Eishockey-Oberliga

Die Hammer Eisbären schlagen sich gegen Diez selbst

Richtig sauer war Eisbären-Coach Jeff Job über die vielen Fehler seiner Mannschaft.
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Richtig sauer war Eisbären-Coach Jeff Job über die vielen Fehler seiner Mannschaft.

Eisbären-Trainer Jeff Job war nach der Schlusssirene kaum zu beruhigen. Wütend stapfte er am Sonntagabend nach der 1:3 (0:0, 1:3, 0:0)-Heimniederlage vor 657 Zuschauern in Werries gegen die Diez-Limburg Rockets in Richtung Kabine.

Hamm - „Wir haben im zweiten Drittel zwei Riesenfehler gemacht“, schimpfte der Coach über die katastrophalen individuellen Aussetzer seiner Schützlinge im Mittelabschnitt, die die Gäste eiskalt bestraften. „Wir haben uns die Dinger selbst reingehauen. Diez musste gar nichts machen, hat auch deshalb gewonnen, weil sie einen super Torwart hatten“, erklärte der Kanadier die Ursachen für die dritte Niederlage im vierten Heimspiel.

Ähnlich äußerte sich Stürmer Ibrahim Weißleder. „Das war aus unserer Sicht wegen der Riesenfehler sehr bitter“, meinte der Routinier. „Diez hat das konsequent bestraft. Nach der starken Leistung am Freitag beim 5:6 in Hannover, wo wir einen Punkt verdient gehabt hätten, hatten wir uns schon etwas ausgerechnet. Das wären Bigpoints gewesen, die wir uns jetzt irgendwo wiederholen müssen“, sagte Weißleder.

Nachlässigkeiten im zweiten Drittel

Personell hatte sich die Situation bei den Eisbären sogar etwas verbessert, weil auch David Trivellato keine Kniebeschwerden mehr besaß und mitwirken konnte. Das erste Drittel verlief ohne große Höhepunkte. Beide Mannschaften tasteten sich ganz vorsichtig ab, gingen kein Risiko ein, um nicht in Rückstand zu geraten. Die Torhüter hatten daher im ersten Abschnitt sehr wenig zu tun. Weißleder und Kapitän Michel Maaßen besaßen die einzigen guten Möglichkeiten für die Gastgeber, scheiterten aber am sehr sicheren Rockets-Goalie Jan Guryca. Dass es schließlich torlos in die erste Pause ging, entsprach dem Spielverlauf.

Für Schockmomente bei den Fans sorgten die Eisbären dann durch Nachlässigkeiten im zweiten Drittel. Beim 0:1 (25.) durch Dominik Patocka hatten die Hammer mehrmals die Möglichkeit vor dem eigenen Tor entscheidend zu klären, doch irgendwie stocherte der Diezer Angreifer den Puck mit der Kelle über die Linie. Die Eisbären gaben nur drei Minuten später die schnelle Antwort, als Samuel Dotter in Überzahl mit einem platzierten Schlag in den rechten Winkel den Ausgleich markierte.

Filimonow sieht beim Gegentor nicht gut aus

Doch lange währte die Freude der Fans nicht. Beim 1:2 nach genau einer halben Stunde durch Thomas Matheson sah Hamms Keeper Daniel Filimonow nicht gut aus. Kurz vor Ende des Drittels leistete sich Nolan Renke einen katastrophalen Scheibenverlust an der blaue Linie, setzte auch gegen den frei durchlaufenden Kevin Lavellee überhaupt nicht nach. Der schob schließlich dem Hammer Schlussmann den Puck durch die Schoner zum 1:3 ins Tor. Coach Job „explodierte“ auf der Bank, wurde sehr laut.

Das Aufbäumen der Eisbären im letzten Drittel war nicht druckvoll genug. Im Angriff waren die Hammer viel zu harmlos. Und die Pucks, die halbwegs gefährlich Richtung Diezer Tor flogen, waren stets eine sichere Beute des reaktionsschnellen Guryca. Zwei Minuten vor dem Ende der Begegnung ging der Hammer Trainer noch einmal volles Risiko. Job nahm den Torhüter vom Eis. Und da auch ein Rockets-Akteur auf die Strafbank musste, hatten die Eisbären noch einmal eine 6:4-Überzahl. Aber es reichte am Ende nicht einmal mehr zum Anschlusstreffer.

Mit nur drei Punkten haben sich die Eisbären erst einmal im unteren Drittel der Oberliga festgesetzt. Am kommenden Freitag geht es zu den Moskitos nach Essen.

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