Drittes Heimspiel in Folge: ASV erwartet den TuS Ferndorf

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Hofft auf einen Sieg: ASV-Akteur Lukas Blohme.

Hamm -  Nein, in eigener Halle zu spielen, ist für die Akteure des ASV Handball-Hamm derzeit bei weitem kein Selbstläufer. Ganze drei Punkte sammelte das Team im bisherigen Saisonverlauf vor eigenem Publikum – und ist damit zweitschlechteste Heimmannschaft in der 2. Handball-Bundesliga.

Am Freitag geht es in der Westpress-Arena gegen Aufsteiger TuS Ferndorf (19.15 Uhr), und Trainer Niels Pfannenschmidt wünscht sich vor allem eines: zwei Punkte.

„Das Gehirn muss auf Sieg programmiert sein“, macht der Coach eine klare Ansage an die Mannschaft. „Gegen Ferndorf müssen wir einfach mal wieder einen raushauen.“ Und dabei die Heimatmosphäre genießen. Denn auch wenn es bisher vor eigenem Anhang nur gegen den Liga-Zweiten HC Erlangen mit dem Erfolg geklappt hat, ist sich Pfannenschmidt sicher, dass das Team keine Heim-Phobie entwickelt. „Da will ich jetzt auch nichts herbei beschwören“, sagt er. „Auch wenn es Fakt ist, dass die Mannschaft zurzeit auswärts besser und vor allem befreiter aufspielt. Aber wir können ja auch nicht vor jedem Heimspiel einen Bus mieten und vorher einmal um den Block fahren. Wichtiger ist, dass wir zuhause einfach mal wieder eine überzeugende Leistung zeigen – dann kommt der Rest von selbst.“

Dass der TuS Ferndorf für dieses Vorhaben eine unangenehme Aufgabe sein wird, weiß der Hammer Coach. „Aber in unserer Situation wäre das doch jetzt jeder Gegner“, macht er sich darüber, wie der Gast heißt, nur wenig Gedanken. „Was wir brauchen, ist ein berauschendes Spiel, sind ein Odrej Zdrahala und ein Stefan Just in Topform – gerade die älteren Spieler sind jetzt gefragt und müssen miteinander harmonieren.“ Und Verantwortung auf der Platte übernehmen. Daher nimmt Pfannenschmidt auch Kapitän und Abwehrchef Jakob Macke sowie Markus Fuchs in die Pflicht. „Sie müssen mehr aus sich herauskommen, die Leaderrolle übernehmen.“

Auf den Gegner bereiten sich die Hammer bereits seit Dienstag mittels Videostudium vor. „Sie spielen eine 3:2:1-Deckung – da bedarf es ein wenig mehr Vorbereitung“, sagt der Trainer. „Denn das machen nicht so viele Mannschaften.“ Der Erfolg gibt dem Aufsteiger bislang Recht. Das Team von Trainer Michael Lerscht hat sich nach der 25:37-Auftaktpleite in Dormagen zum Saisonstart in der Liga festgebissen, war stets ein unbequemer Gegner und kann sich dabei vor allem auf Routinier Alexander Koke verlassen. „Der regelt das dort fast alleine, ist ein bestimmener Spieler“, sagt Pfannenschmidt. „Aber in unserer Situation müssen wir jetzt erst einmal vornehmlich auf uns selbst schauen.“

Und da sieht es – zumindest, was die personelle Situation angeht – derzeit gar nicht schlecht aus. Nur Langzeitausfall Fabian Huesmann fehlt, und Marian Orlowski soll nach überstandenem Kreuzbandriss vorerst noch in der zweiten Mannschaft Praxis und Sicherheit sammeln, ehe er in den Kader zurückkehrt. Alle anderen Akteure haben das volle Wochenprogramm im Training absolviert und sind entsprechend fit.

Was auch mit Blick auf den weiteren Verlauf des Wochenendes wichtig ist. Denn schon am kommenden Sonntag muss das Team an diesem zweiten Doppelspieltag der Saison beim Drittletzten SG BBM Bietigheim antreten (17.15 Uhr). Auch das wird keine einfache Aufgabe. „Aber am vergangenen Doppelspieltag waren wir eine von zwei Mannschaften, die 4:0 Punkte geholt hat“, sagt Pfannenschmidt. „Das zeigt, dass die Jungs mit solchen Situationen ganz gut umgehen können.“

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