SSV-Volleyballer gehen ohne Hypothek in die Saison

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Die SSV-Volleyballer um Magnus Schroer gehen das Abenteuer Regionalliga zuversichtlich an.

Hamm - Große Erleichterung bei den Volleyballern des SSV Hamm. Der Regionalliga-Aufsteiger muss nun doch nicht mit drei Minuspunkten in die neue Spielzeit gehen.

Lange hatte es nämlich danach ausgesehen, als würde der SSV keinen geeigneten Unparteiischen finden, doch Spielertrainer Magnus Schroer gibt Entwarnung: „Ein alter Bekannter von mir wird diese Aufgabe übernehmen.“ Andernfalls wäre die Mannschaft mit einer Hypothek von drei Zählern Rückstand in die Saison gestartet (der WA berichtete). Dementsprechend glücklich ist Schroer, doch noch einen Referee gefunden zu haben: „Das war besonders wichtig, um auf Augenhöhe zu starten und nicht schon am Anfang einen Meter hinter der Konkurrenz zu sein.“

Die neuen Bälle bereiteten der Mannschaft in der Eingewöhnungsphase zunächst Probleme, denn im Gegensatz zum letztjährigen Spielgerät sind sie deutlich rutschiger. „Da ist uns das eine oder andere Mal ein Ball durch die Finger geflutscht“, gibt Schroer zu. Mittlerweile hat sich das Team allerdings an die neuen Bedingungen gewöhnt. Deshalb blickt Schroer dem Abenteuer Regionalliga optimistisch entgegen: „Wir stehen in den Startlöchern.“

Die dreieinhalb Wochen Vorbereitung verliefen bisher zufriedenstellend. In den Sommerferien hatten einige Akteure auf Sand gespielt und sich dadurch fit gehalten. Danach begann eine arbeitsreiche Zeit. Die war aber auch nötig und entspricht Schroers eigenem Anspruch. Schließlich ist seit 25 Jahren das erste Mal, dass wieder eine Hammer Mannschaft in der Regionalliga startet. Da möchte sich das Team nur zu gerne von der besten Seite zeigen und sportlich eine gute Rolle spielen. Nun geht es in die heiße Phase. Denn beim „Herforder Cup“ in Bielefeld am Samstag trifft die Truppe auf direkte Konkurrenten aus der Liga.

„Das wird ein erster Härtetest“, ist sich Schroer sicher. Danach folgen drei weitere Vorbereitungs-Begegnungen gegen Blau-Weiß Aasee (25. August) und den SV Wipperfürth (29./30. August), bevor die reguläre Spielzeit am 5. September beginnt.

In den ersten vier Heimpartien ist der Aufsteiger fast schon dazu gezwungen zu punkten. Denn dann geht es gegen den Post SV Bielefeld, den VC Minden, den Moerser SC und den VBC Paderborn und damit direkt gegen Mannschaften, die ähnlich stark einzuschätzen sind wie die Hammer. Dabei sind die Begegnungen gegen Moers und Paderborn „echte Kracher“, sagt Schroer voller Vorfreude und bemüht den Vergleich zum Fußball: „Das wäre so, als wenn Preußen Münster in Hamm antreten würde.“

Weil die Gegner zu Beginn noch nicht eingespielt seien, erhofft sich der Coach mit Blick auf seine eigene Truppe, in der die sechs Stammspieler schon seit Jahren zusammen sind, am Start direkt ein Punktepolster aufzubauen. Das hat der Aufsteiger auch nötig, denn die ersten vier Auswärtsbegegnungen bezeichnet der Coach als „Trainingspartien. Da haben wir keine Chance gegen die jeweiligen Gegner.“ Dass die Mannschaft pro Spieltag jeweils rund 100 Kilometer mehr zu den jeweiligen Gegnern anreisen muss, sieht der Coach nicht als Problem: „Das hat die Truppe immer schon eigenständig geregelt.“

Als Saisonziel gibt der Aufsteiger vor, „eine geordnete Saison mit der Chance auf den Klassenerhalt zu spielen“, so Schroer. Dabei ist ihm besonders wichtig, sportlich auf Augenhöhe mitzumischen und nicht früh die Segel streichen zu müssen. Zumindest die organisatorischen Rahmenbedingungen sind dafür schon jetzt geschaffen. - csp

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