Westfalia Herne bei der HSV

Dieckmann kehrt zur Hammer SpVg zurück - vorerst nur am Sonntag

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Im Sommer trennten sich die Wege von Manuel Dieckmann (rechts) und der HSV. Am Sonntag kehrt er mit Westfalia Herne in den Hammer Osten zurück.

Oberligist Westfalia Herne muss Spieler abgeben, die Hammer SpVg will welche aufnehmen. Am Sonntag stehen sich beide Teams gegenüber - ein willkommener Zufall

Hamm – Nicht gezahlte Gehälter, frustrierte Spieler und ein Notfall-Sparplan ab dem Jahreswechsel. Der Traditionsklub Westfalia Herne steht vor einer ungewissen Zukunft. 

Während sich die Akteure reihenweise nach neuen Arbeitgebern umschauen, will der Fußball-Oberligist Hammer SpVg in der Winterpause neue Mitarbeiter einstellen, um den drohenden Abstieg des aktuell abgeschlagenen Tabellenschlusslichts noch abzuwenden. 

Ein willkommener Zufall also, dass sich beide Teams am Sonntag (14.30 Uhr/Jahn II) gegenüberstehen. „Die Jungs, die da am Sonntag auf dem Platz stehen werden, wollen sich für andere Vereine empfehlen, das ist klar“, weiß HSV-Trainer René Lewejohann. 

Kehrt Manuel Dieckmann in den Hammer Osten zurück?

Ob er bereits ein Auge auf den einen oder anderen Noch-Westfalia-Akteur geworfen hat, will er nicht verraten. So ganz aus der Luft gegriffen scheint dieser Gedanke jedoch nicht. Gerade einmal sieben Spieler haben bislang dem ehemaligen Bundesligisten ihre Zusage für die Rückrunde der laufenden Saison erteilt. 

Demgegenüber stehen bereits vier Abgänge – weitere werden zwangsläufig folgen. Ob der ehemalige HSV-Mittelfeldmotor Manuel Dieckmann, der sich erst im Sommer der Truppe von Trainer Christian Knappmann angeschlossen hatte, den Weg seines finanziell angeschlagenen Vereins begleiten wird, bleibt offen. Eine Rückkehr in den Hammer Osten scheint nicht ausgeschlossen. 

„Fest steht, dass Herne vor einer mehr als schwierigen Situation steht. Wir führen aktuell Gespräche, aber das bezieht sich nicht nur auf Herne“, so Lewejohann, der sich von der aktuellen Dramatik im Ruhrgebiet nicht beeinflussen lässt und deshalb seinen Fokus zurück auf das Sportliche richtet. 

Lewejohann rechnet mit einem weiterhin intakten Gegner

Denn bevor in Sachen Personal etwas vermeldet wird, muss die HSV zusehen, dass sie im 16. Anlauf am Sonntag endlich den ersten Saisonsieg einfährt. Ansonsten wird das Projekt Nichtabstieg in der Rückrunde ein durchaus heikles – auch mit den erhofften Verstärkungen auf dem Feld. 

„Herne ist eine brandgefährliche Mannschaft“, rechnet der HSV-Coach mit einem weiterhin völlig intakten Gegner. Bewiesen hatte es die Mannschaft seines Kumpels Knappmann allemal mit Siegen über Gütersloh und Sprockhövel. Nur den Spitzenteams aus Ahlen und Meinerzhagen musste der Tabellen-13. gratulieren. 

Unterhalten hatten sich Lewejohann und der Westfalia-Coach über die zuletzt eingefahrenen Resultate aber nicht: „Vor solchen Duellen herrscht Funkstille.“ 

Loheider in guter Form nach vier Treffern in den vergangenen zwei Partien

Zu gerne hätte sich Knappmann wohl nach den Stärken von HSV-Stürmer David Loheider erkundigt, der nach seinem zweiten Liga-Treffer gegen Schermbeck im Pokal am vergangenen Wochenende gleich dreimal nachlegte. „Loh wächst in die Führungsrolle hinein, nachdem er in den vergangenen Jahren von Leitwölfen umgeben war“, lobt Lewejohann seinen sich in guter Form befindenden Stürmer. 

„Man schätzt manchmal seine Körpersprache falsch ein. Er ist ein sehr impulsiver Spieler, der nicht die Verantwortung missbraucht, die er neben den Jungen um ihn herum erhält“, hofft der 36-Jährige, dass sein Stürmer auf Kunstrasen gegen Herne erneut stechen wird. 

Der Rasenplatz in der 24nexx Arena ist aufgrund der Witterungsbedingungen ebenso gesperrt wie weiterhin Innenverteidiger Almin Spahic. Keeper Frederic Westergerling hingegen könnte nach überstandener Grippe zwischen die Pfosten zurückkehren.

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