Handball

Nordhorn ist „ein schöner Prüfstein“ für den ASV

Gute Abwehrarbeit (hinten links Marian Orlowski, rechts daneben Markus Fuchs) gehört zu den „Basics“, die ASV-Trainer Michael Lerscht am Sonntag im Test gegen Nordhorn sehen möchte.
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Gute Abwehrarbeit (hinten links Marian Orlowski, rechts daneben Markus Fuchs) gehört zu den „Basics“, die ASV-Trainer Michael Lerscht am Sonntag im Test gegen Nordhorn sehen möchte.

Das für Sonntag geplante Familienfest des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen musste zwar coronabedingt abgesagt werden, doch Zuschauer dürfen trotzdem in die Sporthalle am Maxipark kommen. Um 16 Uhr spielt der ASV in einem weiteren Vorbereitungsspiel gegen den Erstliga-Absteiger HSG Nordhorn-Lingen.

Hamm - So langsam wird es ernst für die Zweitliga-Handballer des ASV Hamm-Westfalen. Mit dem Testspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen (Sonntag, 16 Uhr, Westpress Arena) beginnt für das Team von Trainer Michael Lerscht die heiße Phase der Vorbereitung und findet zugleich die Generalprobe für das erste Pflichtspiel in der neuen Spielzeit statt. Denn am kommenden Samstag, 28. August, tritt der ASV in der ersten Runde des DHB-Pokals um 19 Uhr bei der TGS Pforzheim an.

Nordhorn ist Topfavorit

„Mit Nordhorn kommt ein schöner Prüfstein auf uns zu. Der Erstliga-Absteiger ist sicherlich einer der Topfavoriten auf vordere Plätze in der zweiten Liga“, sagt Lerscht und schätzt die Gäste besonders hoch ein, da sie ihren Kader zusammengehalten haben. „Dazu haben sie mit Daniel Fontaine vom Bergischen HC und Johannes Wasielewski vom TV Emsdetten richtig gute Spieler dazu bekommen“, so Lerscht. Letztgenannter fällt allerdings erstmal einige Zeit aus, da er sich in der Vorbereitung den Mittelfußknochen gebrochen hat.

Von seinem Team erwartet Lerscht am Sonntag vor allem, dass sich die im Training eingeübten Abläufe weiter automatisieren. „Meine Betrachtung in dieser Phase der Vorbereitung ist nun ganzheitlich. Es geht nicht mehr darum, einzelne Trainingsschwerpunkte im Spiel umzusetzen, sondern jetzt geht es um die Basics“, sagt Lerscht. Der Coach will sowohl in der Abwehr als auch im Angriff sehen, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt hat: „Natürlich werden wir auch gegen Nordhorn verschiedene Formationen testen, um zu sehen, wie es am besten klappen kann. Aber alles ist auf unseren Meisterschaftsstart am 11. September gegen Dormagen ausgerichtet.“

Analytischer Blick auf die Anzeigetafel

In der Vorbereitung standen bislang drei Siegen gegen klassentiefere Drittligisten (Krefeld, Altenholz und Longerich) eine knappe Niederlage beim Ligakonkurrenten VfL Lübeck-Schwartau gegenüber. Lerscht hatte immer wieder betont, dass ihn bei den Tests die Ergebnisse nur am Rande interessieren. „Aber natürlich ist es schön, wenn am Ende für die Jungs ein Sieg steht“, erhofft sich der Trainer ein Erfolgserlebnis gegen die starken Gäste, da dies auch weiteres Selbstvertrauen für die Spieler mit sich bringen würde. „Für mich ist der Blick auf die Anzeigentafel aber eher analytischer Natur. Entscheidend bleibt, dass die Einsatzzeiten gut verteilt sind und sich unsere Spielideen festigen“, sagt Lerscht und weiter: „Entscheidend bleibt, dass wir unser Spiel stabil auf die Platte kriegen.“

Vorgeschmack auf die Meisterschaft

Dies würde auch die Fans in der Halle am Sonntag erfreuen, die den neu formierten ASV erstmals live erleben können. „Darauf freuen wir uns besonders, denn unsere Zuschauer waren immer Punktegaranten in der Meisterschaft, und wir hoffen, dass sich dies auch in der kommenden Saison fortsetzen wird. Sonntag soll ein richtiger Vorgeschmack auf die Meisterschaft sein“, freut sich Lerscht auf die ASV-Anhänger.

Personell muss der Trainer lediglich auf den langzeitverletzten Sören Südmeier verzichten. Im Tor werden Felix Storbeck und Vladimir Bozic stehen. Lars Kooij und Noah Moussa bleiben dieses Mal bei der Zweitvertretung des ASV, die sich parallel auf ihre Drittliga-Saison vorbereitet.

Absage des Familienfestes - Spiel mit Zuschauern

Das vom ASV für Sonntag geplante Familienfest musste abgesagt werden. „Die öffentlich und frei zugänglich angedachte Veranstaltung hat einen Straßenfestcharakter – und diese sind nach wie vor nicht möglich. Und wir wollten nicht das Gelände einzäunen, das hätte dem Charakter eines Familienfestes widersprochen“, erklärte Geschäftsführer Thomas Lammers die Entscheidung des Vereins.

„3G“-Nachweis erforderlich

Dafür sind beim Testspiel des ASV gegen die HSG Nordhorn-Lingen am Sonntag um 16 Uhr erstmals wieder Zuschauer zugelassen. Einlass für die Fans ist um 14.30 Uhr, Karten gibt es nur an der Tageskasse und nur für Sitzplätze für fünf Euro und ermäßigt drei Euro. Beim Einlass ist ein „3G“-Nachweis erforderlich, bis zum Sitzplatz muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Der Erlös des Spiels wird für die Vereinsaktion des ASV Hamm-Westfalen zugunsten der Flutopfer gespendet.

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