Doppel-Titel für Sillus und Zhan

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Im Einzel Dritte, im Doppel erneut westdeutsche Meisterin: Nadine Sillus vom TuS Uentrop.

BIELEFELD - Mit der Titelverteidigung hat es nur zur Hälfte geklappt: Nadine Sillus vom Tischtennis-Zweitligisten TuS Uentrop hat sich bei den westdeutschen Meisterschaften in Brackwede erneut den Doppel-Titel gesichert – diesmal an der Seite ihrer Teamkameradin Jenny Zhan. Im Einzel reichte es für Sillus nach dem Halbfinal-Aus gegen Erstliga-Spielerin Katharina Michajlova diesmal nicht für das oberste Treppchen.

„Dass ich bei dieser starken Konkurrenz meinen Einzeltitel nicht wiederholen kann, war mir eigentlich vorher klar. Ich habe als Dritte das Maximum erreicht. Ich habe gut gespielt und bin zufrieden“, sagte Sillus, die die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften bereits vorher sicher hatte.

Durch die Absagen der vor ihr gesetzten Nina Mittelham (TuS Bad Driburg/2), Yvonne Kaiser (TTV Hövelhof/3) und Alena Lemmer (Tusem Essen/5) kletterte Sillus von Position sechs der Setzliste auf drei. Sie musste erst im Achtelfinale eingreifen. Dort bezwang sie Elisabeth Berg (SV DJK Holzbüttgen) glatt in vier Sätzen mit 11:4, 11:6, 12:10, 11:8. Auch in der Runde der letzten Acht hatte sie beim 11:6, 11:5, 12:14, 11:6, 13:11-Sieg gegen Meike Müller (TTC Rödinghausen) wenig Mühe. Das änderte sich erwartungsgemäß im Halbfinale, denn Sillus traf auf die höher eingestufte Katharina Michajlova vom Erstligisten TuS Bad Driburg. Nervenstark glich Sillus zweimal einen Satzrückstand aus, doch nach dem Verlust des fünften Durchgangs schaffte sie das nicht und schied mit 8:11, 20:18, 6:11, 12:10, 6:11, 8:11 aus. „Ich habe noch nie in meinem Leben gegen Katharina gewonnen. Ich habe gekämpft und alles gegeben; leider hat es nicht gereicht“, sagte Sillus. Im Finale hatte Michajlova gegen die große Favoritin Nadine Bollmeier keinerlei Chance.

Jenny Zhan erreichte in diesem Jahr das Viertelfinale und schaffte es damit eine Runde weiter als bei den Titelkämpfen 2014. Nach holprigem Start (9:11) setzte sie sich ungefährdet 11:5, 11:7, 11:8, 11:4 gegen Melissa Dorfmann (Borussia Düsseldorf) durch. Im Viertelfinale gegen die in der Setzliste vor ihr platzierte Miriam Jongen (SV DJK Holzbüttgen) ereilte sie in fünf Sätzen das Aus (8:11, 5:11, 5:11, 13:11, 5:11). Auch Zhan ist damit für die DM in Chemnitz qualifiziert.

Richtig gut lief es für Sillus und Zhan im Doppel: Die beiden Uentroperinnen gewannen mit einer Ausnahme alle ihre Partien, selbst das Finale gegen Michajlova und ihre Partnerin Kristin König (TTSV Schloß Holte-Sende), glatt in drei Durchgängen. Lediglich im Viertelfinale hatte das TuS-Duo bei einem 1:2-Satzrückstand gegen Berg/Isabell Güdden (Holzbüttgen/Süchteln) kurzzeitig gewackelt. Der Lohn der starken Leistung war der Gewinn des westdeutschen Doppel-Titels – für Sillus war es der zweite in Folge, nachdem sie sich im vergangenen Jahr an der Seite der diesmal aus beruflichen Gründen fehlenden Alexandra Scheld durchgesetzt hatte.

Dass die deutsche Nachwuchshoffnung Gerrit Engemann in den vergangenen zwölf Monaten einen großen Sprung nach vorn gemacht hat, zeigte sich nicht nur in der Setzliste, die den für den Regionalligisten TTC GW Bad Hamm spielenden 15-Jährigen an Position neun einstufte. Im vergangenen Jahr war Engemann bei den WTTV-Titelkämpfen überaus unglücklich als Gruppendritter ausgeschieden, diesmal qualifizierte er sich mit drei 3:0-Erfolgen gegen Simon Offermann (TTC BW Brühl-Vochem), Jonas Franzel (SC Buschhausen) und Bernd Hersel (TTG Niederkassel) klar als Erster für die Hauptrunde, in der er gegen Thomas Pellny (TTC RG Porz) einen 4:1-Sieg (11:6, 11:6, 11:8, 9:11, 11:7) folgen ließ. Vermutlich wäre das GW-Talent sogar in die Runde der letzte Acht vorgestoßen, wenn ihn nicht das Lospech ereilt hätte. Denn im Achtelfinale wartete kein Geringerer als der topgesetzte Lennart Wehking. Engemann unterlag dem Spitzenspieler des Zweitligisten 1. FC Köln erwartungsgemäß glatt mit 5:11, 5:11, 6:11 und 9:11. Das Finale verlor Wehking gegen Erik Bottroff (Borussia Dortmund) mit 2:4. Im Doppel schied Engemann gemeinsam mit Oliver Malek in der ersten Runde aus. - sst

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