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Die erfolgreichsten Hammer Sportler werden 2023 erst im April geehrt

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Von: Patrick Droste

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Frank Scharschmidt richtet die 19. Sportgala im nächsten Jahr erst im April aus.
Frank Scharschmidt richtet die 19. Sportgala im nächsten Jahr erst im April aus. © Henrik Wiemer/Digitalbild

Die erfolgreichsten Hammer Sportler werden 2023 nicht wie sonst im Januar, sondern erst im Frühjahr geehrt. Als Übergangstermin für die 19. Auflage hat Chef-Organisator Frank Scharschmidt den 21. April ausgeguckt.

Hamm – Es war im September 2000, als Frank Scharschmidt nach Rügen gefahren war, um auf der Ostseeinsel ein paar entspannte Tage zu verbringen und über sein Projekt nachzudenken, das schon seit längerer Zeit in seinem Kopf herumschwirrte. „Zufälligerweise habe ich dann den damaligen Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann getroffen und ihm bei einem Spaziergang von meiner Idee erzählt, in Hamm eine Sportgala auszurichten“, erinnert sich Scharschmidt an die Urlaubs-Begegnung. „Der OB meinte, das sei eine gute Sache, aber Geld würde es von der Stadt dafür nicht geben.“

Scharschmidt machte sich anschließend auf die Suche nach Sponsoren, wurde fündig und richtete im Januar 2002 die erste Hammer Sportgala aus. Was folgte, war eine Erfolgsgeschichte, die in Hamm ihresgleichen sucht. 17 Mal wurden in Hamm die besten Sportler geehrt plus eine virtuelle Auflage im Januar 2021, ehe Nummer 19 im Januar dieses Jahres aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen musste. „Wir hatten da alles geplant, das komplette Programm stand fest“, sagt der 61-Jahre alte Organisator, der daher nun für die nächste Veranstaltung die entsprechenden Konsequenzen gezogen hat und sagt: „Wir haben zusammengesessen und überlegt, was wir mit der Sportgala machen. Aber es gibt in Hamm so viele gute sportliche Ereignisse, dass es für uns nicht in Frage gekommen ist, die Gala nicht mehr stattfinden zu lassen.“

Da aber die Alfred-Fischer-Halle in Heessen, wo die Veranstaltung in den vergangenen Jahren zwölfmal ausgerichtet worden ist, weiter für mögliche Flüchtlingsströme reserviert ist und niemand weiß, wie es im Winter mit der Pandemie aussieht, haben sich Scharschmidt und seine Mitstreiter dazu entschlossen, die 19. Auflage im kommenden Jahr nicht im Januar, sondern am 21. April auszurichten. „Wir wollen allen Eventualitäten aus dem Weg gehen, daher wird es dieses Übergangsdatum geben“, erklärt Scharschmidt die Verlegung von Anfang des Jahres nach den Osterfeiertagen. Zudem, so fügt er hinzu, würde diese Verschiebung auch neue Möglichkeiten geben. So würde es die Chance geben, auch mal einen bekannten Wintersportler, der ja normalerweise im Januar aufgrund seiner Wettkämpfe nicht greifbar ist, als Laudator nach Hamm zu holen. „Wir werden jedenfalls wieder ein tolles Programm auf die Beine stellen und die Leute begeistern“, sagt Scharschmidt.

Gleichzeitig kann es aber auch möglich sein, dass sich einige der Akteure, die geehrt werden sollen, im April mitten oder in der finalen Phase der Saison befinden und daher nicht nach Hamm kommen können. Doch diesen Umstand nimmt Scharschmidt in Kauf. „Natürlich hat man gerne alle Leute gerne vor Ort. Aber es hat auch früher schon Überschneidungen gegeben, so dass wir das mit Videoschalten aufgefangen haben. Das müssten wir dann wieder machen“, erklärt er. „Und da es ein Freitag ist, haben die Leute vielleicht doch alle die Möglichkeit, nach Hamm zu kommen und sich zu präsentieren.“

Auch die Tatsache, dass bis zum April schon viel Zeit vergangen ist und manche Erfolge aus dem Jahr zuvor dann bereits in Vergessenheit geraten sind, wischt er zur Seite. „Es wäre schade, wenn sich jemand drei Monate später an Siege oder Aufstiege nicht mehr erinnern kann. Und so könnten wir die dann noch mal gut in Erinnerung rufen“, sagt er. „Wir als Organisatoren haben aber dadurch die Möglichkeit, das ganze Jahr zu beurteilen. Sonst haben wir schon im Oktober oder November mit der Jury zusammen gesessen und überlegt, wer nominiert wird.“

Und dennoch gibt es weiter eine große Unbekannte bei den Planungen. Denn sollte es auch im Frühjahr weiter eine große Zahl an Flüchtlingen geben, wäre die Alfred-Fischer-Halle nicht frei. „Eine entsprechende Anfrage an die Stadt läuft. Aber zu 100 Prozent können wir uns nicht sicher sein“, sagt Scharschmidt und hat sich daher bereits intensiv Gedanken über Alternativen gemacht. „Letztlich können wir das erst kurzfristig entscheiden. Aber wir wollen und werden in Hamm bleiben. Denn wir haben in Hamm tolle Sportler – und die Sportgala soll weiter ein Hammer Fest des Sports sein.“

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