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Die Hammer Eisbären sind gerüstet für den Ligastart - ein Spieler ist fraglich

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Von: Rainer Gudra

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Sehnsucht nach Jubel und Erfolg haben die Eisbären – hier beim Test gegen Tilburg – und ihre Fans.
Sehnsucht nach Jubel und Erfolg haben die Eisbären – hier beim Test gegen Tilburg – und ihre Fans. © Robert Szkudlarek

Mit dem Heimspiel gegen die Moskitos Essen starten die Hammer Eisbären an diesem Sonntag (18.30 Uhr) in ihre dritte Saison in der professionellen Eishockey-Oberliga Nord.

Hamm - Zwei Spielzeiten lang – wegen der Corona-Pandemie ohne Absteiger – sorgte in der beta Finanz Eissportarena die Rote Laterne für gedämpftes Ambi-Light, in der neuen Saison soll die Heimspielstätte so richtig ins Rampenlicht gerückt werden. Dafür haben die Eisbären in der Sommerpause einiges getan, sich mit den Kassel Huskies einen Kooperationspartner aus der DEL2 geangelt – und sich vor allem offensiv sehr gut verstärkt. Mit drei Torhütern und 18 Feldspielern sind die Hammer derzeit auch in der Breite ordentlich aufgestellt – nicht zuletzt dank der viel beachteten Kaderplanung von Ibrahim Weißleder. „Ich denke, wir haben ein gutes Team zusammen, in dem jeder seine Rolle hat. Wichtig ist, dass jeder sie auch akzeptiert“, sagt der Sportliche Leiter, aber auch: „Es sind starke Leute dabei, aber generell gilt das für die ganze Liga. Der Rest hat ja auch nicht geschlafen.“

Trainer Jeff Job freut sich auf jeden Fall, dass er jetzt auch über eine zweite Reihe um Neuzugang Kevin Lavallee verfügt, „die richtig gut ist und ich mit Sebastian (Wieber) einen sehr guten Back-up-Goalie für Daniel Filimonow habe“. Auch Weißleder sagt: „So eine zweite Reihe hatten wir in den letzten beiden Jahren nicht.“

Jeff Job ist „zufrieden mit der Situation“

Für die Offensive holte er neben Lavallee (Eispiraten Crimmitschau) mit Gianluca Balla (Rostock Piranhas), Daniel Reichert (EC Peiting) und Artur Tegkaev (Herner EV) neue Qualität und Erfahrung in Ergänzung zu Kyle Brothers und Chris Schutz – die erfolgreichsten Topscorer und Torjäger der vergangenen Oberliga-Saison. Komplettiert wird das Offensivpersonal durch Pascal Pinsack, Kevin Trapp, Thomas Lichnovsky, Michel Limböck und Corvin Rosenthal. Sieben Verteidiger stehen Job mit Mike Ortwein, Maximilian Otte, Samuel Dotter, Tim Marek, Lennart Esche, Marcus Gretz und Michel Spacek zur Verfügung. Letzterer ist der einzige Spieler, hinter dem wegen eines grippalen Infekts und einer „Unterkörper-Verletzung“ (Weißleder) für das Auftaktspiel gegen Essen ein Fragezeichen steht. Das Samstag-Training soll Erkenntnisse liefern.

Die Essener gewannen am Donnerstagabend das Saison-Eröffnungsspiel in eigener Halle gegen die Füchse Duisburg mit 2:1 in der Overtime. Darin traf Mitch Bruijsten vor 1 500 Zuschauern nach 2:27 Minuten entscheidend für die Gastgeber. „Ich habe mir das ganze Spiel angeschaut. Essen hätte mehr Leistung bringen müssen, hatte etwas mehr Glück, aber die werden mit einer ganz anderen Einstellung zu uns kommen. Ich denke, sie haben Duisburg ein bisschen unterschätzt“, sagt Job. Für Weißleder, der über das Streaming-Portal sprade.tv ein gelegentlicher Beobachter war, brachte die Partie des Auftaktgegners gegen den Aufsteiger wenig neue Erkenntnisse, „zumal ich viele Spieler der Duisburger und auch aus Essen kenne“.

„Ich bin zufrieden mit der Situation“, sagt Job nach Abschluss der Vorbereitung mit den üblichen Problemen, die kranke oder verletzte Spieler mit sich bringen. Und auch die Vorbereitungsspiele haben ihm durchaus gefallen: „Nur in Herford hatten wir ein paar dumme Fehler.“

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