„Ein Eiertor“: HSV II unterliegt Stuckenbusch 0:1

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Schwerer Stand: Nur wenig Platz bot sich HSV-Kapitän Nils Kisker gegen gut organisierte Stuckenbuscher.

HAMM - Gleicher Ort, gleiche Mannschaften – gleiches Ergebnis. Mit 0:1 (0:0) unterlag Fußball-Landesligist Hammer SpVg II zum Saisonstart den Sportfreunden Stuckenbusch und erzielte damit exakt das selbe Ergebnis wie beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams in der Schlussphase der vergangenen Serie.

Einziger Unterschied: „Letztes Mal haben wir wesentlich besser gespielt und uns dabei viele Torchancen herausgearbeitet“, stellte HSV-Coach Ferhat Cerci ernüchtert fest. „Das war dieses Mal nicht so. Es war ein ausgeglichenes Spiel mit wenig Torchancen und es war klar, dass die Mannschaft, die den ersten Treffer macht, auch gewinnen würde.“ Mirko Eisen hatte das Tor des Tages in der 68. Spielminute erzielt. Glücklich, wie Cerci befand. „Ein Eiertor, ein abgefälschter Ball, und der fällt dem gegnerischen Spieler genau vor die Füße“, ärgerte sich der HSV-Trainer.

Ein glücklicher Moment, der den Hammern nicht vergönnt war. Denn Jonas Brockhinke hatte fünf Minuten vor dem Ende die große Chance, noch den Ausgleich zu erzielen. Doch nachdem Abdullah Sahin an der Strafraumgrenze gefoult worden war, setzte Brockhinke den Freistoß krachend an das Lattenkreuz. „Aber auch da haben wir schlecht agiert“, ärgerte sich Cerci. „Denn wir haben zwei Stürmer vorne drin gehabt, aber bei dem Abpraller in den Fünfmeterraum war keiner in der Nähe. Ich bin absolut nicht zufrieden mit der Offensive.“

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Mit viel Vorfreude und Hoffnung auf eine positive Saison war die HSV in die Partie gegangen. Doch was sie den rund 50 Zuschauern anzubieten hatte, war von Beginn an bemühte, aber magere Kost. Cerci hatte seinem Team – genau wie Gästetrainer Michael Pannenbecker – ein 4-2-3-1-System verordnet, in dem Sahin zunächst als einzige Spitze agierte. Doch beide Mannschaften mühten sich vergeblich, Möglichkeiten zu kreieren. So waren ein harmloser Kopfball von del Puerto Schillo (28.) für Stuckenbusch und eine Direktabnahme von Brockhinke aus 20 Metern eine Minute später auf das Tornetz die einzigen bemerkenswerten Szenen in Halbzeit eins.

Nach der Pause belebten vor allem die Gäste das Geschehen. Möglichkeiten für del Puerto Schillo (46.), dessen Schussversuch am Tor vorbei rollte, Michael Lackmann (54.), der aus einem Meter Entfernung den Ball nicht traf, Tobias Bockhoff (57.), der über das Tor köpfte, sowie Eisen (60.), der aus kurzer Distanz zu hoch zielte, sorgten dafür, dass der Führungstreffer absolut verdient war. Ein Sololauf von Sahin (77.) und der erwähnte Metalltreffer von Brockhinke blieben die einzigen nennenswerten Antworten der Hammer, die nun an sich „arbeiten müssen, damit wir es künftig besser machen“, sagte Cerci. - güna

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