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Die Hammer SpVg kann gegen Clarholz auf einen Nicht-Abstiegsplatz klettern

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Von: Patrick Droste

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Einer der „schnellen Jungs“: Rion Latifaj und die HSV wollen gegen Clarholz auf einen Nicht-Abstiegsplatz.
Einer der „schnellen Jungs“: Rion Latifaj und die HSV wollen gegen Clarholz auf einen Nicht-Abstiegsplatz. © Rainer Gudra

Es ist eine ähnliche Ausgangslage wie vor zwei Wochen. Da traf die Hammer SpVg mit der SG Finnentrop/Bamenohl auch schon auf einen Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga, durfte ebenfalls im heimischen Stadion antreten und wollte unbedingt die drei Punkte behalten. 

Hamm - „Aber dann haben wir denkbar schlecht gespielt und eine konfuse Partie abgeliefert“, denkt HSV-Trainer Steven Degelmann nur äußerst ungern an das 2:2 zurück, versprüht aber gleichzeitig eine Menge Zuversicht im Hinblick auf die Begegnung am Sonntag (14.30 Uhr, 24nexx Arena) gegen die genauso wie die Hammer mit acht Punkten im Tabellenkeller stehende Victoria aus Clarholz.

Gründe, warum er dem immens wichtigen Aufeinandertreffen mit den Ostwestfalen so optimistisch entgegenblickt, hat der Hammer Trainer gleich mehrere. Zum Beispiel – so merkwürdig es auf den ersten Blick auch klingen mag – die glatte 0:3-Niederlage beim 1. FC Kaan-Marienborn. „Es gibt in jeder Liga Mannschaften, die außerhalb der Reichweite liegen, weil sie einfach zu viel Qualität haben. So ein Team ist Kaan für uns“, sagt Degelmann. „Aber wir haben da ein ordentliches Spiel abgeliefert, haben gesehen, dass die Umstellungen funktionieren und dass wir damit taktisch flexibler sind.“

Ahmed als Ballverteiler

Die Hammer waren in Siegen nicht mit einer Dreier-, sondern mit einer Viererkette aufgelaufen. Und sie hatten Hosan Ahmed aus dem offensiven Mittelfeld auf eine der beiden Sechser-Positionen zurückgezogen, um durch den Routinier eine bessere Passqualität zu haben. „Hosan kann unseren schnellen Jungs vorne wie Halil Dogan oder Rion Latifaj die Bälle einfach sauberer in den Fuß spielen. Dadurch kann man wichtige Sekunden gewinnen“, erklärt Degelmann, der zudem im Training mit seinem Team intensiv am Zweikampfverhalten gearbeitet hat. „Das war gegen Finnentrop in der zweiten Halbzeit nämlich nicht gut gewesen“, meint er und sieht die HSV daher gut gerüstet für die Partie gegen Clarholz. „Wir haben zuhause alle unsere acht Punkte geholt und immer vor den heimischen Fans getroffen. Das stimmt mich positiv und gibt mir ein gutes Gefühl.“

Denn nur zu gerne würde die HSV mit einem Dreier die Victoria überholen und wieder auf einem Nicht-Abstiegsplatz stehen. „Mir persönlich ist das für den Moment nicht so wichtig. Aber beim Blick auf die Tabelle tut das den Köpfen der Spieler gut. Und wir könnten mit einem Sieg Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben in Ennepetal und gegen Schermbeck gewinnen.“

Clarholz hat die letzten zwei Partien gewonnen

Allerdings reisen die Gäste mit zwei Siegen aus den vergangenen zwei Partien an und wollen ihre Serie nur zu gerne im Hammer Osten ausbauen. „Aber die Spieler von denen müssen erst einmal auf unserem großen Platz mit dem seifigen und unebenen Untergrund zurecht kommen“, meint Degelmann, der auf Emre Cakir verzichten muss. Der Innenverteidiger war in Kaan mit Rot vom Platz gestellt und ist für unsportliches Verhalten für drei Spiele gesperrt worden. Für ihn könnte der junge Julius Woitaschek in die Hintermannschaft rücken, der sich nach seiner Erkrankung wieder fit gemeldet und diese Woche gut trainiert hat.

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