Nach einer Woche Training

Drei Tage, drei Partien: Härtetest für Eisbären mit Gastspielern und Heimfans

Stürmer Ibrahim Weißleder geht bereits in seine zehnte Saison bei den Hammer Eisbären.
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Stürmer Ibrahim Weißleder geht bereits in seine zehnte Saison bei den Hammer Eisbären.

Gut eine Woche befinden sich die Hammer Eisbären erst im Training. Und schon steht für die Mannschaft um den neuen Coach Jeff Job der erste Härtetest an.

Hamm – Gut eine Woche befinden sich die Hammer Eisbären erst im Training. Und schon steht für die Mannschaft um den neuen Coach Jeff Job der erste Härtetest an. Gleich drei Vorbereitungsspiele wird der Eishockey-Oberligist an diesem Wochenende bestreiten, und das ausschließlich gegen Klassenkonkurrenten. Um 20 Uhr treffen die Hammer am Freitag in Werries auf den Krefelder EV, am Samstag folgt um 16 Uhr das Gastspiel bei den Crocodiles in Hamburg. Am Sonntag tritt schließlich um 18.30 Uhr der Herner EV in Werries an.

Maximilian Droick und Marshall Renke spielen vor

Danach werden die Verantwortlichen einen ersten Überblick haben, wie das Team mit den immerhin elf Neuzugängen leistungsmäßig einzuordnen ist. Noch sind zwei Plätze im Kader zu vergeben. Der Coach sucht vor allem zwei weitere Stürmer, um die Offensivreihen zu verstärken. Eigens für die drei Spiele am Wochenende wurde ein Tryout-Vertrag mit Maximilian Droick und Marshall Renke abgeschlossen, deren Qualitäten getestet werden sollen. Marshall Renke ist der erst 19-jährige Bruder von Nolan Renke (21), der vor Wochen bei den Eisbären unterschrieben hat. Beide haben ihre Eishockey-Ausbildung in Kanada genossen, besitzen aber auch einen deutschen Pass. Nolan Renke hat auch schon für den Krefelder EV in der Oberliga gespielt. Maximilian Droick ist 22 Jahre alt, war zuletzt in Diez-Limburg und davor in Herford aktiv. Ob beide länger für die Eisbären auflaufen werden, ist offen. „Dafür sind solche Spiele da, um die Jungs unter Wettkampfbedingungen zu testen“, erklärt Manager Jan Koch. „Maximilian möchte gerne bis Sonntag wissen, ob er bei uns bleiben kann“, sagt Job. „Bei Marshall können wir uns mehr Zeit lassen. Er könnte auch im Juniorenteam spielen.“

21 Spieler inklusive Ibrahim Weißgerber

Einschließlich Ibrahim Weißleder, der seinen Vertrag inzwischen verlängerte und bereits in sein zehntes Jahr bei den Hammer Eisbären gehen wird, umfasst der Kader des Oberligisten momentan 21 Akteure. Für Trainer Job geht es nun vor allem darum, die einzelnen Spieler den bestimmten Reihen zuzuordnen. Gerade in dieser Hinsicht wird er an diesem ersten Wochenende einiges ausprobieren.

„Einschließlich der beiden Gastspieler stehen mir 19 Feldspieler und zwei Goalies zur Verfügung“, berichtet der Hammer Coach. Job muss lediglich auf Viktor Beck verzichten, der unter der Woche das Training abbrach, weil er Probleme beim Laufen hatte. „Viktor hat leichte Kniebeschwerden. Gerade in der Vorbereitungsphase wollen wir kein Risiko eingehen. Deswegen wird er am Wochenende nicht spielen“, sagt der Trainer.

Gespannt auf Debüt von Chris Schutz

Gespannt sind alle Fans der Eisbären vor allem auf den ersten Auftritt des Amerikaners Chris Schutz, der den Weggang des Topscorers Kevin Orendorz (Herner EV) kompensieren soll. Jeff Job zeigt sich von den ersten Trainingseindrücken, die der Texaner hinterließ, beeindruckt. „Er ist ein sehr guter Schlittschuhläufer, besitzt eine ausgezeichnete Technik und kann ein Spiel lesen“, hat der Coach schon einige Qualitäten erkannt. Der 26-jährige Stürmer muss sich natürlich erst an das deutsche Eishockey gewöhnen. „Mit der größeren Spielfläche wird er wohl keine Probleme haben“, behauptet Job. „Er muss sich nur darauf einstellen, dass bei uns die Schiedsrichter etwas anders pfeifen als in Nordamerika.“

Auch mit einigen Regeländerungen müssen sich alle Spieler des Oberligisten erst anfreunden. Die gravierendste: Der Torhüter darf den Puck nur noch in eine Zone hinter seinem Tor spielen und nicht mehr in die Ecken. Ansonsten gibt es eine Zwei-Minuten-Strafe. Zudem darf er sich auch nur noch in der neuen, trapezförmigen Zone um sein Tor bewegen. „Da wird es erst wohl die eine oder andere Strafe mehr geben“, meint Job.

Bis zu 1146 Fans gemäß 3G-Regel möglich

Erstmals nach über einem Jahr werden am Freitagabend zum Spiel gegen den Krefelder EV wieder Zuschauer in die Eishalle dürfen. Das Ordnungsamt hat die Besucherzahl auf 1146 beschränkt. Einlass gibt es nur nach der 3G-Regel. Das wird bereits an den Eingängen streng kontrolliert. Auf dem Weg zu den Tribünen müssen alle Besucher eine Maske tragen, die erst am festen Platz abgelegt werden darf.

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