Durchmarsch zur Titelverteidigung: Hilbeck gewinnt zum vierten Mal das Warsteiner Masters

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Zum vierten Mal gewann der SV Hilbeck das Warsteiner Masters, das in seinen ersten Jahren noch den Namen anderer Sponsoren trug. Mit den Schwarz-Gelben freute sich auch Werls Bürgermeister Michael Grossmann (ganz rechts).

Werl - Der SV Hilbeck hat seinen Titel beim Warsteiner Masters souverän verteidigt. Der Landesligist marschierte im Endrunden-Turnier in der Werler Dreifachhalle ohne Niederlage zum Turniersieg, setzte sich im Finale gegen Oberligist Westfalia Rhynern mit 3:1 durch. Dritter wurde der SV Lippstadt 08, auf Rang vier schafften es die Werler Preußen.

„Im letzten Jahr war hier und da vielleicht etwas Glück dabei. Aber diesmal darf man glaub ich sagen: Das war absolut verdient“, lobte Hilbecks Trainer Alf Dambrowsky sein Team und gab zu: „Ich bin positiv überrascht, wie klar wir das Ding gewonnen haben.“

In der Tat behielt der Landesligist im gesamten Turnierverlauf eine weiße Weste – 3:1 wurde schnell zum Standard-Ergebnis für die Hilbecker, die mit diesem Resultat den TuS Warstein, SuS Bad Westernkotten und Westfalia Rhynern in die Trostrunde verbannten. Richtig deutlich wurde es im vierten Hauptrunden-Spiel gegen den SV Lippstadt: Der Oberligist – am gleichen Tag erst aus einem Trainingslager zurückgekehrt – hatte den engagierten Hilbeckern nichts entgegen zu setzen und wurde mit 7:2 überrollt.

Auch das Finale schien zunächst eine klare Nummer für die Hilbecker zu sein. Der starke Andreas Neumann – später völlig zurecht zum Spieler des Turniers gekürt – traf bereits in der 1. Minute zur Führung, nur wenige Sekunden später bekam der SVH einen Neunmeter zugesprochen. Weil Dennis Krautwurst jedoch vergab, blieb die Partie offen und Hilbeck hatte Glück, dass ein Klärungsversuch von Eckert an die Latte ging und nicht ins eigene Tor. Zwar musste Hilbeck schließlich doch das 1:1 durch Rhynerns Tim Neumann hinnehmen, hatte im zweiten Durchgang jedoch mehr Reserven: Diers bediente Link, der zum 2:1 einschob. Einer der wenigen Fehler von Rhynerns Keeper Hahnemann (später zum besten Torwart des Turniers gewählt) führte schließlich zur Entscheidung: Ein Schuss von Schmidt rutschte ihm zum 3:1 durch die Beine.

Unzufrieden war aber auch Rhynerns Coach Rafa Krumpietz am Turnierende nicht: „Na klar wollten wir auch gewinnen, als wir es bis ins Finale geschafft haben. Aber da haben wir einige unglückliche Fehler gemacht, für die ich den Jungs aber keinen Vorwurf mache. Wir haben uns insgesamt sehr gut verkauft.“ Ganz ähnlich sah es Lippstadts Co-Trainer Christian Klotz: „Wir freuen uns über ein insgesamt gutes Turnier. Im Halbfinale haben wir gegen motivierte Hilbecker verdient verloren, da hat man die schweren Beine gemerkt.“

Tormaschine Stephan Gross

Mächtig stolz sein durfte A-Kreisligist Preußen TV Werl, der als A-Kreisligist in der Trostrunde lange Zeit durchhielt und erst kurz vor Ende bei einem 0:6 gegen Rhynern die Grenzen aufgezeigt bekam. Erfolgsgarant war dabei Stürmer und Co-Trainer Stephan Gross, der aus allen Lagen das Leder im Tor unterbrachte und folglich mit elf Treffern auch die Torjägerkrone abstaubte. Allein beim 5:3 gegen den TuS Warstein markierte der Goalgetter alle fünf Tore. „Stephan war heute überragend, aber auch alle anderen haben großes geleistet. Wir hatten eine sehr gute Mischung und außerdem noch fantastische Fans“, strahlte Werls Trainer Dominik Buschmann nach dem Abpfiff. Tatsächlich waren die Anhänger der Adlerträger – wie schon in der Vorrunde – die lautesten Fans und bekamen hierfür den entsprechenden Preis.

