Eishockey

Hammer Eisbären in allen Belangen unterlegen

Eine Nummer zu groß waren die Hannover Indians für die Hammer Eisbären (rote Trikots).
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Eine Nummer zu groß waren die Hannover Indians für die Hammer Eisbären (rote Trikots).

Die Spitzenteams der Eishockey-Oberliga sind momentan zu stark für den Neuling aus Hamm. Nur zwei Wochen nach dem 0:5 gegen die Hannover Indians mussten sich die Eisbären auch am Freitagabend im zweiten Aufeinandertreffen mit dem Tabellenzweiten deutlich mit 0:6 (0:3, 0:3, 0:0) geschlagen geben.

Hamm - Die Indians waren den Gastgebern in allen Belangen deutlich überlegen, erteilten den Eisbären vor allem mit ihrem druckvollen Angriffsspiel besten Anschauungsunterricht. „Das war keine gute Leistung von uns. Wir haben 40 Minuten lang viel zu wenig getan, auch in kämpferischer Hinsicht“, meinte Eisbären-Trainer Ralf Hoja nach der Partie.

Schon am Nachmittag erreichten Hoja äußerst bittere Nachrichten. Zunächst meldeten sich Verteidiger Florian Kraus (Rückenprobleme) und Kapitän und Stürmer Kevin Thau (Grippe) für das Wochenende ab.

Spacek nachträglich gesperrt

Und dann sickerte eine Nachricht aus der Zentrale des Deutschen Eishockey-Bundes durch, dass Michal Spacek nachträglich für vier Punktspiele gesperrt wird. Dem Tschechen war vor zwei Wochen in der Partie bei den Hamburg Crocodiles (2:5) ein harter Check gegen den Kopf von Rico Rossi unterlaufen. Da der Hauptschiedsrichter die Aktion nicht gesehen hatte, stellte er nach der Partie den Antrag auf Überprüfung durch Videobeweis. Durch den DEB erfolgte jetzt die Sperre.

„Wir hatten nach der schriftlichen Anhörung darauf gehofft, dass er vielleicht zwei Spiele gesperrt wird und zwei weitere auf Bewährung erhält“, meinte der Hammer Coach, der von einer zu harten Strafe sprach. Weil der offizielle Bescheid erst am Samstag in Werries eintreffen wird, durfte Spacek gegen die Indians noch auflaufen. „Da unser Kader nur auf Kante genäht ist, trifft uns jeder Ausfall jetzt besonders hart“, sieht Hoja schwere Wochen auf sein Team zukommen.

Indians demonstrieren Effizienz

Immerhin konnte er gegen die Niedersachsen auf Torhüter Ilya Sharipov zurückgreifen, der über Probleme an der Achillessehne klagte. „Ich werde ihn gleich in der Kabine fragen, wie er sich fühlt“, meinte Hoja während der Aufwärmphase. Sharipov, der am Montag zu den Nürnberger Ice Tigers zurückgehen wird, gab aber grünes Licht und lief auf. Den klaren 0:3-Rückstand zur ersten Drittelpause konnte er nicht verhindern. Nur sieben Minuten lang verteidigten die Eisbären konsequent und aggressiv, dann traf Michel Burns aus spitzem Winkel zum 0:1. Nicht einmal 40 Sekunden waren danach gespielt, als Branislav Pohanka nach einem Querpass von Brett Bulmer nur die Kelle hinhalten musste und zum 0:2 traf. Nachdem Toni Lamers freistehend (10.) die große Chance zum Anschlusstreffer vergeben hatte, demonstrierten die Indians Effizienz. Nach einem schnellen Konter gelang Parker Bowles (14.) der dritte Treffer.

Die Eisbären konnten auch im zweiten Abschnitt die Paradereihe der Hannoveraner nicht bremsen. Konsequent nutzten die Gäste jede Nachlässigkeit in der Hammer Defensive zu Toren. Bulmer sorgte früh (25.) für das 0:4, Bowles schraubte mit seinen weiteren Treffern (32. und 38.) das Ergebnis auf 0:6. Für die Eisbären ging es anschließend nur noch um Schadensbegrenzung. Gut für Hamm, dass die Indians im Schlussdrittel einen Gang zurückschalteten und sich für das Heimspiel am Sonntag gegen Rostock schonten. Die Eisbären treten am Sonntag um 16 Uhr bei den Hamburg Crocodiles an.

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