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Die Hammer SpVg hat einen neuen Unterstützer im Abstiegskampf

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Von: Patrick Droste

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Vincent Ocansey traf für die HSV gegen Finnentrop/Bamenohl doppelt.
Vincent Ocansey traf für die HSV gegen Finnentrop/Bamenohl doppelt. © Reiner Mroß/Digitalbild

Die Hammer SpVg scheint im Ringen um den Klassenerhalt einen neuen Verbündeten gefunden zu haben.

Hamm - Der unebene Rasen in der heimischen Arena, den Coach Steven Degelmann gerne als „Wiese“ bezeichnet, leistete den Gastgebern im Heimspiel der Abstiegsrunde in der Fußball-Oberliga beim 4:2 (1:0)-Sieg gegen die SG Finnentrop/Bamenohl wichtige Schützenhilfe. „Die entscheidenden Fehler der Gäste waren letztlich auf den Platz zurückzuführen. Wir haben den Vorteil, dass wir schon mal erahnen, wo der Ball hinspringt. Und bei uns ist die Akzeptanz für diesen Untergrund eine größere als bei einem Gegner, der zuhause immer auf Kunstrasen spielt“, sagte der HSV-Trainer nach der Partie, die lange Zeit an das Aufeinandertreffen in der Hinrunde erinnerte.

Denn genauso wie im vergangenen Herbst lagen die Gastgeber scheinbar komfortabel mit 2:0 in Front. Bereits in der dritten Minute angelte sich Halil Dogan nach einem Stockfehler von Max Humberg den Ball, legte quer zu Tobias Fuest, der zur frühen 1:0-Führung traf. Auch nach dem Wechsel entpuppten sich die Hammer als Schnellstarter. Denn nur eine Minute nach dem Wiederanpfiff tauchte Vincent Ocansey nach einer Hereingabe von Yusuf Öztürk alleine vor SG-Keeper Ingmar Klose auf und schob zum 2:0 ein (46.). Doch Sicherheit gab diese Führung nicht – eher war das Gegenteil der Fall. Denn wie schon vor wenigen Monaten fanden die Gäste aus dem Sauerland zurück ins Spiel, schafften zuerst durch einen von Hennes verwandelten Elfmeter – vorausgegangen war ein Foul von Tim Breuer an Hasan Dogrusöz – den 1:2-Anschlusstreffer (57.), dann köpfte Moritz Stange einen Freistoß zum 2:2 ein (60.) und sorgte für den gleichen Spielstand wie in der Hinrunde. „Da dachte ich schon, das hatten wir doch schon mal“, meinte Degelmann später.

Dieses Mal stimmt die HSV-Moral

Doch anders als im Herbst hatten die Hammer dieses Mal die nötige Moral – und die Hilfe des holprigen Rasens –, so dass sie am Ende doch als Sieger den Platz verlassen durften. Zuerst traf Keeper Klose nach einem Rückpass den Ball nicht richtig, so dass sich Dogan das Spielgerät angelte und das 3:2 markierte (65.). Dann rutschte Humberg der Ball unter dem Fuß durch, so dass Frederik Falk über rechts durchstartete und in die Mitte passte, wo Ocansey mit seinem zweiten Treffer das 4:2 erzielte (71.) und den Dreier endgültig eintütete. „Selbst der Schiedsrichter meinte zu mir, als ein Ball versprungen war, ‘Super Platz hier’“, sagte Andrei Lorengel, der in der Schlussphase wegen eines Handspiels die Gelb-Rote Karte sah. Und Julius Woitaschek fügte hinzu: „Der Platz hat uns durchaus in die Karten gespielt. Wir sind da ein bisschen mehr dran gewöhnt und spielen nicht so viel Risiko.“

Auch am Ostermontag bei der SpVgg Vreden (15 Uhr) erwartet die HSV ein Platz, der nicht gerade einem englischen Rasen gleicht. „Das kennen dann beide Teams“, betonte Degelmann, der auf den gesperrten Lorengel verzichten muss, dennoch nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten will. „In der Hinrunde haben wir da 0:1 verloren. Wir wollen jetzt den nächsten Schritt machen und zumindest einen Punkt mitnehmen.“

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