Drei Hammer Teams zittern noch

Spannender Endspurt in der Fußball-Bezirksliga (7)

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Der SVF Herringen und der TuS Germania Lohauserholz wollen möglichst schon am Sonntag wichtige Punkte sammeln.

HAMM - Die Saison in der Fußball-Bezirksliga (7) geht in die entscheidende Phase. Im Titelrennen hält der SV Hilbeck angesichts von fünf Punkten Vorsprung drei Spieltage vor Saisonende die besten Karten in der Hand, der Kampf gegen den Abstieg hat es derweil in sich. Mehrere Klubs müssen noch zittern – mehr oder minder stark auch drei Hammer Teams.

Restprogramm

TuS Germania Lohauserholz:

25. Mai: SV Hilbeck (H)

1. Juni: Vorwärts Ahlen (A)

8. Juni: TuS Wiescherhöfen (H)

SG Bockum-Hövel:

25. Mai: SV Drensteinfurt (A)

1. Juni: SVA Langeneicke (H)

8. Juni: Westfalia Soest (A)

SVF Herringen:

25. Mai: SVA Langeneicke (A)

1. Juni: Westfalia Soest (H)

8. Juni: spielfrei

Von Frank Heidenreich

Die vermeintlich beste Ausgangsposition

...hat der TuS Germania Lohauserholz inne. Tabellenplatz zehn, sechs Punkte mehr auf dem Konto als die Sportfreunde Ostinghausen auf dem ersten Abstiegsrang, die noch dazu eine Partie mehr ausgetragen haben – eigentlich könnten die Germanen relativ entspannt in den Endspurt gehen.

„Einen Punkt“, rechnet Co-Trainer Rainer Franke vor, „brauchen wir noch, um ganz sicher zu sein.“ Und um nicht auf einen Ausrutscher Ostinghausens oder Patzer anderer Konkurrenten hoffen zu müssen.

Doch in den verbleibenden drei Begegnungen bekommen es die Hölzkener mit den „Top Drei“ der Klasse zu tun. Und so verwundert es nicht, dass Franke warnend den Zeigefinger hebt. „Vorsicht ist absolut angebracht. Einen Selbstläufer gibt es im Abstiegskampf nicht“, sagt er, wehrt sich aber dagegen, den schwachen Auftritt zuletzt beim 0:3 in Bockum-Hövel überzubewerten und sieht darin eher einen „Hallo-wach“-Effekt.

„Davor haben wir drei richtig gute Spiele hingelegt. Die Jungs wissen genau, worum es geht“, ist sich Franke sicher und verweist als Beleg auf die hohe Trainingsbeteiligung. „Ich bin selbstverständlich optimistisch, dass wir es schaffen“, sagt er. Wenn nicht, „würden nach der Saison auf dem Marktplatz alle mit dem Finger auf uns zeigen“.

Die vermeintlich entspannteste Situation

...hat die SG Bockum-Hövel. Mit einem Zähler weniger auf dem Konto, aber mit dem besten Torverhältnis aller Abstiegskandidaten geht die Mannschaft in die finalen drei Partien.

„Doch die ganze Rechnerei bringt nichts“, sagt Trainer Markus Matzelle. „Am Sonntag waren unser Spiel (3:0 gegen Lohauserholz, Anm. d. Red.) und die Ergebnisse von den anderen Plätzen gut, eine Woche davor war es anders herum. Es gilt jetzt, im nächsten Spiel die nötigen Punkte zu holen.“

Dann wartet der SV Drensteinfurt, im Erfolgsfall hätte die SG 41 Punkte – und wäre „damit durch“, so Matzelle. „Genau so müssen wir die Sache angehen.“ Denn der Bockum-Höveler Coach will es nicht auf einen nervenaufreibenden Showdown ankommen lassen.

„Je später es wird, desto enger wird es auch. Am letzten Spieltag, das hat man oft genug gesehen, ist immer alles möglich“, warnt Matzelle, der sich aber sicher ist, dass sein Team einiges an Rückenwind in die Begegnung am Sonntag mitnimmt und dort den entscheidenden Schritt machen wird. „Nach dem Derbysieg sollten wir gestärkt sein. Und wir haben uns etwas Luft verschafft, haben nicht mehr den ganz großen Druck. Das sollte uns auch helfen.“

Der vermeintlich größte Druck

...lastet auf dem SVF Herringen. Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf Ostinghausen nur. „Der Druck“, meint Interimscoach Erwin Faros, „ist nach wie vor hoch.“ Was speziell für den kommenden Sonntag gilt. Dann ist der SVF zu Gast beim Drittletzten Langeneicke, der selbst noch auf den Klassenerhalt hoffen darf – ein Duell mit Finalcharakter.

„Das ist für mich ein Schlüsselspiel“, so Faros. „Ich würde es sehr gerne sehen, wenn wir dort etwas mitnehmen, damit der Druck im letzten Spiel nicht zu groß ist“, fügt er hinzu. Denn der SVF hat am Pfingstsonntag, dem 34. Spieltag, frei, müsste im schlimmsten Fall mit bangem Blick auf die Resultate der Konkurrenz schauen.

So weit soll es nicht kommen, auch wenn „die Situation nicht spurlos an den Jungs vorbei gegangen“ sei, auch wenn die Herringer einige schmerzhafte Ausfälle wie der von Kapitän Sebastian Hrubesch zur Unzeit ereilen.

„Aber die Stimmung, die Einstellung und die Moral in der Truppe sind gut“, meint der Coach und verweist auf den späten 4:4-Ausgleichstreffer am vergangenen Sonntag gegen Drensteinfurt. „Die Jungs kämpfen bis zur allerletzten Sekunde“, lobt Faros. „Und deshalb bin ich zuversichtlich.“

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