Fußball

Die Hammer SpVg agiert vor dem Tor viel zu fahrlässig

Und wieder eine Chance vergeben: Hier bleibt Halil Dogan an Neheims Keeper Leon Zielonka hängen.
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Und wieder eine Chance vergeben: Hier bleibt Halil Dogan an Neheims Keeper Leon Zielonka hängen.

Es war im Laufe der Vorbereitung die erste Niederlage gegen einen klassentieferen Gegner. Dennoch bereitete das 1:2 (0:1) der Hammer SpVg gegen den Fußball-Westfalenligisten SC Neheim Steven Degelmann keine großen Sorgen. 

Hamm - „Wir können dieses Spiel schon gut einordnen. Mit dem Kreieren von Chancen bin ich zufrieden, mit der Verwertung nicht“, sagte der Trainer des Oberligisten.

Zwar hatte Neheims Mahmut Yavuzaslan den ersten Torschuss der Partie abgegeben (3.), danach aber bestimmte die Hammer SpVg in der heimischen Arena das Geschehen, drängte die Sauerländer tief in deren Hälfte und kam zu einer Vielzahl an guten Einschussmöglichkeiten. So wie in der sechsten Minute,als Rion Latifaj alleine auf SC-Keeper Leon Zielonko zulief und sich die Ecke aussuchen konnte. Doch der HSV-Angreifer versuchte den Torsteher zu umdribbeln und blieb dabei hängen. Sechs Minuten später hatte sich Anil Saram über links durchgetankt und sah den frei vor dem Tor stehenden Marcel Todte. Doch das Zuspiel auf den HSV-Kapitän war zu ungenau. Todte selbst schoss anschließend zweimal aus aussichtsreicher Position über die Latte (17., 22.). Als dann auch noch Halil Dogan knapp das Ziel verfehlte (31.), war Degelmann bedient. „Das war ein bisschen zu viel Sommerkick von uns, wir waren nicht zwingend genug“, kritisierte der Coach, der sich dann unmittelbar vor der Pause noch mehr ärgerte.

Denn Emre Cakir ging nach einem unnötigen Ballverlust im Spielaufbau von Patrick Nemec übereifrig in den Zweikampf gegen den mit dem Rücken zu Tor stehenden Yavuzaslan und traf den Ex-Rhyneraner am Fuß. Schiedsrichter Jan Maßmann entschied sofort auf Strafstoß, den Serhat Uzun zum 0:1 verwandelte (44.). „Das war mehr als dämlich“, meckerte Degelmann später über die ungeschickte Zweikampfführung seines Abwehrspielers.

Der nächste Nackenschlag nach der Pause

Direkt nach dem Wiederanpfiff folgte der nächste Nackenschlag für die HSV, als der zur Pause eingewechselte Gianluca Greco im Zentrums sträflich frei gelassen wurde und an Kevin Scierski vorbei zum 0:2 einschob (47.). „Das darf natürlich nicht passieren, dass der Stürmer in der Mitte so blank steht. Aber letztlich ist das ein guter Hinweis, zwei Wochen vor dem Start in die Meisterschaft, woran wir noch arbeiten müssen“, meinte Degelmann.

Die HSV zeigte nach dem Rückstand allerdings eine gute Moral, übertraf sich aber weiter im Auslassen bester Tormöglichkeiten. So trat Vincent Ocansay nach einem Zuspiel von Tobias Fuest einem Meter vor dem leeren Tor am Ball vorbei (47.), dann traf Fuest nur die Latte (55.). Und was die Hammer nicht schafften, erledigten die Gäste aus Neheim, die der HSV durch ein Eigentor von Felix Fleck den Anschlusstreffer zum 1:2 schenkten (62.).

Zu mehr reichte es für den Oberligisten nicht mehr. Denn ein Freistoß von Fuest landete an der Latte (81.), einen Kopfball von Patrick Schmidt kratzte Halem Muratovic für seinen geschlagenen Torwart von der Linie (83.), und Ocansay schoss freistehend aus kürzester Entfernung Muratovic an (89.), vergab damit auch die letzte Möglichkeit der Hammer SpVg, zumindest noch ein Remis gegen die klassentieferen Gäste zu erreichen.

„Wir treffen zweimal Aluminium, zweimal wird auf der Linie gerettet, und das Gegentor durch den Elfmeter haben wir Neheim ja geschenkt – eigentlich müssen wir dieses Spiel ja gewinnen. Von daher kann ich das schon ganz gut einordnen“, resümierte der HSV-Trainer, zumal er auf seinen ausgedünnten Kader hinwies, der ihm bei den hochsommerlichen Temperaturen wenig Wechselmöglichkeiten gestattete.

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