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Die Eisbären belohnen sich für ihren tollen Kampf zumindest mit einem Punkt

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Von: Patrick Droste

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Die Hammer Eisbären - hier Jesse Roach - belohnten sich in Tilburg für ihren tollen Kampf zumindest mit einem Punkt
Die Hammer Eisbären - hier Jesse Roach - belohnten sich in Tilburg für ihren tollen Kampf zumindest mit einem Punkt. © Robert Szkudlarek

Am Ende mussten sie wieder einmal als Verlierer vom Eis gehen, aber das taten sie erhobenen Hauptes. Die Hammer Eisbären verloren im Auswärtsspiel der Eishockey-Oberliga beim Tabellendritten Tilburg Trappers erst nach Verlängerung mit 3:4 (0:0, 0:1, 3:2, 0:1) und nahmen einen Punkt mit aus den Niederlanden.

Tilburg – „In der Verlängerung hat man die spielerische Klasse von Tilburg gesehen. Von daher war der Sieg schon verdient. Aber unsere Jungs haben eine außergewöhnliche kämpferische Leistung gezeigt und sich den einen Zähler vollauf verdient“, sagte Eisbären-Manager Jan Koch.

Im ersten Drittel hatten die Eisbären die Null durch viel Defensivarbeit und ein wenig Glück halten können. 17:2 Schüsse für Tilburg standen später im offiziellen Spielbericht. Die beiden Chancen für die Hammer hatte Jesse Roach, die er aber genauso wenig nutzen konnte wie auf der Gegenseite die Angreifer der Gastgeber. „Tilburg hat schon viel Druck gemacht. Aber wir haben auch gut verteidigt“, meinte Koch, gab jedoch ehrlich zu: „In der Drittelpause musste das Eis im Abwehrdrittel der Trappers eigentlich nicht neu aufbereitet werden.“

Nach der ersten Pause dauerte es nur vier Minuten, ehe die Niederländer in Person von Bartek Bison ihr Übergewicht in etwas Zählbares ummünzten und das 1:0 erzielten (24.) – wobei das Tor aus Sicht der Eisbären recht unglücklich gefallen war. Denn die Gäste waren in einen Konter gelaufen. Ansonsten zeigten sich die Hammer in diesem Durchgang deutlich mutiger, kamen durch Roach (2) und Michal Spacek sogar zu hochkarätigen Möglichkeiten. „Klar war die Führung von Tilburg verdient. Aber wir hätten durchaus auch treffen können“, stellte Koch klar.

Im Schlussabschnitt erhöhte Diego Hofland auf 2:0 (41.), aber dann schlugen die Eisbären zurück. Marcus Gretz mit dem 2:1 (45.) und Thomas Lichnovsky mit dem 2:2 (52.) sorgten für den Ausgleich. Als Giovanni Vogelaar die Gastgeber in der 55. Minute erneut in Führung brachte, schien alles auf einen Sieg der Trappers hinauszulaufen. Doch Eisbären-Coach Jeff Job nahm in der letzten Minute Goalie Daniel Filimonow vom Eis – und dieser Mut wurde belohnt. Denn Spacek gelang 27 Sekunden vor der Schlusssirene noch 3:3 (60.). Umso ärgerlicher für die Eisbären war es dann, dass Reno De Hondt in der Verlängerung zum 4:3-Sieg der Trappers traf (64.)

Klar ist, gegen wen die Eisbären am Sonntag antreten müssen. Statt zu den Rostock Piranhas zu reisen, empfangen die Hammer nun um 18.30 Uhr in eigener Halle die Herner EV Miners.

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