Auf den sechsten Rang kam der SV Westfalia Soest, der gemeinsam mit Kamen in der 7. Runde die Segel streichen musste. Nach einer Auftaktniederlage gegen Lippstadt fuhr das Team um Routinier Fabian Hendriks drei Siege in der Trostrunde ein, ehe eine knappe 1:2-Niederlage gegen Rhynern das Aus bedeutete.

Ein solides Abschneiden des TuS SG Oestinghausen, des TuS Warstein und auch des TuS Bremen komplettierten die gute Bilanz des Kreises Soest, der lange Zeit alle Mannschaften im Rennen hatte. Etwas enttäuschend verlief die Endrunde hingegen für RW Mastholte. Die Ostwestfalen hatten es wie noch kein Verein zuvor mit zwei Mannschaften in die Endrunde geschafft, welche jedoch beide ziemlich zügig die Segel streichen mussten.

Positiv war auch die Fairness-Bilanz des Turniers: Lediglich drei Rote Karten musste das Schiedsrichter-Quartett aussprechen, auch die Zeitstrafen hielten sich im Rahmen: „Die neuen Regeln nehmen viel an Härte raus“, zog Referee Christopher Schüttler eine rundum positive Bilanz.

Stimmen

Alf Dambrowsky (Trainer SV Hilbeck):

„Wir haben in der Vor- und Endrunde kein einziges Spiel verloren, da darf wohl von einem verdienten Sieg sprechen. Der Ball kommt uns entgegen, außerdem konnten wir unser schnelles Spiel in die Spitze gut umsetzen, haben bei einem Rückstand nie die Ruhe verloren.“

Rafa Krumpietz (Trainer Westfalia Rhynern):

„Die Jungs hatten eine anstrengende Vorbereitung hinter sich, hatten heute lange Wartezeiten zu verkraften. Dafür haben wir uns sehr gut verkauft, sind froh über den zweiten Platz.“

Dominik Buschmann (Trainer Preußen TV Werl):

„Dass wir uns nach dem schlechten Start so durch die Trostrunde durchwühlen, war sensationell. Wir haben zusammen mit den Fans einiges für eine positive Außenwirkung des Vereins getan, können richtig stolz sein.“

Fabian Hendriks (SV Westfalia Soest):

„Wir sind zwar schlecht reingekommen, wurden von Lippstadt für die Fehler sofort bestraft. Danach haben wir aber bewiesen, dass wir ein Team sind. Gegen Rhynern hat uns etwas das Glück gefehlt, insgesamt haben wir aber bislang eine Bomben-Hallensaison gespielt.“

Christoph Escherhaus (Spielertrainer TuS SG Oestinghausen):

„Das war heute ein guter Auftritt von uns. Um noch weiter zu kommen, hätten wir wohl einen perfekten Tag gebraucht. Wir hatten ein paar Fehler zuviel in der Defensive drin, da hat jeder sich mal einen geleistet.“

Willi Knickenberg (TuS Warstein):

„Wir sind vorher noch nie so weit gekommen, normalerweise reisen wir nur für zwei Spiele zur Endrunde. Im Spiel gegen Werl haben wir deren Stürmer dann leider nicht so kontrolliert, wie wir es uns vorgenommen hatten. Insgesamt können wir aber sehr zufrieden sein.“

Jörg Ladkau (Trainer TuS Bremen):

„Für uns war die Teilnahme an der Endrunde ja nur ein Bonus. Deshalb bin ich auch nicht enttäuscht, auch wenn die Niederlage gegen Warstein mit dem Tor in der letzten Sekunde natürlich ziemlich unglücklich war. Insgesamt war das eine geile Veranstaltung von unserer Truppe.“

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