Rhynern reist zum Spitzenspiel nach Erndtebrück

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Dustin Wurst ist am Sonntag gesperrt.

HAMM - Der Dritte gegen den Zweiten. Es ist das Verfolgerduell. Mehr noch: das Spitzenspiel der Fußball-Oberliga. „Es gibt schlimmere Momentaufnahmen“, sagt Björn Mehnert, Trainer des SV Westfalia Rhynern, lächelnd.

Schließlich hat sich sein Team durch einen beeindruckenden Start in die überraschende Ausgangsposition manövriert. Das Top-Duell beim ebenfalls mit 19 Zählern, aber dem schlechteren Torverhältnis ausgestatteten TuS Erndtebrück am Sonntag (15 Uhr, Pulverwaldkampfbahn) ist der Lohn der konzentrierten Darbietungen in den vergangenen Wochen. „Die Jungs arbeiten gut, sie investieren sehr viel, betreiben in den Spielen einen immens hohen Aufwand“, sagt Mehnert. „Das müssen sie allerdings auch, weil es sonst nicht reichen würde.“

Erst recht nicht in Erndtebrück. Auch wenn der traditionell heimstarke TuS in dieser Saison bereits eine Niederlage vor eigenem Publikum kassiert hat – das 1:2 gegen den ASC Dortmund taugt nicht als Maßstab, denn: „Auch da war Erndtebrück klar überlegen“, erklärt Mehnert, der sehr genau weiß, dass auf die Westfalia „ein dickes Brett“ wartet. Die Erndtebrücker Offensive um Markus Waldrich, der sechs Treffer und damit drei weniger als Rhynerns Philipp Hanke erzielt hat, ist stets gefährlich. Die punktuellen Verstärkungen im Sommer haben das Team aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein zum Mitfavoriten im Meisterschaftsrennen gemacht. „Das wird eine schwere Aufgabe. Aber es gibt im Moment auch leichtere Aufgaben, als gegen Westfalia Rhynern spielen zu müssen“, demonstriert Mehnert vor dem Duell am Sonntag Selbstvertrauen. Das ist angebracht, schließlich hat sein Team erst ein Mal in der Fremde verloren, auswärts bereits neun Zähler gesammelt. Mindestens Nummer zehn soll dazu kommen, im Vorjahr traten die Rhyneraner mit einem torlosen Remis im Gepäck die anderthalbstündige Rückreise an. Um etwas Zählbares mitzubringen, werden die Gäste ihre taktische Marschroute zwar nicht verlassen. Doch Mehnert will eindringlich die Sinne seiner Schützlinge schärfen. „Wir werden auch da wieder versuchen, unser Spiel zu machen. Aber das ein oder andere müssen wir vorher ansprechen, dafür ist der Gegner auf gewissen Positionen einfach zu stark“, so Mehnert.

Dass TuS-Trainer Florian Schnorrenberg auf die gesperrten Fatih Tuyvuz und Narciso Jorge Lubaca verzichten muss und der Einsatz von Innenverteidiger Sebastian Wasem (Platzwunde am Kopf) fraglich ist, verschafft den Rhyneranern keinen Vorteil. In Kapitän Dustin Wurst (Gelbsperre) fehlt ein Stabilisator, Jan Apolinarski (Kapseldehnung im Sprunggelenk) fällt ebenfalls aus. Thorben Menne ist nach seiner anderthalbwöchigen Studienreise noch kein Kandidat für die Startelf, David Schmidt (Rückenprobleme) dürfte indes rechtzeitig fit sein. „Wir gehen“, sagt Mehnert mit Blick auf die Ausfälle auf beiden Seiten, „mit gleichen Waffen in das Gefecht. Jetzt gucken wir mal, welche besser stechen.“ - fh

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