Tischtennis

Mit diesen Top-Spielern bekommt es Zweitligist TTC GW Bad Hamm zu tun

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Gegen Erstligist ASV Grünwettersbach mit (von links) Tobias Rasmussen, Sathiyan Gnanasekaran, Trainer Joe Sekinger, Dang Qiu und Xi Wang ist der TTC GW Bad Hamm krasser Außenseiter.

Tischtennis-Zweitligist GW Bad Hamm bestreitet das Achtelfinale des DTTB-Pokals am Sonntag gegen Erstligist Grünwettersbach. Eine verdammt hohe Hürde.

Hamm - Der deutsche Tischtennis-Rekordmeister PSV Borussia Düsseldorf kann ein Lied davon singen, wie stark der ASV Grünwettersbach sich bisweilen präsentieren kann. Erst in der vergangenen Saison mussten die Düsseldorfer um Spitzenspieler Timo Boll im Pokal-Viertelfinale dem ASV zum Sieg gratulieren und verpassten so das anvisierte Final-Four-Turnier.

Daher sind sich alle im Lager des TTC GW Bad Hamm einig, dass sie am Sonntag (15 Uhr) im Achtelfinale um den DTTB-Pokal auf einen sehr guten Kontrahenten treffen. „Das ist eine spielstarke Mannschaft“, freut sich der GW-Vorsitzende Martin Vatheuer auf die Begegnung, für die das Team eigens in die Sporthalle der Friedensschule umziehen wird. „Natürlich sind wir Außenseiter, aber wir wollen ein unbequemer Gegner sein.“ Dafür werden bis auf Hermann Mühlbach alle gemeldeten GW-Akteure vor Ort sein, von denen Pavel Platonov, Kai Zhang und Gerrit Engemann wohl ihren Einsatz im Einzel sicher haben dürften. Zudem steht Linkshänder Thomas Pellny zur Verfügung. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wer ist dieser Gegner?

Grünwettersbach ist ein Stadtteil von Karlsruhe. Der Allgemeine Sportverein ASV stieg 2015 als Meister der 2. Liga Süd in die Deutsche Tischtennis Liga (DTTL) auf und hält sich seitdem dort, obwohl das Team im ersten Bundesligajahr auf dem letzten Platz landete. Da aber kein Zweitligist eine Lizenz für Liga eins beantragt hatte, verblieb der ASV im Oberhaus. In der zweiten Saison gelangen sechs Siege, und Grünwettersbach wurde schließlich Sechster von neun Mannschaften. Es folgte jeweils Platz sieben in 2017/18 und 2018/2019.

Was macht die Mannschaft zum Pokalschreck?

In der vergangenen Saison gelang dem ASV eine kleine Sensation, als sich das Team für das Final Four qualifizierte, indem es im Viertelfinale den PSV Borussia Düsseldorf ausschaltete, dann aber im Halbfinale gegen Werder Bremen verlor.

Wie sieht die aktuelle Mannschaft aus?

Mit zwei Veränderungen im Kader ist der ASV Grünwettersbach in die laufende Spielzeit gegangen. Geblieben ist Spitzenspieler Sathiyan Gnanasekaran. Der Inder wird an Position 30 der Weltrangliste geführt – sollte er gegen die Grünweißen antreten, dürfte es sehr schwierig sein, ihn zu bezwingen.

Die Nummer zwei, Wang Xi, ist neu im Team. Xi ist Deutscher mit chinesischen Wurzeln und ist neben Timo Boll der erfolgreichste Bundesligaspieler der vergangenen zehn Jahre, in denen er für Fulda-Maberzell spielte. Er besticht durch sein variables Allround-Spiel. Auf der Rückhand spielt er Abwehr, auf der Vorhand agiert er mit Topspinschlägen: spektakuläre Ballwechsel garantiert. Der dritte im Bunde des Erstligisten ist Dang Qiu – im vierten Jahr im Verein –, der an Position 83 der Weltrangliste geführt wird. Dang ist in Deutschland geboren, sein Vater kam vor vielen Jahren aus China in die Bundesliga und ist hier sesshaft geworden. Dang spielt mit dem in Europa nur selten zu sehenden Penholder-Stil und gilt als einer der Shootingstars im deutschen Tischtennis. Komplettiert wird die Mannschaft von Tobias Rasmussen (22). Der dänische Neuzugang war für Jülich und zuletzt Saarbrücken in der 2. Liga aktiv. Er ist Linkshänder und gilt als exzellenter Doppelspieler, was im Pokal wichtig werden kann, denn bei einem 2:2 entscheidet das Schluss-Doppel über den Ausgang der Partie.

Wie sieht der Modus aus?

Im Pokalsystem wird so lange gespielt, bis eine Mannschaft drei Partien gewonnen hat. Jedes Team tritt mit drei Spielern im Einzel an, von denen nur einer maximal zwei Einzel bestreitet. Sollte es nach den Einzeln 2:2 stehen, kann dieser Spieler nicht mehr für das abschließende Doppel eingesetzt werden, für das die beiden anderen Einzelakteure oder auch ein weiterer Spieler, der bislang noch nicht an der Platte stand, antreten dürfen.

Gibt es ein Rahmenprogramm?

In der Nebenhalle bietet der TTC GW Bad Hamm den Zuschauern die Möglichkeit, selbst zum Schläger zu greifen. Eine gute Gelegenheit für Kinder, um den Sport kennenzulernen. Wer hat, kann seinen eigenen Schläger mitbringen, ansonsten werden aber auch Schläger gestellt. Die Halle öffnet am Sonntag um 14 Uhr.

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