Handball

DHB-Frauen lösen WM-Ticket in Hamm

Alicia Stolle aus Ahlen spielt für die Handball-Nationalmannschaft.
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Ahlenerin im Nationaltrikot: Alicia Stolle traf viermal gegen Portugal.

Zum zweiten Mal nach dem 25:21 im Jahr 2019 gegen Kroatien haben die deutschen Handball-Frauen ihr WM-Ticket in Hamm gelöst. Mit 34:23 (15:11) wurde Portugal im Play-off-Rückspiel deutlich bezwungen.

Hamm – Den Schlusspunkt einer am Ende doch einseitigen Partie in der Hammer Westpress Arena setzte Katharina Filter. Mit einem Wurf ins leere Tor besiegelte die Torhüterin der deutschen Handball-Frauen den 34:23 (15:11)-Erfolg im Play-off-Rückspiel der WM-Qualifikation gegen Portugal. Bereits das Hinspiel hatte die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener in Portugal mit 32:27 gewonnen, die damit das Ticket für das WM-Turnier vom 2. bis 19. Dezember löste.

Entsprechend folgte nach der Schlusssirene erst der ausgelassene Jubel, dann das Gruppenbild für das Turnier in Spanien, ehe der Bundestrainer zufrieden, aber doch realistisch feststellte, dass „wir wissen, dass wir noch nicht das Niveau haben, um bei einer WM ganz vorne dabei zu sein. Aber heute haben alle gespielt, alle haben Tore gemacht und sich gut eingebracht. Somit bin ich zufrieden.“

Nach gutem Start schwer getan

Dem Niederländer war allerdings auch nicht entgangen, dass sich seine Mannschaft, die auf sechs Spielerinnen der in Quarantäne befindlichen Teams aus Dortmund und Bietigheim verzichten musste, nach gutem Start sehr schwer tat. Eine 4:1-Führung (6.) gab das Team bis Mitte des ersten Durchgangs aus der Hand, Mit der portugiesischen Taktik, in der Offensive mit einer siebten Feldspielerin zu agieren, kamen Kapitänin Emily Bölk und Co. in der Folge nicht gut zurecht. Portugal holte auf, und nach 15 Minuten stand es gar 6:8 – der Underdog war nur noch drei Treffer von der WM-Qualfikation entfernt. „Heute haben sie uns 60 Minuten gegen die siebte Feldspielerin ackern lassen“, stellte Bölk fest, die nach Rechtsaußen Marlene Zapf (7) mit fünf Treffern zweitbeste deutsche Schützin war. „Aber wir haben es besser hinbekommen als im Hinspiel, haben uns nicht kirre machen lassen und unseren Stiefel herunter gespielt.“ Und Groener bemängelte, dass „wir da zu hektisch im Tempospiel und in der Abwehr waren.“

Zwei portugiesische Zeitstrafen und vier Treffer von Zapf machten der leisen Hoffnung des Außenseiters auf die Sensation schnell ein Ende. Bis zur Pause rückte das DHB-Team die Verhältnisse wieder gerade (15:11) – der Grundstein für eine unbeschwerte zweite Hälfte war gelegt.

„In der haben wir nochmal richtig Gas gegeben“, sagte DHB-Debütantin Selina Kalmbach. „Da haben wir mit einer guten Abwehrleistung dagegen gehalten.“ Und schnell die Weichen gestellt – für den Sieg. Und für eine gelungene WM-Qualifikation.

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