durch Dani Baijens (23.). Coburg setzte sich zwischenzeitlich auf drei Tore ab und behielt diesen Vorsprung auch bis zur Pausensirene – wenn auch mit etwas Glück, denn nach der Auszeit von Trainer Michael Lerscht 16 Sekunden vor dem Ende traf Mikita nur die Unterkante der Latte und vergab so das 15:16, während auf der Gegenseite Milos Grozdanic noch zum 14:17 einnetzte.

Fehlstart in die zweite Halbzeit

Schreckmoment nach 30 Sekunden in der zweiten Halbzeit: Baijens traf Torhüter Jan Kulhanek im Gesicht, Jan Jochens kam für ihn, parierte den ersten Wurf von Jan von Boenigk. Im Gegenzug gab‘s Siebenmeter, Grozdanic traf zum 14:18. Und es wurde zunächst nicht besser. Zwar verkürzten Baijens und Brosch auf 16:18, doch nach einem Siebenmeter von Gorzdanic und zwei kapitalen Fehlpässen von Orlowski, die Andreas Schröder und Florian Billek zu Gegenstößen nutzten, hieß es 16:21 (37.). Zeit für Michael Lerscht, die Auszeit zu nehmen.

Auch wenn Vladmir Bozic anschließend drei bärstenstarke Paraden gegen Florian Billek auspackte und Jan von Boenigk zwei Bälle zum 18:21 versenkte, hielten die Coburger ihre Führung. 19:23 hieß es durch Justin Kurch in der 43. Minute. Doch der ASV kämpfte und verkürzte durch von Boenigk, Meschke und eine Energieleistung von Baijens auf 22:24. Trotz Zeitstrafe für Fabian Huesmann verkürzten die Gastgeber au 23:24 per Siebenmeter von Tim Wieling nach Foul an Brosch (50.).

Baijens macht alles klar

Vladmir Bozic gewann in der Folge wieder sein Privatduell mit Billek, parierte einen Gegenstoß, doch der direkte Anschluss mochte noch nicht gelingen, auch weil Wieling von Rechtsaußen seinen Meister fand und auf der Gegenseite Jakob Knauer in Zeitnot zum 24:27 traf (55.). Als Jan Brosch beim Stand von 25:28 zu heftig gegen Tumi Steinn Runarsson zupackte, sah er - wie schon am Dienstag gegen Rostock – die Rote Karte. Aber: Wieling sorgte in Unterzahl für den Anschluss. Coburg konterte zwar mit dem 29. Tor, doch aus den mindestens zwei Toren, die vom ASV in drei Minuten gefordert waren, wurden drei: Baijens traf zum 28:29 und 29:29 – und dann auch nach nach einem Ballverlust der Coburger, die den letzten Angriff hatten und das Unentschieden eigentlich sicher, noch zum Sieg.

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