Der ASV will „noch einmal angreifen“

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War zuletzt für Tschechien im Einsatz: ASV-Spielmacher Ondrej Zdrahala.

HAMM - Es ist keine einfache Situation für den ASV Hamm-Westfalen. Anderthalb Wochen sind seit dem bislang letzten Auftritt in der 2. Handball-Bundesliga vergangen, dem 24:31 beim TV Hüttenberg. Und das Team von Trainer Kay Rothenpieler hängt mitten im Saison-Endspurt auch weiterhin in der Warteschleife. Erst am übernächsten Wochenende steht mit der Heimpartie gegen den Aufstiegskandidaten TV Bittenfeld die erste der finalen vier Begegnungen an.

„Das ist natürlich nicht ganz so leicht, auch von der Motivation her nicht“, weiß der Coach mit Blick auf die Tatsache, dass sich sein Team angesichts von sechs Zählern Rückstand auf einen Aufstiegsrang praktisch im tabellarischen Niemandsland befindet. Auf der anderen Seite kam die Pause allerdings nicht ungelegen. Einige Spieler wie der weiter an Knöchelproblemen leidende Julian Possehl sind angeschlagen beziehungsweise am Ende der kräftezehrenden Saison schlichtweg „platt“, weshalb Rothenpieler in den vergangenen Tagen in den Übungseinheiten den Spaßfaktor erhöhte und zugleich verstärkt Wert auf Regeneration legte.

Die konkrete Vorbereitung auf Bittenfeld beginnt ab Montag, wenn auch Spielmacher Ondrej Zdrahala wieder ins Training einsteigt. Er war zuletzt im Länderspiel-Einsatz, erzielte für Tschechien in den beiden Partie gegen die Schweiz insgesamt 14 Treffer. Die Europameisterschafts-Qualifikation der jeweiligen Nationalmannschaften war ein Grund für die Meisterschafts-Unterbrechung, das „Final Four“ im Pokal am kommenden Wochenende ist der für einen eingeschränkten Spielbetrieb mit lediglich vier Duellen am Freitag. Auch Torwart Tomas Mrkva war bei der tschechischen Auswahl, kam in den Spielen aber nicht zum Zuge und ist bereits wieder in Hamm. Joscha Ritterbach war bereits in der vergangenen Woche vom Lehrgang der deutschen Junioren-Nationalmannschaft zurückgekehrt.

Sie alle sollen dabei helfen, dass der ASV „mit einem guten Gefühl aus der Saison“ geht, so Rothenpieler. „Wir wollen in den letzten vier Spielen noch einmal angreifen und uns so gut wie möglich verabschieden.“ Vor allem die beiden Partien in der Westpress-Arena gegen Bittenfeld und Aue (29. Mai) möchten die Hammer positiv gestalten, die anstehende Aufgabe hält eine besondere Motivation bereit. „Wir können in die Aufstiegsfrage eingreifen – als Zünglein an der Waage“, sagt Rothenpieler mit Blick auf den ambitionierten Tabellendritten. - fh

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