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Die Hammer SpVg zeigt gegen Westfalia Wickede zu wenig Spielfreude

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Von: Patrick Droste

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Yusuf Öztürk kam in der ersten Halbzeit auf der rechten Außenbahn für die HSV zum Einsatz, ließ aber eine gute Möglichkeit ungenutzt.
Yusuf Öztürk kam in der ersten Halbzeit auf der rechten Außenbahn für die HSV zum Einsatz, ließ aber eine gute Möglichkeit ungenutzt. © Bruse

Dier Hammer SpVg zeigt zu wenig Spielfreude und muss sich im Testspiel gegen den Westfalenligisten Westfalia Wickede mit einem 0:0 begnügen

Hamm – Steven Degelmann ist normalerweise ein Trainer, der an der Seitenlinie schon mal ungemütlich und laut werden kann, wenn seine Spieler seine Vorgaben nicht so umsetzen, wie er sich das vorstellt. Doch am Sonntagmittag beim trostlosen 0:0 gegen den abstiegsgefährdeten Westfalenligisten BV Westfalia Wickede blieb der Coach des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg überaus gelassen und entspannt. „Na klar hatte ich mir erhofft, dass die Jungs mehr Bock auf diese Partie haben. Von Spielfreude war allerdings wenig zu sehen“, sagte Degelmann. „Aber wir haben turbulente Tage hinter uns, konnten nicht gut trainieren. Daher war letztlich nicht mehr zu erwarten.“

Am Wochenende zuvor hatte die HSV bei ihrem 4:1-Sieg gegen den ambitionierten Westfalenligisten DSC Wanne-Eickel noch stark aufgetrumpft und nahtlos an die guten Auftritte zu Ende des vergangenen Jahres angeknüpft. Davon war auf dem Kunstrasenplatz neben dem Jahnstadion nicht mehr viel zu sehen. Die Hammer fanden von Anfang an keine Ruhe in ihrem Spiel, wirkten unorganisiert und strukturlos. „Das stimmt“, bestätigte Degelmann. „Wir hatten eine schlechte Abstimmung und keine Tiefenstaffelung.“

So lieferten sich die beiden Teams im ersten Durchgang ein Duell auf Augenhöhe, in dem nicht zu erkennen war, wer die kassenhöhere Mannschaft ist. So hatten die Gäste aus Wickede die erste Chance der Partie, allerdings verfehlte der Schuss von Muhammed Cakir knapp das Gehäuse von HSV-Keeper Tim Oberwahrenbrock (8.). Die Gastgeber tauchten nur zweimal gefährlich vor dem Gehäuse der Westfalia auf. Aber der Schuss von Casey Backhaus wurde abgeblockt (15.). Und Yusuf Öztürk vertändelte eine weitere Möglichkeit in der Anfangsphase (17.).

Erst im zweiten Durchgang bekamen die Zuschauer weitere Chancen zu sehen – und das erneut auf beiden Seiten. „Nach dem Wechsel waren wir zwar etwas besser im Spiel. Aber wir haben einfach zu viele Möglichkeiten zugelassen. Ein Gegner mit ein wenig mehr Qualität in der Offensive hätte uns da sicherlich ein, zwei Gegentore eingeschenkt“, sagte Degelmann.

So war Marcel Pietryga schon in der 51. Minute frei vor Oberwahrenbrock aufgetaucht, aber der Schuss des Wickeder Angreifers war viel zu schwach, um den Hammer Keeper in Schwierigkeiten zu bringen. Auf der Gegenseite hatte Patrick Schmidt in der 78. Minute die größte Chance der Partie. Nach einer feinen Kombination zwischen Rion Latifaj und Anil Saraman verfehlte der Außenspieler der HSV freistehend das Westfalia-Tor. In der Schlussphase hatten die Hammer sogar noch Glück, als Schiedsrichter Philipp Werner-Krestel nach einem Handspiel von Patrick Nemec nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte (88.). „Das war nicht unbedingt ein erwärmendes Spiel“, resümierte Degelmann angesichts der frostigen Temperaturen im Hammer Osten. „Aber bei uns war in Sachen Aufstellung einiges aus der Not heraus geboren. Und das 0:0 ist ein Ergebnis, das zu dieser Vorstellung passt und jetzt nicht negativ in den Köpfen der Spieler hängen bleibt.“

Bereits am Dienstag geht es für die HSV mit einem Testspiel gegen die SpVg Beckum weiter.

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