SKG Herringen peilt in Remscheid das Pokalfinale an

[Foto: Reiner Mroß] Hamm SK Germania Herringen - Bison Calenberg Kevin Karschau Milan Brandt rechts

Hamm - Der Stachel der Enttäuschung sitzt auch nach fast einem Jahr noch tief bei den Spielern des SK Germania Herringen. Im Finale um den deutschen Rollhockey-Pokal hatten sie bereits eine Hand an der Trophäe, ehe ihnen die IGR Remscheid den sicher geglaubten Titel noch entriss. Am Samstag (15.30 Uhr) kommt es nun in Remscheid zur Neuauflage des Pokalduells – im Halbfinale des Wettbewerbs. „Die Finalniederlage schmerzt noch sehr“, gibt der SKG-Vorsitzende Michael Brandt zu und verspricht: „Dieses Mal wollen wir aber unbedingt zum dritten Mal den Pokal gewinnen.“

Damit das gelingen kann, haben die Germanen nichts unversucht gelassen und sich für die entscheidende Saisonphase in Pokal und Meisterschaft noch einmal deutlich verstärkt. Mit Toptorjäger Milan Brandt wurde ein Herringer Urgestein aus Calenberg zurückgeholt (siehe Text unten) – und auch für den Nationalspieler schließt sich damit der Kreis. Denn 2009 absolvierte der 24-Jährige sein bisher letztes Spiel für die Germanen – eine unglückliche Niederlage gegen Iserlohn stand am Ende auf dem Papier. „Jetzt startet er wieder mit einem Pokalspiel, und er hat den Ehrgeiz, alles reinzuwerfen, um ins Finale einzuziehen“, versichert Michael Brandt. „Und mit Kevin Karschau und Milan haben wir jetzt die beiden erfolgreichsten Torschützen der Liga in unseren Reihen. Unser Trainer Christian Zarod hat jetzt noch mehr Möglichkeiten, kann variabler spielen lassen.“

Dass die Herringer dennoch nicht mit voller Besetzung nach Remscheid fahren können, liegt daran, dass mit Marcel Stork und Justin Klein kurzfristig zwei Akteure ausfallen werden, die sich gerade erst nach überstandenen Bänderdehnungen zurück in den Kader gekämpft hatten. Stork bekam im Training unglücklich einen Schläger ins Gesicht und musste genäht werden, Klein knickte erneut um.

Daran, dass der aktuelle Tabellendritte aus Remscheid für die Herringer nur eine Durchgangsstation zum dritten Pokalsieg nach 2007 und 2013 werden soll, lässt Michael Brande dennoch keinen Zweifel. „Die Mannschaft hat gut trainiert und das spielfreie Wochenende genutzt, um sich optimal vorzubereiten“, sagt der Vorsitzende. „Aber wir wissen auch, dass Remscheid eine sehr starke Mannschaft ist, die zu keinem Zeitpunkt aufgibt.“ Was sie im vorjährigen Finale nach dem 3:3-Unentschieden um Hinspiel in der Glückauf-Halle eindrucksvoll bewiesen hat, als sie einen 0:3-Pausenrückstand nach dem Wechsel in einen 6:3-Erfolg drehte und den Herringern damit die zweite Finalniederlage in Folge zufügte. „Entscheidend wird Nationalspieler Yannick Peinke sein – auf den müssen wir achten“, so Michael Brandt.

Der SK Germania setzt zum Pokalspiel einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 14 Uhr an der Glückauf-Halle. Anmeldungen sind über die Homepage des Vereins rollhockeyverein-hamm.de oder telefonisch bei Michael Brandt unter 0163-3036832 möglich.

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