Tischtennis

Ein Japaner komplettiert das Team des TTC GW Bad Hamm

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Spielt künftig am oberen Paarkreuz für Grünweiß: Gerrit Engemann.

Der TTC GW Bad Hamm hat seinen Kader für die kommende Saison in der 2. Bundesliga komplett. Der letzte Neuzugang kommt aus Japan, wird aber nicht immer zur Verfügung stehen.

Hamm – Der Trainingsbetrieb läuft erst langsam wieder an. Doch auch in der Zwangspause sind die Verantwortlichen des Tischtennis-Zweitligisten TTC GW Bad Hamm nicht untätig gewesen und haben einen weiteren Spieler verpflichtet. Der heißt Jo Yokotani, ist 19 Jahre alt und soll die Mannschaft zumindest sporadisch verstärken. „Jo steht uns in zwei unterschiedlichen Zeiträumen der Saison zur Verfügung“, erklärt der GW-Vorsitzende Martin Vatheuer. „Wir wissen im Moment noch nicht genau, wann das jeweils sein wird. Aber er wird ganz sicher auf einige Partien kommen.“

Der Japaner soll zudem als Backup dienen für den Fall, dass sich einer der anderen Akteure des Kaders verletzen sollte. „Wenn er da ist, sind wir außerdem sehr viel flexibler in der Aufstellung“, sagt Vatheuer. „Und wenn er so spielstark ist, wie wir glauben, ist er ein sehr guter Mann, der in der Saison nicht viel verlieren wird.“

Gemeldet werden soll Yokotani an Position drei des Kaders für die kommende Saison. „Wir wollten Florian Bluhm und Gerrit Engemann am oberen Paarkreuz auflaufen lassen“, erklärt der GW-Vorsitzende. „Das war mit den beiden auch so besprochen. Daher passt Jo genau in das Profil. Er hat zwar eigentlich einen besseren TTR-Wert als die beiden, das bewegt sich aber noch im Toleranzbereich, so dass wir ihn problemlos unten aufstellen können.“

Moderne, aggressive Spielweise

Zustande gekommen ist der Kontakt über eine Japanerin, die in der Geschäftsführung des Tischtennisausrüsters Butterfly arbeitet und noch weitere junge Spieler in die deutschen Ligen vermittelt hat. „Auch in die 2. Liga – und da meist wie bei uns als Back-up“, betont Vatheuer, der seinem Neuzugang eine moderne internationale Spielweise attestiert. „Jo ist Rechtshänder, bevorzugt eine aggressive Spielweise und spielt in der europäischen Shakehand-Position.“

Damit ist das GW-Team für die kommende Saison komplett. Neben Bluhm, Engemann und Yokotani werden noch der Belgier Laurens Devos, der im vergangenen Jahr bereits am oberen Paarkreuz der Grünweißen zu überzeugen wusste und nun nach unten rücken wird, sowie der 21-jährige Peka Pelz zum Kader gehören.

Damit sieht Vatheuer sein Team zwar gut aufgestellt, zu den Top-Favoriten auf den Aufstieg zählt er es aber nicht. „Die Konkurrenz hat noch einmal enorm aufgerüstet“, weiß der Fachmann. „Die heißesten Anwärter sind für mich der 1. FC Köln und TTC Jülich.“ Köln, das in der vergangenen Serie schon neben den Grünweißen ganz oben erwartet worden war, hat seinen Kader gehalten und zudem noch den englischen Nationalspieler Sam Walker oben drauf gesattelt, der zuletzt in der ersten französischen Liga, der Pro A, aktiv war und zudem schon Erfahrung in der TTBL gesammelt hat. Jülich ist ähnlich stark, hat zu dem Kader der Vorsaison noch den Bruder des Hammers Laurens Devos, Robin, verpflichtet, der zuletzt für Erstligist Grenzau aktiv war. „Robin ist oben in der 2. Liga auch ein Riese“, zollt Vatheuer dem Belgier Respekt. „Aus meiner Sicht sind das die beiden favorisierten Vereine. Danach gibt es relativ viele Teams, zu denen wir oder auch Berlin gehören, die die beiden gefährden können. Aber die Konstanz müsste für diese beiden Mannschaften sprechen.“

Dennoch sieht Vatheuer das eigene Team gut aufgestellt. „Wir müssen uns nicht verstecken, auch wenn wir ohne Pavel Platonov und Olav Kosolosky schon ein bisschen schwächer sind. Peka Pelz ist in diesem Jahr nicht wirklich einschätzbar, aber ich glaube, dass er gut einschlagen wird.“

Zudem gilt es als sicher, dass neben den Grünweißen zumindest noch Köln und Jülich aufsteigen wollen. „Das macht die Saison spannender als in den vergangenen Jahren, als keiner hoch wollte“, freut sich Vatheuer auf eine ausgeglichene Serie – soweit Corona es zulässt.

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