Fußball

Wohl keine Tickets im freiem Verkauf für das Oberliga-Derby am Donnerstag

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Nur spärlich wird die Tribüne am Donnerstag besetzt sein, wenn die HSV den SV Westfalia Rhynern zum Derby empfängt.

Das Duell in der Fußball-Oberliga zwischen der Hammer SpVg und Westfalia Rhynern kann am Donnerstag vor nur 150 Zuschauen stattfinden. Eine Verlegung lässt die Spielordnung nicht zu.

Hamm – Außergewöhnliche Situationen erfordern manchmal außergewöhnliche Maßnahmen. Daher hat Dirk Blumenkemper in den vergangenen Tagen einen Brief an Reinhold Spohn, den Staffelleiter der Fußball-Oberliga, verfasst und um eine Verlegung des Derbys zwischen der Hammer SpVg und dem SV Westfalia Rhynern am kommenden Donnerstag (19 Uhr) gebeten. Der Grund: Aufgrund des hohen RKI-Wertes in Hamm darf die Begegnung nicht vor 1000, sondern lediglich vor 150 Zuschauern stattfinden. „Wir haben in dem Schreiben unsere Bedenken in sportlicher und finanzieller Hinsicht zum Ausdruck gebracht. Aber leider gibt es in der Spielordnung klare Regeln“, sagt der Abteilungsleiter und Vize-Präsident der HSV. „Nach vorne verlegen ist kein Problem, nach hinten ist aber ausgeschlossen. Das hat uns Herr Spohn in charmanter Weise mitgeteilt.“

Nach Aussage von Blumenkemper wäre auch der SV Westfalia mit einer Verschiebung der Partie einverstanden gewesen, die Statuten lassen dies allerdings nicht zu. „Das ist sehr schade und bedauerlich, aber auch nachvollziehbar. Sonst kommt irgendwann jeder mit Wünschen, die außerhalb der Spielordnung liegen. Wir können spielen. Also müssen wir auch spielen.“

Dennoch ist es sehr bitter, dass das Prestigeduell, das in den vergangenen Jahren immer weit über 1000 Zuschauer angelockt hat, dieses Mal vor so einer kleinen Kulisse stattfinden muss. Zum einen fehlt damit der würdige Rahmen, zum anderen reißt es auch ein kräftiges Loch in die Kasse der Hammer SpVg. Selbst beim Halbfinale im Kreispokal Ende August hatten sich rund 500 Interessenten gemeldet, damals durften immerhin noch 300 Fans eingelassen werden. „Das ist eine ganz einfache Rechnung. Bei unserem derzeitigen Einheitspreis von sieben Euro für Steh- oder Sitzplatz hätten wir bei 1000 Zuschauern eine ganz andere Einnahme als jetzt bei 150 Besuchern“, erklärt Blumenkemper. Hinzu kommen noch die Verluste bei den Pächtern der Getränke- und Würstchenbuden.

Die Höchstgrenze von 150 Zuschauern hat zudem zur Folge, dass es wohl auch keine Karten mehr im freien Verkauf oder an der Tageskasse geben wird. „Durch die Kontingente für Sponsoren, für Westfalia Rhynern, für die Mitarbeiter des Fußballkreises und des Verbandes sowie aufgrund unserer verkauften Dauerkarten bleibt nicht mehr viel übrig. Wenn da noch etwas zurückkommt, gibt es eventuell noch Tickets an der Tageskasse. Aber ich fürchte eher nicht“, so Blumenkemper: „Das Derby ist quasi ausverkauft, zu 95 Prozent wird es keine Tageskasse am Donnerstag mehr geben.“

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