TTC GW Bad Hamm: In Topbesetzung an die Spitze

Erstmals in dieser Saison für den TTC  GW Bad Hamm im Einsatz: Spitzenspieler Pavel Platonov.
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Erstmals in dieser Saison für GW im Einsatz: Spitzenspieler Pavel Platonov.

Mit einem Doppelspieltag geht am Wochenende der Spielbetrieb in der 2. Tischtennis-Bundesliga für den TTC GW Bad Hamm weiter. In Saarbrücken (Samstag/14 Uhr) und Neckarsulm (Sonntag/14 Uhr) sind die Hammer favorisiert.

In der angespannten Corona-Lage im Land ist es mittlerweile schon als Erfolgserlebnis zu werten, wenn die Meisterschaftsspiele in den verschiedenen Sportarten überhaupt stattfinden können. Auch für den Bundesligabetrieb im Tischtennis ist die Herausforderung, der sich die Vereine stellen müssen, immens. Und so war die Erleichterung, die in den Worten von Martin Vatheuer mitklang, deutlich zu hören, als er für den anstehenden Doppelspieltag des Zweitligateams des TTC GW Bad Hamm beim 1. FC Saarbrücken-TT II (Samstag/14 Uhr) und NSU Neckarsulm (Sonntag/14 Uhr) Entwarnung gab. „Es sieht im Moment gut aus“, sagt der GW-Vorsitzende. „Alles deutet darauf hin, dass wir beide Auswärtsbegegnungen bestreiten können – und das in unserer besten Aufstellung, also der „starting four“.“

Was in der derzeit schwierigen Pandemie-Lage nicht selbstverständlich ist und daher einiges an organisatorischem Aufwand erfordert hat. GW-Spitzenspieler Pavel Platonov, der bereits am Abend des 3:1-Pokalerfolgs der Grünweißen gegen Grenzau angereist war (4. Oktober), trainiert schon seit Beginn der Woche in Saarbrücken, Olav Kosolosky ist am Mittwoch dorthin gereist. „Wir haben unsere Leute so früh wie möglich dorthin gebracht“, sagt Vatheuer. „Weil ja bis Mittwoch noch die Gefahr bestand, dass durch neue Quarantänemaßnahmen die Anreise verschärft worden wäre.“

Laurens Devos wird am Freitag nach Saarbrücken anreisen. Der Belgier musste sich in seinem Heimatland für fünf Tage in Quarantäne begeben, hat danach einen Corona-Test gemacht, der negativ ist. Damit steht auch seinem Mitwirken am Doppelspieltag nichts mehr im Weg. Gerrit Engemann wird ebenfalls am Freitag in Saarbrücken erwartet – gemeinsam mit Coach Niklas Ostrowski. „Vielleicht werden sogar unsere Trainer Henk van Spanje und Wim van Breenen am Wochenende dabei sein“, sagt Vatheuer. „Beide haben in den Niederlanden einen Test geplant, bei dem sie schnell ein Ergebnis kriegen.“

Damit sind die Voraussetzungen für ein sportlich erfolgreiches Wochenende gegeben. Denn daran, dass die Hammer sowohl in Saarbrücken als auch in Neckarsulm als klare Favoriten in die Partie gehen werden, lässt der GW-Vorsitzende keinen Zweifel: „Dadurch, dass die Jungs auch in den Spielen ohne Pavel Platonov schon alles gewonnen haben, hängt die Latte natürlich hoch, wenn jetzt auch noch unser eigentlich bester Mann dabei ist“, sagt Vatheuer. „Daher gehen wir fast schon von zwei Erfolgen aus – was fatal sein kann, aber insgeheim ist es so.“

Konkurrenten nicht unterschätzen

Dennoch gehen die Grünweißen in dem Wissen in die Begegnungen, dass auch die Konkurrenz in der Lage ist, mit dem Ball umzugehen. Als Wundertüte ist dabei die Reserve des Erstligateams aus Saarbrücken zu sehen, die am Samstag als erster Prüfstein auf die Hammer wartet. „Da weiß man nie, wie die auflaufen“, sagt Vatheuer. „Im vergangenen Jahr haben sie Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft gegen uns dabei gehabt. Und wenn das wieder so sein sollte, wird das auch schwierig. Wie immer sollte man daher den Gegner nicht unterschätzen.“

Sollte der 1. FCS in normaler Besetzung antreten, treffen die Hammer auf Stanislav Kucera und Jiri Martinko am oberen sowie Peter Hribar und Dimitrije Levajac am unteren Paarkreuz. Besonders Levajak ist ein interessanter Mann. „Der hat Serbien bei der Olympia-Quali als No Name zu Olympia gespielt, hat unter anderem einen Südkoreaner geschlagen, Spieler, für die er das Format normal gar nicht hat“, so Vatheuer.

Mit 2:2 Punkten ist Saarbrücken in die Saison gestartet – einem 5:3-Sieg gegen den TTC Jülich und einer 2:6-Niederlage in Neckarsulm. Womit NSU zum Überraschungsteam der noch jungen Saison geworden ist. Denn der zweite GW-Gegner wurde vor dem Start als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt, hat jetzt aber bereits 4:2 Zähler auf dem Konto. Zwar verlor das Team mit 2:6 in Jülich, schaffte dann aber auch noch einen 5:3-Erfolg in Passau. Der Mann, der für den starken Start der Neckarsulmer mit seiner Leistung die Basis gelegt hat, ist Florian Bluhm, Sohn des ehemaligen Grünweißen, Matthias. Der Abwehrspieler hat alle sechs Partien gewonnen und ist zumindest auch gegen Devos Favorit, den er in der Vorsaison zweimal bezwang. „Pavel spielt sehr gut gegen Abwehr“, macht sich Vatheuer keine Sorgen, zumal die Hammer unten mit Engemann und Kosolosky überragend besetzt sind.

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