Fußball

Drei faustdicke Überraschungen: Diese Teams sind die Gewinner des ersten Spieltages

Konstantin Rühl und der SVE setzten sich gleich an die Spitze der Bezirksliga.
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Konstantin Rühl und der SVE setzten sich gleich an die Spitze der Bezirksliga..

Der erste Spieltag der Amateurfußballer in Corona-Zeiten ist Geschichte. Drei Mannschaften, die in der Vorbereitung noch mit reichlich Problemen zu kämpfen hatten, haben am Sonntag überraschend stark aufgetrumpft. 

Hamm - Sie waren allesamt mit den Ergebnissen und Leistungen in der Vorbereitung auf die neue Fußball-Saison nicht zufrieden. Dann aber sorgten sie für faustdicke Überraschungen: Der TuS Wiescherhöfen kehrte mit einem 2:1-Sieg vom Auswärtsspiel bei Vorwärts Wettringen zurück, der SVE Heessen stürmte als Aufsteiger durch den 5:1-Erfolg gegen den SC Sönnern gleich an die Tabellenspitze der Bezirksliga, und die Reserve der Hammer SpVg landete mit dem 3:2 gegen SW Hultrop den ersten Dreier seit dem 27. Mai 2018.

Landesligist TuS Wiescherhöfen

Thorsten Heinze, Trainer des TuS Wiescherhöfen, hatte sich dagegen gewehrt, die Resultate im Vorfeld des Auftakts in der Meisterschaft zu hoch zu hängen. „Die Vorbereitung ist nur dafür da, um sich die nötige Kraft zu holen“, stellt er unmissverständlich klar. Entsprechend trumpfte der TuS beim Aufsteiger in Wettringen auf, nahm von Anfang an die Zweikämpfe an, hatte die nötige Ruhe am Ball, ließ den Gegner viel laufen und ging immer dann aggressiv zu Werke, wenn die Vorwärts-Akteure Probleme hatten, das Spielgerät unter Kontrolle zu bekommen. „Dadurch wurde Wettringen zunehmend unruhiger. Ich hatte nie, auch nicht nach dem Rückstand, das Gefühl, dass wir da nichts mitnehmen. Vielleicht waren wir auch besonders motiviert, weil es in der Vorbereitung nicht so gut gelaufen war“, sagt Heinze. „Das war ein Sieg der Leidenschaft und der Bereitschaft. Wie die Jungs das nach unserem 2:1 bis zum Ende verteidigt haben, sich in die Bälle reingeschmissen haben, das war schon stark. Wir haben da nichts mehr anbrennen lassen.“

So feierte der TuS bereits auf dem Platz mit seinen Fans den Sieg. Und auch die Rückfahrt im Bus aus dem Münsterland zurück in den Hammer Westen verlief durchaus ausgelassen – auch wenn Heinze darum bemüht ist, den Sieg nicht allzu hoch zu hängen: „Es werden noch ganz andere Kaliber auf uns zukommen, Wettringen ist da nicht das Maß aller Dinge. Aber wir nehmen mit, was wir kriegen können.“

Bezirksligist SVE Heessen

Rouven Meschede, Spielertrainer des SVE Heessen, muss irgendwie eine Vorahnung gehabt haben. Denn der Coach hatte sich den gestrigen Montag frei genommen. Und daher konnte er am Sonntagabend bis nach 22 Uhr entspannt und bei bester Laune noch mit seiner Mannschaft zusammensitzen, den 5:1-Sieg über den SC Sönnern und den Sprung an die Tabellenspitze genießen. „Wir hatten schon ein bisschen Spaß“, sagt Meschede, der mit seiner Mannschaft als Aufsteiger gleich ein Ausrufezeichen gesetzt und für Aufmerksamkeit in der Liga gesorgt hat.

In den Testspielen hatte der Coach oftmals den nötigen Willen bei seinen Schützlingen vermisst, gegen den SC Sönnern war die Bereitschaft von der ersten Minute an da. „Wir haben viele gute Fußballer bei uns. Aber die Leidenschaft gehört nun mal dazu. Sonst wird es schwer“, fordert er nun auch ein ähnliches Auftreten seines Teams am kommenden Sonntag bei SuS Cappel.

Bezirksligist Hammer SpVg II

Es war ein Gefühl, das die Reserve der Hammer SpVg seit über zwei Jahren vermisst hatte. Am Sonntag war es wieder so weit: Sie durfte nach dieser langen Zeit mal wieder einen Sieg feiern. „Das hat natürlich im Team, aber auch im Vorstand für positive Stimmung gesorgt“, sagt Trainer Robin Grosch, dessen Maßnahmen, in der Defensive auf eine Dreierkette zu setzen und Hendrik Beste aus dem Mittelfeld in den Angriff vorzuziehen, voll aufgegangen waren.

Die Abwehr stand sehr sicher, auch wenn die beiden Gegentore einmal mehr vermeidbar waren. Und im Sturm entschied Beste das Spiel mit seinen drei Treffern fast im Alleingang. „Wenn Hendrik Lust hat, dann hat er einen Zauberfuß. Er ist schnell, stark im eins gegen eins und hat eine richtig gute Schusstechnik“, lobt Grosch seinen Matchwinner. Zudem nahmen die jungen Akteure ohne Scheu vor dem Gegenspieler die Zweikämpfe an und hielten immer wieder mit viel Mut gegen die körperlich stärkeren Gäste aus Hultrop dagegen. „Diese drei Punkte und das Erfolgserlebnis nehmen wir gerne mit. Wir haben gemerkt, dass wir mithalten können“, freut sich der Coach, der mit seinem Team am Sonntag zum SC Sönnern reisen muss: „Wir sind eine reine Kunstrasenmannschaft. Da geht es aber auf Naturrasen. Das wird daher für uns noch mal härter.“

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