In der Eishockey-Oberliga Nord

Eisbären kämpfen, verlieren aber auch gegen Leipzig

Milan Svarc (rechts) stand gegen Leipzig (Spielszene) wegen der Verletzung des Schweden Andreas Valdix wieder im Hammer Aufgebot.
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Milan Svarc (rechts) stand gegen Leipzig (Spielszene) wegen der Verletzung des Schweden Andreas Valdix wieder im Hammer Aufgebot.

Die Hammer Eisbären warten weiter auf ihren dritten Saisonsieg in der Eishockey-Oberliga Nord. Am Sonntagabend verlor das Team von Ralf Hoja mit 2:3 (0:2, 2:1, 0:0) gegen die IceFighters Leipzig.

Hamm - Die Eisbären belegen nach dem 2:3 gegen Sachsen weiterhin den 13. und letzten Tabellenplatz. „Das war heute in Ordnung, aber wir haben wieder keine Punkte“, meinte der Eisbären-Trainer nach dem Spiel gegen den Liga-Fünften, und: „Wir betreiben einfach einen mega Aufwand, um uns die Torchancen zu erarbeiten.“

Zwei schlechte Nachrichten gab es für die Eisbären schon vor dem Spiel. Neben den beiden Langzeitverletzten, Michel Klaaßen und Samuel Dotter, und dem nach der Matchstrafe in Krefeld gesperrten Ibrahim Weißleder fielen beim Aufsteiger auch Kapitän Kevin Thau und der schwedische Angreifer Andreas Valdix aus. Thau zog sich am Freitag bei der 3:8-Pleite in Krefeld eine Mittelfußverletzung zu und wird zwischen zwei und sechs Wochen ausfallen, Valdix klagte über Rückenprobleme und wurde auf der zweiten Ausländerposition von Milan Svarc vertreten.

Die Eisbären starteten mit Marvin Nickel anstelle von Sebastian May zwischen den Pfosten und mit einer frühen Zeitstrafe für Henry Hoffmann. Die Leipziger nutzten das Powerplay zur Führung. Nach einem Schlagschuss in der Tormitte hielt Florian Eichelkraut seinen Schläger in die Flugbahn des Pucks und Nickel war das erste Mal geschlagen (3:43).

4:05 Minuten vor dem Ende des ersten Drittels wurden die Eisbären kalt erwischt. Hubert Berger stand nach einem Pass von Michal Velecky völlig frei vor Nickel und versenkte den Puck unten rechts zum 0:2. Die größte Chance im ersten Drittel hatten die Eisbären kurz vor dem Ende zum Anschluss, als ein Schuss von Kevin Orendorz ans Torgestänge klatschte.

Auch mit Beginn des zweiten Drittels waren die IceFighter aktiver als ihre Gastgeber und nahmen Nickel unter Beschuss. Aber die Eisbären steigerten sich und erzielten auch den nächsten Treffer: In der 26. Minute traf Kevin Orendorz nach Vorarbeit von Michal Spacek und Milan Svarc von rechts zum 1:2 ins lange Eck. Die Freude währte allerdings nur kurz. In der 19. Minute (11:32) stand der alte Abstand wieder. Moritz Israel traf auf Vorarbeit von Alexander Zille zum 1:3. „Ein völlig unnötiges Gegentor“, ärgerte sich Ralf Hoja.

Es kam Bewegung in die Partie, weil die Gastgeber stärker wurden. In Überzahl traf Gianluca Balla in der 32. Minute nach Vorarbeit von Spacek und Orendorz zum 2:3. Und weil auch Marvin Nickel einen guten Job machte, gewannen die Gastgeber diesen Spielabschnitt.

Die ersten Chancen im Schlussdrittel hatten die Eisbären durch Igor Furda und Gianluca Balla, doch ihre Schüsse wurden sichere Beute von Patrick Glatzel. „Es ist auf jeden Fall was drin, ich hoffe, dass die Jungs den Schwung mitnehmen. Wir sind voll im Spiel“, meinte der an der Schulter verletzte Michel Maaßen kurz nach dem Start ins Schlussdrittel. Doch die Eisbären hatten Körner gelassen. Vor allem die erste Reihe mit Svarc, der zuletzt keine Spielpraxis hatte, Balla, Orendorz, Kraus und Spacek war gefordert und „am Ende saft- und kraftlos“, wie Hoja meinte.

In Unterzahl prüfte Svarc noch Gästekeeper Glatzel, bevor auf der Gegenseite Nickel gegen Sofiene Bräuner mit einer tollen Parade das vierte Gästetor verhinderte. Am Ende standen für ihn 48 gehaltene Schüsse, was einer Fangquote von 94,1 Prozent entspricht. 2:56 Minuten vor dem Ende besaß Tobias Schwab noch die große Chance zum Ausgleich, doch danach lief den Eisbären die Zeit davon. 88 Sekunden vor dem Ende nahm Hoja die Auszeit und seinen Keeper für einen sechsten Feldspieler vom Eis, doch mehr als ein Schuss von Spacek in die Fanghand von Glatzel und ein Versuch von Schwab, der am Körper des Gästekeepers landete, gelangen nicht.

„Man muss aber auch sehen, dass wir ein Mörderprogramm zu absolvieren haben“, meinte Ralf Hoja abschließend. Nun haben die Eisbären in einer „normalen“ Woche die Chance, etwas Kraft zu tanken und sich auf die Begegnungen am Freitag (20 Uhr) daheim gegen Spitzenreiter Hannover Scorpions und am Sonntag (18 Uhr) beim Herforder EV vorzubereiten.

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