Eishockey

Doppelte Verstärkung für die Defensive der Hammer Eisbären

Ein Riese auf dem Eis: Neuzugang Alexander Zaslavski (links) spielte in der vergangenen Saison noch für die Dinslakener Kobras gegen Hamm und überragte dabei auch seinen neuen Teamkollegen Thomas Lichnovsky.
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Ein Riese auf dem Eis: Neuzugang Alexander Zaslavski (links) spielte in der vergangenen Saison noch für die Dinslakener Kobras gegen Hamm und überragte dabei auch seinen neuen Teamkollegen Thomas Lichnovsky.

Die Hammer Eisbären verstärken ihren Kader weiter für das Abenteuer Eishockey-Oberliga. Jetzt vermeldete der Klub zwei Neuzugänge für die Defensive.

Hamm - Seine Herkunft kann er nicht verleugnen, wie Jan Koch bestätigt. „Die ist deutlich am Dialekt zu erkennen“, berichtet der Manager der Hammer Eisbären nach den ersten Gesprächen mit Florian Kraus. Der in Garmisch-Partenkirchen geborene und aufgewachsene Bayer wird in der kommenden Saison in der Eishockey-Oberliga Nord die Defensive der Hammer verstärken.

Zuletzt spielte Kraus in der Oberliga für die Moskitos Essen, die sich aus finanziellen Gründen in die Regionalliga West zurückgezogen haben. „Er hatte noch zwei, drei andere Optionen, doch letztlich hat er sich dazu entschieden, seine Laufbahn bei uns fortzusetzen“, erklärt Koch, der sich darüber freut, dass der Verteidiger mit seiner Partnerin nach Hamm ziehen wird. „Florian ist erst 24, verfügt aber bereits über eine enorme Erfahrung. Vor Essen hat er auch schon einige Jahre in der DEL2 gespielt“, erwartet der Manager viel vom Neuzugang.

Fünf Verteidiger unter Vertrag

Kraus begann seine Laufbahn in der U12 des bayerischen Traditionsklubs SC Rießersee. Über Nachwuchs-Stationen in Mannheim und Landshut landete er 2015 in der Oberliga bei den Hannover Indians. 2017 gab er sein Debüt in der DEL2 im Trikot der Kassel Huskies. Danach spielte er in der zweithöchsten deutschen Klasse ein Jahr für die Tölzer Löwen, ehe es ihn 2019 nach Essen zog.

Insgesamt haben die Eisbären mittlerweile fünf Verteidiger für die kommende Saison unter Vertrag. Denn auch Alexander Zaslavski vom ehemaligen Hammer Regionalliga-Konkurrenten Dinslakener Kobras will in der kommenden Saison in Werries den Schritt in eine höhere Klasse wagen. „Alex stammt aus der Eishockey-Schule der Düsseldorfer EG, verfügt also über eine sehr gute Eishockey-Grundausbildung“, betont der Hammer Manager. „Zudem ist er als Verteidiger mit einer Körpergröße von 1,94 Metern eine imposante Erscheinung, ein Riese auf Kufen“,erklärt Koch, der dem sechsten Neuzugang den Schritt in die höhere Liga durchaus zutraut.

Ausbildungsplatz macht Zaslavaski den Wechsel schmackhaft

Dem Verein ist es gelungen, Zaslavski, der zuvor auch für den Neusser EV und den Herner EV spielte, den Wechsel nach Hamm mit einem Ausbildungsplatz bei einem Eisbären-Sponsor schmackhaft zu machen. „Für ihn ist das eine gute Kombination, neben einer beruflichen Absicherung auch noch Eishockey auf einem höheren Niveau spielen zu können“, meint Koch.

Inzwischen bietet Hamms Coach Ralf Hoja drei bis viermal die Woche ein Sommertraining für die in Hamm und Umgebung wohnenden Spieler an. Dabei wird in erster Linie Konditions- und Kraftarbeit im Umfeld des Maximilianparks betrieben. Anfang September soll die Mannschaft dann wieder auf das Eis am Maxipark gehen.

Die ersten Vorbereitungsspiele sind für das letzte Septemberwochenende gegen die Essener Moskitos geplant. Am zweiten Oktoberwochenende wird es mit Hin- und Rückspiel einen Vergleich mit den Regionalligisten Duisburger Füchse (Freitag in Hamm) geben. Ob der für den 16. Oktober geplante Saisonstart in der Oberliga Nord angesichts der Corona-Problematik wirklich pünktlich erfolgen kann, steht derzeit noch in den Sternen. Die Vereine und der Deutsche Eishockey-Bund stehen ständig in Kontakt, doch offizielle Erklärungen wird es vermutlich vor Ende August nicht geben. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen die Verantwortlichen der Eisbären ein Hygienekonzept beim Hammer Gesundheitsamt einreichen, das dann letztlich entscheiden muss, wie viele Zuschauer bei den Spielen in der Eissporthalle in Werries wirklich zugelassen werden.

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