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Die Hammer SpVg empfängt den Ligafavoriten

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Von: Rainer Gudra

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David Loheider (oben) wird der HSV gegen Espelkamp mit seiner Routine fehlen.
David Loheider (oben) wird der HSV gegen Espelkamp mit seiner Routine fehlen. © Reiner Mroß/Digitalbild

Nach zwei Wochen Punktspielpause – bedingt durch den Rückzug der IG Bönen und unterbrochen durch ein Testspiel beim Bezirksligisten Huckarde (4:1) – geht es für die Hammer SpVg am Sonntag (15 Uhr, 24nexx Arena) in der Fußball-Westfalenliga gegen den Tabellensechsten FC Preußen Espelkamp weiter. Es ist eine sehr schwere Aufgabe.

Hamm - Die Mehrheit der Trainer hatte die Ostwestfalen schon vor Saisonbeginn als Aufstiegsfavorit auf dem Zettel. „Sie haben einen guten Kader zusammen und einen Etat, der in der Liga seinesgleichen sucht. Es wird eine Herausforderung, aber der können wir uns stellen“, sagt HSV-Trainer Heiko Hofmann, und: „Sie sind schlagbar.“ Das zeigte zuletzt der SC Peckeloh, der zum fünften Mal in der Saison ohne Gegentor blieb und zuvor ja mit 3:2 in Hamm erfolgreich war. Hofmann hatte sich das Duell des letzten und des nächsten Gegners angeschaut, aber keine großen Erkenntnisse gewonnen. So fehlte bei den Preußen mit Stefan Langemann der Top-Torjäger der Liga, „und diverse andere Stammspieler waren auch nicht dabei“. Die zweite Halbzeit schenkte er sich, denn „wir wollen mehr und mehr dazu übergehen, vor allem auf uns zu schauen.“ Aber auch da lohnt der Blick auf die Konkurrenz. Vorbild Peckeloh: „Wenn man so als Mannschaft geschlossen gegen den Ball arbeitet und schnell zurückerobert, dann sieht man, was gehen kann. Die verteidigen schon hervorragend.“

Peckeloh dient der HSV als gutes Beispiel

Die HSV arbeitete in den vergangenen 14 Tagen zudem hart daran, die individuellen Fehler zu minimieren (Hofmann: „In der Summe sind es einfach zu viele“) und auf dem Platz auch Verantwortung zu übernehmen. Wieder dient die Partie gegen Peckeloh als Beispiel: „Im Raum stehen und zuschauen, das hat zu den entscheidenden Gegentoren geführt. Die Mannschaft soll ja mutig spielen und Fehler sind da normal, aber wichtig ist es, eine Entscheidung zu treffen. Keine zu treffen ist der größte Fehler, den man machen kann.“ Bewiesen mit dem Gegentor zum 2:3 in der Nachspielzeit. „Und“, sagt Hofmann, „man muss gewillt sein, den Fehler wieder wett zu machen.“ Daher habe man beim Tabellenachten zuletzt gezielt an der Mentalität gearbeitet.

Hofmann hofft nun auf einen anderen Verlauf, denn „Espelkamp will Fußball spielen und sich nicht nur hinten reinknallen. Wir müssen da den Schalter mal umlegen und unsere Stärken auch über 90 Minuten zeigen.“

Personell sieht es aufgrund des breiten Kaders passabel aus, doch werden Routinier David Loheider und Torhüter Jonas Trebing (beide krank) wohl nicht spielen. Patrick Schmidt und Lamine Kourouma fehlen weiter verletzt. Dafür ist Mika Oxe wieder dabei und hat Hofmann mit guten Trainingsleistungen überzeugt. Fraglich sind Talha Temur (Fußprellung) und Dario Markovski (Grippe).

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