UPDATE: Turbulente Kreisliga C

SSV Hamm: 3 Verletzte nach Schlägerei auf Fußballplatz

[UPDATE] HAMM - Es kam Hartmut Vogt wie ein Déjà-vu vor. Schon einmal hatte der Trainer der ersten Mannschaft des Fußball-C-Kreisligisten SSV Hamm auf dem Sportplatz der Friesenkampfbahn am Hellweg in einer Partie gegen die IG Bönen – damals als Unbeteiligter in der Kreisliga A – Schlägereien und Verfolgungsjagden miterleben müssen.

Am Sonntag eskalierte die Situation erneut – dieses Mal gegen die Zweitvertretung der Bönener. „Wir führten mit 3:2, als es in der 80. Minute einen Freistoß für Bönen gab“, sagt Vogt. „Dann schlug einer von der IG einem unserer Spieler in den Rücken. Der hat sich gewehrt und geschubst – und dann liefen wieder zwei Mann hinter dem Spieler her. Danach wurde ein weiterer Spieler von uns hinter dem Tor von sechs Bönenern zusamengeschlagen.“

Laut Polizeimitteilung wurden drei SSV-Spieler leicht verletzt. Nachdem Schiedsrichter Mohamed Bouaid vom TuS Uentrop die Partie um 16.20 Uhr abgebrochen hatte, sei es zu einer größeren Schlägerei gekommen. Weiter heißt es: „Durch das Eingreifen von noch unbeteiligten Spielern und Zuschauern wurden die Streithähne auseinander gebracht. Die Mannschaft der IG Bönen II wurde von der alarmierten Polizei des Sportplatzes verwiesen.“

Von Bönener Seite mochte sich zu den Vorfällen niemand äußern. Sowohl der 1. Vorsitzende Kemal Cakir als auch Geschäftsführer Peter Thiemann seien nicht vor Ort gewesen. „Wir können daher keine Stellungnahme abgeben und werden nun abwarten, was auf uns zukommt“, sagte Thiemann, der bestätigte, dass IG-Spielertrainer Hüseyin Basyigit versichert habe, ebenfalls nicht vor Ort gewesen zu sein. Basyigit wird allerdings auf der DFB-Plattform Fußball.de mit der Rückennummer 13 als Auswechselspieler auf dem Spielbericht geführt.

Der Vorsitzende des Fußballkreises Unna/Hamm, Horst Weischenberg wollte zunächst den Sonderbericht des Schiedsrichters abwarten. „Bis jetzt hat der Staffelleiter Günter Wulf diesen noch nicht erhalten“, sagte Weischenberg, der glaubt, dass das angegebene 3:2 nicht als Endergebnis gewertet werden könne. „Wenn der Schiedsrichter nach 80 Minuten abgebrochen hat, wird nun wohl die Spruchkammer entscheiden.“ Eine Spielwiederholung kommt für Vogt allerdings nicht in Frage: „Das brauchen wir nicht noch einmal“, sagt er. - güna

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