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Die Hammer SpVg hinterlässt im Test gegen Preußen einen guten Eindruck

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Von: Patrick Droste

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Spielt in der Defensive stark auf: Patrick Nemec (rechts), der die HSV als Kapitän aufs Feld führte.
Spielt in der Defensive stark auf: Patrick Nemec (rechts), der die HSV als Kapitän aufs Feld führte. © Reiner Mroß/Digitalbild

Es war nur ein Testspiel. Also eine Partie, die in der Vereinshistorie kaum Erwähnung finden und an die sich in ein paar Wochen kaum noch jemand erinnern wird. 

Hamm - Doch der 2:0 (0:0)-Erfolg der Hammer SpVg über den Fußball-Oberligisten SC Preußen Münster U23 ist für die augenblickliche Situation des Westfalenligisten immens wichtig gewesen. Denn der Sieg und vor allem die Art und Weise, wie sich die HSV präsentiert hat, hat den Fans viel Freude gemacht und den Spielern eine Menge Selbstvertrauen gegeben. „Die Mannschaft hat einen richtig guten Eindruck hinterlassen. Darauf kann man aufbauen“, sagte Holger Wortmann, der Sportliche Leiter der HSV, der die Partie auf der Tribüne verfolgte und dabei eine Menge Spaß hatte.

Aber auch die unmittelbar Beteiligten auf dem Rasen zeigten sich nach Abpfiff sehr zufrieden, wie sich das Team unter der Leitung des neuen Trainerduos Heiko Hofmann/Philipp Grodowski entwickelt und dann beim ersten Auftritt vor den heimischen Fans aufgespielt hat. „Wir haben eine gute Dynamik im Spiel nach vorne entwickelt“, betonte Julius Woitaschek, der auch gleich einen der Gründe für die gute Leistung hinterher schob: „Letztes Jahr hatten wir viele junge Spieler, die Leistungsträger waren. Jetzt haben wir hinten mit Patrick Nemec, mit David Loheider im Mittelfeld und vorne mit Talha Temur eine erfahrene Achse. Das scheint sich alles gut zu entwickeln.“

Taktisch und läuferisch überzeugend

Über weite Strecken der Begegnung waren sich die beiden Kontrahenten auf Augenhöhe begegnet mit guten Chancen hüben wie drüben. Auffällig war auf Seiten der Gastgeber, dass sie bei Ballbesitz immer den Blick nach vorne hatten und versuchten, schnell mit diagonalen Bällen in das letzte Drittel zu kommen. „Das war taktisch und läuferisch eine klasse Leistung von den Jungs. Darauf können wir aufbauen“, sagte Hofmann später. „Der Blick muss einfach immer nach vorne gerichtet sein – am besten ins Zentrum.“ Dort sorgten in vorderster Front Temur und ein wenig dahinter Loheider dafür, dass die HSV immer präsent war. Beim 1:0 war es Temur, der den Ball im Duell mit Elias Demirarslan eroberte und auf Ismail Icen passte, der zum Führungstreffer einschob (80.). Drei Minuten später legte die HSV das 2:0 nach. Nach einem langen Pass in die Tiefe, bei dem sich Preußen-Verteidiger Ali Cirak verschätzte, lief Temur alleine auf das Münsteraner Tor zu und markierte den zweiten Treffer (83.). „Für so ein Sieg in einem Testspiel können wir uns zwar nichts kaufen“, sagte Loheider. „Aber man hat gesehen, dass wir lieber agieren als reagieren wollen, dass wir den Ball haben und dominant spielen wollen. Ich habe jedenfalls bislang einen sehr guten Eindruck von der Mannschaft und dem Trainerteam.“

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