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Die SKG-Spieler kehren mit vielen Eindrücken von der WM in Argentinien zurück

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Von: Patrick Droste

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Mit dem Wiederaufstieg in die World Championship hatte die deutsche Nationalmannschaft um den Herringer Kapitän Lucas Karschau das Ziel bei der WM in Argentinien erreicht.
Mit dem Wiederaufstieg in die World Championship hatte die deutsche Nationalmannschaft um den Herringer Kapitän Lucas Karschau das Ziel bei der WM in Argentinien erreicht.  © Matthias Feldhoff

Mit dem Wiederaufstieg in die World Championship hatte die deutsche Nationalmannschaft um den Herringer Kapitän Lucas Karschau das Ziel bei der WM in Argentinien erreicht.

Hamm/San Juan – Das Spiel um Platz drei hatte sich die deutsche Nationalmannschaft am späten Sonntagabend noch anschauen können. Ein letztes Mal saugten dabei auch Lucas Karschau, Timo Tegethoff und Christoph Rindfleisch die Atmosphäre auf, die im Aldo Cantoni im argentinischen San Juan herrschte. „Ja, das ist hier schon der Olymp des Rollhockeys“, meinte Karschau, als er den Kampf um die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft zwischen Italien und Frankreich verfolgte. Als dann anschließend die Halle explodierte, nachdem Argentinien und Portugal aufeinandertrafen und die Gastgeber sich durch einen 4:2 (1:2)-Erfolg zum dritten Mal den Siegerpokal sicherten, hatte der deutsche Tross schon die Heimreise antreten müssen.

Genauso wie auf dem Hinweg ging es nun in umgekehrter Reihenfolge von San Juan per zehnstündiger Busreise nach Santiago de Chile, von dort per Flugzeug in die brasilianische Hauptstadt Sao Paulo und von dort nach Frankfurt, so dass die Herringer am Dienstag wieder zuhause sein werden.

Und dabei hatten sie neben den Erfahrungen, wie hoch der Stellenwert des Rollhockeysports in Argentinien ist, auch mit der Rückkehr in den Kreis der besten acht Nationen ihr sportliches Ziel im Gepäck mit dabei. Ungeschlagen war die deutsche Nationalmannschaft um Kapitän Karschau durch die Vorrunde der unterklassigen B-Gruppe marschiert, hatte sich weder vom stumpfen Parkett in der kleinen Halle La Superiora, wo die zweitklassigen Intercontinental Championships ausgetragen wurden, noch von Österreich, Andorra und Australien stoppen lassen. Im entscheidenden Spiel um den Wiederaufstieg in die World Championship gegen Mosambik landete das deutsche Team dann einen 3:2-Sieg und traf im Viertelfinale auf Portugal, eine Partie, die Karschau trotz der klaren 1:10-Niederlage so schnell nicht vergessen wird. „Bei unseren Spielen war es leider nicht so voll, außer gegen Portugal das Viertelfinale, weil nach uns Argentinien gespielt hat“, erklärt der deutsche Kapitän. „Da haben uns die argentinischen Fans angefeuert. Das war schon geil, als unsere Damen-Nationalmannschaft angestimmt hat und die argentinischen Fans mitgemacht haben.“

Anschließend gab es in den Platzierungsspielen gegen Spanien und Chile noch zwei weitere Niederlagen, so dass das deutsche Team letztlich auf Rang acht einfuhr. „Sportlich sind wir trotzdem sehr zufrieden, weil wir es geschafft haben, wieder unter den Top-8-Nationen der Welt zu sein. Sicherlich war es möglich, auch Platz sieben zu belegen. Aber wir hatten mit Erkrankungen zu kämpfen, sodass wir angeschlagen ins letzte Spiel gegen Chile gehen mussten. Da war echt mehr drin gegen Chile“, sagt Karschau. „Ansonsten hat gerade das Playoff-Spiel gegen Mosambik gezeigt, dass wir in die Top 8 gehören.“

Auch bei den beiden anderen Herringerinnen, die mit zur WM geflogen waren, herrschte am Ende Zufriedenheit. Denn die deutsche Nationalmannschaft, die von Caro Reinert trainiert und von Claudia Reinert als Team-Managerin begleitet worden war, hatte sich bereits im ersten Spiel durch einen Sieg über Kolumbien den Klassenerhalt in der World Championship gesichert.

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